Acht Stunden am Tag, fünf Tage die Woche, manchmal auch mehr: Auf der Arbeit verbringen wir eine Menge Zeit. Da ist es wichtig, dass der Job Spaß macht, um sich jeden Tag aufs Neue dafür zu motivieren. Natürlich gibt es immer wieder Momente oder Phasen, in denen es nicht gut läuft, in denen nervige Kunden und andere negativen Faktoren dir jeglichen Spaß an der Arbeit rauben. Wenn diese negativen Dinge Überhand nehmen, solltest du deine Jobwahl noch einmal überdenken und dich nach einer neuen Stelle umschauen. Wir zeigen dir die Faktoren auf, die einen guten Job ausmachen.

Muss ich den Job wechseln?

Wenn dein Traumjob nicht so traumhaft ist, wie du einmal dachtest, ist es an der Zeit, etwas zu ändern. Eine schlechte Phase im Job oder ein mieser Tag sind an sich aber noch kein Grund, das Handtuch zu werfen. Kritisch wird es allerdings, wenn deine Unzufriedenheit Auswirkungen auf deine Gesundheit und nicht zuletzt auch auf deine Arbeitsleistung hat.

Ob ein Jobwechsel der Schlüssel ist oder ob du das Problem vielleicht auch anderweitig lösen kannst, lässt sich mit den folgenden Punkten ermitteln:

  • Wie motiviert gehe ich zur Arbeit?

Wenn du mit ganzem Herz bei der Sache bist, empfindest du deine Arbeit als Bereicherung. Doch wer sich dauerhaft mit Unlust zur Arbeit schleppt, sollte sich anderweitig umschauen.

  • Habe ich das Gefühl, etwas zu bewirken?

Wer das Gefühl hat, dass die eigene Arbeit nicht wichtig ist, verliert über Kurz oder Lang die Motivation.

  • Ist die Arbeit herausfordernd?

Ohne Herausforderungen, an denen du wachsen und dich weiterentwickeln kannst, lässt die Motivation schnell nach.

  • Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten?

Wer langfristig eine höhere Position mit mehr Verantwortung anstrebt, kann sich nicht dauerhaft motivieren, wenn das Unternehmen diese Chance nicht bietet.

  • Fühle ich mich im Team wohl?

Ein wichtiger Teil für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist ein funktionierendes Team und Kollegen, mit denen man sich versteht.

  • Teile ich die Werte des Unternehmens?

Jeder Betrieb hat ein eigenes Klima und eine eigene Philosophie. Wer sich nicht mit dem Unternehmen identifizieren kann, für das er arbeitet, zeigt weniger Eigeninitiative und Leistungsbereitschaft.

Welche Tätigkeit passt zu mir?

Auf dem Weg zum passenden Beruf kommst du nicht darum herum, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen. Der Job sollte immer auch zu den eigenen Talenten, Fähigkeiten und Interessen passen, damit du dich jeden Tag engagiert ans Werk machen und dich leicht für die Arbeit motivieren kannst. Dann ist die Arbeit eine Erfüllung und keine Belastung.

Talente und Fähigkeiten

Ein Weg, um einen passenden Job zu finden, besteht darin, aus den persönlichen Talenten und Fähigkeiten ein Tätigkeitsfeld abzuleiten. In welchen Situationen warst du besonders zufrieden mit deiner Leistung? Bei welchen Tätigkeiten bist du besser als der Durchschnitt?

Persönliche Interessen

Auch die persönlichen Interessen sind oft ein guter Ausgangspunkt bei der Suche nach dem richtigen Job. Wo liegen deine Interessen? In welchen Situationen warst du besonders engagiert bzw. hast besonders viel Energie für eine Sache entwickelt? Daraus kannst du ableiten, was dir besonders am Herzen liegt und was dich anspornt.

Stimmt die Bezahlung?

Gegen ein üppiges Gehalt hat sicher niemand etwas einzuwenden. Schließlich ist die Lohnzahlung die Absicherung deiner Existenz. Wenn das Geld vorne und hinten nicht reicht, obwohl du viel und gut arbeitest, hat der Job auf Dauer wenig Sinn. Außerdem ist das Gehalt gewissermaßen eine Anerkennung deiner erbrachten Leistungen und sollte daher deiner Tätigkeit angemessen sein.

So wichtig es auch sein mag – trotz allem ist Geld allein nicht alles. Es gibt eine ganze Reihe anderer Faktoren, die für einen Job auf Dauer um einiges bedeutender sind.

Wie sehen die Rahmenbedingungen des Arbeitgebers aus?

Ob ein Job der richtige ist, hängt vor allem von dem ab, was der Arbeitgeber so zu bieten hat. Ein Unternehmen, das in seiner Branche zu den Marktführern gehört und stetig wächst, ist für viele Arbeitnehmer ein attraktiver Arbeitsplatz. Wenn das Unternehmen dazu womöglich international agiert, spricht das ebenfalls für eine funktionierende Unternehmensstruktur. Darüber hinaus kommt es darauf an, wie der Arbeitsplatz an sich gestaltet ist und was der Arbeitgeber tut, damit sich seine Mitarbeiter wohlfühlen.

