Innere Berufung statt Beruf – kann das gelernt werden?

Menschen, die erfolgreich sind, machen ihre Arbeit gerne. Oft bezeichnen sie ihre Tätigkeit gar nicht als Arbeit, sondern sie leben vielmehr mit Engagement für ihre Aufgaben. Menschen, die ihre Stärken und Fähigkeiten am richtigen Platz einsetzen, lieben ihre Arbeit, weil sie dabei sie selbst sein können. Viele bunte Zebras erleben das so. Auch ich arbeite eigentlich nie. Oder immer, – wie man’s nimmt.

Berufung, Sinn, Lebensaufgabe, Bestimmung

So viele Worte, die ähnliches meinen. Zuerst lade ich dich ein, dir Gedanken zu machen, was DU denn darunter verstehst….. Pause… psst…. ok… weiter….


 

Wie du deine persönliche Vision und Berufung findest

Nimm dir jetzt Zeit, deine tiefste innere Berufung, deine Vision, deinen Leitstern zu finden, der hell am Horizont funkelt und dir den Weg beleuchtet.

Vielleicht hast du deine Berufung bereits gefunden?

Wenn du die folgenden zwei Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, dann hast du deine Berufung bereits gefunden:

  1. Würdest du das, was du jetzt tust auch machen, wenn du kein Geld dafür bekommen würdest?
  2. Wenn du noch mal von vorne anfangen könntest, würdest du es dann wieder so machen?

Falls du diese Fragen nicht uneingeschränkt mit „Ja“ beantworten kannst, bekommst du nun jede Menge Futter für Hirn und Herz, um deinen Weg zur Berufung gehen zu können.

Manche verspüren schon früh den Drang einer Berufung. Andere fragen sich spätestens in der Lebensmitte: Was will ich aus oder mit meinem Leben machen? Was gibt meinem Leben Sinn? Was ist meine Lebensaufgabe oder Bestimmung? Bist du auch auf der Suche? Dann habe ich hier viele Übungen und Tipps, wie du mit Hilfe deiner Vielbegabung und Kreativität und mit Hilfe deines Unterbewusstseins deine Bestimmung finden kannst.

Was ist eine Berufung oder Bestimmung?

Du musst nicht gleich von einer Berufung oder Bestimmung sprechen, wenn es um den Sinn in deinem Leben geht. Für manche ist das auch ein zu großes Wort. Andere verstehen darunter Antworten auf so verschiedene Fragen wie „was will ich“, „welcher Job ist der richtige für mich“ bis zu „was macht mich glücklich, was brauche ich für mein Leben“. Und als Scanner kannst du sogar mehrere Berufungen gleichzeitig oder nacheinander haben.

Der Ruf von INNEN

Für mich ist eine Bestimmung oder Lebensaufgabe eine Antwort auf das Potenzial, das ich in mir trage. Es ist etwas, für das ich durch mein Leben, meine Fähigkeiten und Erfahrungen geprägt worden bin. Es ist ein Bedürfnis, das sich durch meine Stärken und meine Persönlichkeit ergibt. Dieses Bedürfnis in mir will gelebt werden

Der Ruf von AUSSEN

Je nachdem, ob du nun an Gott, höhere Mächte und Co. glauben oder nicht, ist es etwas, für das du einerseits (durch andere von außen) „berufen“ bist. Und andererseits ist es auch etwas, was vom Leben von außen an dich heran getragen wird.

Wer sucht seine Berufung oder Bestimmung?

Genauso „zwittrig“ ist die Frage, wer eigentlich nach seiner Berufung oder Bestimmung sucht. Viele tun das nämlich (zunächst) nicht. Vielen reicht es zum Beispiel, „einfach einen Job zu machen“. Andere folgen fasziniert vorgezeichneten Karrierebahnen. Wieder andere machen das, wofür sie ein gewisses Interesse aufbringen und was ihnen das Nötige zum Leben gibt. Daran ist nichts verkehrt.

Doch manche Menschen haben andere Prioritäten. Sie können vielleicht nur dann arbeiten, wenn sie das, was sie tun, lieben. Das ist bei mir der Fall. Solche Menschen sind stark „herz-gesteuert“. Oder sie brauchen etwas, was ihrem Leben Sinn gibt. Sie brauchen das Gefühl, dass ihr Leben „sinn-voll“ ist. Wieder andere, wie zum Beispiel Künstler, verspüren von klein auf den Drang einer „Berufung“.

Krise als Chance

Viele Menschen finden ihre Bestimmung auch als Ausdruck auf eine große Veränderung oder „Krise“ in ihrem Leben. Ich kenne mehrere Menschen, die nach Burnout, schwerem Mobbing oder Belastungen am Arbeitsplatz Heilpraktiker, Trainer für „Burnout-Prophylaxe“ und Ähnliches mehr geworden sind. Sie haben ihre Erfahrungen zu einer Lebensaufgabe verarbeitet. Bei anderen setzt eine solche „Krise“ das frei, was sowieso schon in ihnen schlummert.

Auch die berühmte „Krise der Lebensmitte“ mündet oft in die Suche nach einer derartigen Lebensaufgabe. Die erste Lebenshälfte steht oft im Zeichen von Dingen, die „gemacht werden müssen“. Eine Ausbildung und eine berufliche Existenz sind erforderlich. Die Karriere will in Angriff genommen, das obligatorische Haus gebaut werden. Familie und Kinder stehen schon aus biologischen Vorgaben auf der „Todo-Liste“.

Was willst du?

Ab der Lebensmitte ändert sich das. Jetzt pocht auch das „Ich“ stärker an die Tür. Viele Menschen fragen sich spätestens jetzt: Was will und brauche ich eigentlich für mich? Will ich mit diesem Partner alt werden? Will ich diesen Beruf weiter ausüben? Was möchte ich in meinem Leben noch gern erreichen oder bekommen? Man hält sich nicht mehr für unsterblich. Früher oder später realisiert man: Das Leben ist begrenzt. Viele leiten jetzt diverse Veränderungen ein oder fangen etwas völlig Neues an. Und viele suchen eben auch, instinktiv oder ganz bewusst, nach dem Sinn in ihrem Leben, ihrer Berufung, ihrer Bestimmung.

Mache deine inneren Saboteure ausfindig

Ich glaube, dass viele Menschen im Stillen sehr wohl wissen, wozu sie sich berufen fühlen und was ihrem Leben Sinn gäbe. Doch wir sind sehr erfinderisch darin, uns immer wieder auszubremsen und auszuhebeln. Hier grüßt mal nicht der innere Schweinehund, der uns auf dem Sofa halten will (obwohl der auch vorkommen kann), und auch nicht das Murmeltier aus dem Fernsehen. Hier grüßt der innere Saboteur. Glaubenssätze, Ängste, scheinbare Sachzwänge, widerstreitende Impulse – die Liste ist lang, womit wir uns ein Bein stellen können.

Spannende Erkenntnisfragen an dich

Wenn du deine Berufung finden möchtest, dann musst du sich mit den eigenen Interessen und Zielen auseinandersetzen. Diese haben wir in den ersten Modulen bereits intensiv beleuchtet. Das heißt, du hast bereits herausgefunden, wo deine Stärken liegen, welche Interessen dich auszeichnen und was dich antreibt und motiviert. Um ganz sicher zu gehen, stelle ich dir jetzt noch einige zentrale Fragen. Diese lauten:

1. Was macht mir Spaß?

Was tue ich gerne? Was wollte ich als Kind werden? Was mache ich freiwillig? Bei welchen Themen und Tätigkeiten habe ich gute Laune? Was wollte ich schon immer mal tun? Was würde ich tun, wenn ich unendlich viel Geld hätte?

2. Was bedeutet mir etwas?

Was gibt meinem Leben einen Sinn? Wofür setze ich mich gerne ein? Was möchte ich mit meiner Lebenszeit- und Energie wirklich bewegen? Woran hängt mein Herz? Wofür möchte ich bekannt sein? Was treibt mich an?

3. Was sind meine Stärken?

Worin bin ich wirklich gut? Womit mache ich anderen eine Freude? Was gelingt mir stets besonders gut? Mit welchen Gegenständen habe ich gerne zu tun? Was zeichnet mich aus?

Die Antworten schreibst du dir auf und untersuchst diese anschließend auf Überschneidungen. Auf diese Weise kannst du nicht nur deinem Traumberuf näher kommen, sondern auch ein Studien- oder Ausbildungsfach wählen.

Es ist deshalb sehr wichtig Fähigkeiten, Stärken und Talente genau beschreiben zu können.

Durch die zunehmenden Lebenserfahrungen häuft sich das Wissen, was man selbst gerne macht und wo die eigenen Stärken zur Entfaltung kommen. Wir brauchen mehr Menschen, die mit Herz am Fundament für außergewöhnliche Leistungen bauen – im Denken, Können, Wollen und Tun. Enrichmentment-Prozesse fokussieren die persönliche Kraftentfaltung dafür. Es ist ein Entwicklungsprozess für alle Führungskräfte und Persönlichkeiten, die wissen wollen, wie sie für den Rest ihres Lebens mehr Sinn und Wirkung erzielen.

Der Glaube an dich und die aktive Förderung deiner Stärken ergibt Enrichment.

Glaubst du an dich? Hast du deine Berufung gefunden?

Viele Menschen tauschen sich in unserer Gruppe bei Facebook aus: OpenMind People bei Facebook. Wir freuen uns auf dich!

Sig

 

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