Konditionen im Arbeitsvertrag

Im Vorstellungsgespräch kannst du herausfinden, wie es in dem Unternehmen deiner Wahl um so manche Kondition bestellt ist, die für die Entscheidung für oder gegen den Job entscheidend sein kann:

Wie sind die Arbeitszeiten? Wie werden die Überstunden geregelt? Wie viele Urlaubstage stehen dir zur Verfügung? Macht das Unternehmen Betriebsferien? Ein wesentlicher Aspekt ist auch die Frage, ob der Job unbefristet ist oder ob du dich schon nach kurzer Zeit wieder auf dem Arbeitsmarkt umschauen musst.

Benefits

Besonders interessant ist natürlich, was das Unternehmen an Sonderleistungen anbietet. Gibt es eine gut ausgestattete Küche oder gar eine Kantine, in der man sich mit Essen versorgen kann? Gibt es ein kostenloses Angebot von Getränken (Kaffee, Tee, Wasser) und Snacks (Müsli, Obst)? Hast du die Möglichkeit, auch im Home-Office zu arbeiten?

Manche Unternehmen bieten finanzielle Zusatzleistungen an, etwa indem sie einen Beitrag zur Altersvorsorge leisten. Andere fördern die Gesundheit der Mitarbeiter mit sportlichen Maßnahmen.

Führungsstil

Je nach eigner Persönlichkeit, kommst du mit einem anderen Führungsstil besser zurecht: Während die einen klar strukturierte Rangfolge bevorzugen, sind den anderen flache Hierarchien am liebsten.

Die Räumlichkeiten

Geräumige, klimatisierte Büros, die schön hell und modern eingerichtet sind, machen einen Arbeitsplatz attraktiv und angenehm. Als Mitarbeiter sollte dir sämtliches Equipment zur Verfügung stehen, das für deine Arbeit notwendig ist. Von Vorteil ist ein Gemeinschaftsraum, den du mit Kollegen in der Mittagspause für einen Plausch nutzen kannst. Elemente wie stilvolle Dekoration und Zimmerpflanzen erhöhen den Wohlfühlfaktor.

Der Arbeitsweg

Auch der Arbeitsweg ist ein nicht unerheblicher Faktor auf der Suche nach einem passenden Job. Wenn die Tätigkeit zwar passt, aber der Arbeitsweg dir pro Tag zu viel Zeit raubt, solltest du das Jobangebot noch einmal überdenken. Jedenfalls, sofern für dich kein Umzug infrage kommt.

Wie stressig ist der Job?

Ein wesentlicher Punkt bei der Jobwahl ist der zu erwartende Stressfaktor. Ein gewisses Stresslevel sollte jeder aushalten können und in vielen Stellenausschreibungen gehört „Belastbarkeit“ zu den Anforderungen. Außerdem regt gelegentlicher Stress die Produktivität an. Doch permanenter Stress stellt eine ernstzunehmende Belastung dar und eine Gefahr für die Gesundheit.

Auf ein gesundes Stresslevel achten

Schon bei der Stellenbeschreibung lässt sich erahnen, ob im Job ein hohes oder eher ein moderates Stresslevel zu erwarten ist. Etwa, wenn die Rede von Deadlines ist, die strikt eingehalten werden müssen.

Was für dich persönlich ein gutes Stresslevel ist, hängt von deinem Typ ab: Manche Menschen vertragen nicht so viel Stress, um dauerhaft gut arbeiten zu können, andere blühen unter Stress erst so richtig auf.

Work-Life-Balance

Wenn du Wert auf eine gute Work-Life-Balance legst, also neben dem Job dein Privatleben und deine Freizeit nicht zu kurz kommen sollen, solltest du bei der Jobwahl darauf achten, dass das Unternehmen die Work-Life-Balance unterstützt.

Bei einem guten Job ist die Anzahl der Mitarbeiter so kalkuliert, dass keiner übermäßig viele Überstunden machen muss. Ein Unternehmen, das eine gute Work-Life-Balance fördert, ermöglicht es seinen Mitarbeitern, geleistete Überstunden abzufeiern. Die Arbeitszeiten werden hier nicht nach Stechuhr geprüft, sondern beruhen auf Vertrauen in die Mitarbeiter.

Private Termine können auch während der Arbeitszeit wahrgenommen werden, sofern die Mitarbeiter die Zeit nacharbeiten. Außerdem leisten solche Unternehmen Unterstützungen, wenn es um die Kinderbetreuung geht und generell sind spontane, familiär bedingte Termine kein Problem.

Wie steht es um die Selbstverwirklichung?

Ein guter Job gibt dir die Möglichkeit, dich selbst zu verwirklichen und dein volles Potenzial auszuschöpfen. Stupide Arbeiten sorgen für Langeweile und Demotivation. Wer dagegen einen Sinn in seiner Tätigkeit sieht und die Möglichkeit hat, an Aufgaben zu wachsen, erbringt bereitwillig höhere Leistungen.