Es ist nie zu spät um so zu sein, wie man gemeint ist.

Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

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  • Bist du ein High Sensation Seeker?

High Sensation Seeker oder ein Scanner: Was bist du?

Es gibt einen weiteren Begriff, den High Sensation Seeker, der im Zusammenhang mit Hochsensibilität öfters auftaucht und der leicht mit der Scanner-Persönlichkeit verwechselt werden kann.

Der High Sensation Seeker ist ständig auf der Suche nach starken Gefühlen, neuen Erfahrungen, interessanten Entdeckungen, wobei diese entgegen früheren Annahmen durchaus nicht mit erhöhten Risiken verbunden sein müssen. Physiologisch wird diese Persönlichkeit mit einem stärker ausgeprägten Verhaltens-Aktivierungs-System (BAS – Behavioral Activation System) in Verbindung gebracht.

Belohnung

Das Verhaltensaktivierungssystem ist eine neuroanatomische Struktur, die zur aktivem Verhalten (z.B. bei Reizen, die eine Belohnung ankündigen) führt. Sie ist eine autonome Erregung, die der Mobilisierung des Organismus für Annäherungsverhalten dient, der dann entsprechend reagiert: Hier von will ich mehr haben.

Das BAS aktiviert die Aufmerksamkeit, sobald eine Gelegenheit erkannt wird, etwas Gewünschtes zu bekommen oder eine interessante Erfahrung zu machen. High Sensation Seeker bevorzugen oft Sportarten, die einen gewissen Nervenkitzel beinhalten, erkunden gerne fremde Städte und Länder, und wenn das eine kaum zu Ende ist, wird schon das nächste angesteuert.

Hier werden dann auch schon deutliche Parallelen zur vielbegabten Scanner-Persönlichkeit sichtbar – das Springen von einem interessanten Thema zum nächsten, die Vielfalt gleichzeitiger Aktivitäten, die mangelnde Festlegung auf das Eine, das dann konsequent zu Ende geführt wird. High Sensation Seeker sind jedoch im Gegensatz zur Scanner-Persönlichkeit echte Grenzgänger und suchen regelmäßig auch Grenzerfahrungen, um damit immer wieder neue Spannungsreize zu empfinden. Man spricht von einem physiologisch begründeten Konstrukt und das unterscheidet den High Sensation Seeker vom Scanner.

High Sensation SeekerSensation Seeker: Jeder Mensch hat sein eigenes Erregungsniveau.

Über die Vermeidung von stimulierenden Reizen kann die Spannung reguliert werden. Menschen die ein geringes initiales Erregungsniveauhaben suchen aufregende Reize und intensive Stimulationen, das sind die High Sensation Seeker. Er braucht diese neue Reize, um den Level der Stimulierung aufrecht halten zu können. Der High Sensation Seeker ist auf der Suche nach starken, höchst intensiven Gefühlen, wobei diese früherer Annahmen entgegen, sich nicht mit erhöhten Risiken verbinden müssen.

Der High Sensation Seeker zeigt deutliche Parallelen zur Scanner-Persönlichkeit, etwa das Springen von einem Thema zum nächsten, das Ausführen mehrerer Aktivitäten, sich nicht festlegen können auf eins und das dann bis zum Ende durchgeführt wird.

Sind Scanner-Persönlichkeiten und High Sensation Seeker das gleiche Phänomen?

Nein, auch wenn es einige Überschneidungen gibt. Der Scanner hat wie der High Sensation Seeker einen aktiveren BAS, wobei für den High Sensation Seeker die Aufregung des Neuen, beim Scanner aufgrund seiner Vielbegabung eher die Neugier auf noch nicht gelebte Anteile aufgrund seiner Begabung vordergründig sind und keine körperlichen Reizzustände angestrebt werden. Ein High Sensation Seeker kann durchaus klare Schwerpunkte im Sport setzen, während der Scanner fast immer eine große Bandbreite haben möchte.

Hochsensibilität liegt einem stark ausgeprägten Verhaltens-Hemmungs-System (BIS) zugrunde.

Vermeidung

Das Verhaltensinhibitionssystem ist eine neuroanatomische Struktur, die zur Verhaltenshemmung (z.B. bei Reizen, die potenziell gefährlich oder schlicht zu inteniv sind) führt. Sie ist eine autonome Erregung, die der Mobilisierung des Organismus für Vermeidungsverhalten dient.

Das bedeutet, das es aufgrund der komplexeren Wahrnehmung von hochsensiblen Menschen schneller zu einer Überreizung kommt und das BIS dafür sorgt, neue Situationen aufmerksamer wahrzunehmen und dann erst in eine Handlung übergeht, wenn das Feld sicher ist. Ein aktives BIS braucht ein starkes BAS nicht auszuschließen, da es zwei getrennte Systeme sind. Allerdings kann manchmal das Gefühl auftreten, ständig mit einem Fuß auf der Bremse ein Auto lenken zu wollen.

Sind alle drei Persönlichkeitsmerkmale in dir wirksam, musst du lernen keinen Aspekt auszuschließen, sondern eine ausgeglichene Koexistenz zu suchen, indem du allen Teilen genug Raum gibst.

Der High Sensation Seeker findet die neuen Themen, auf die sich der Scanner zugleich stürzen kann. Der hochsensible Teil wacht darüber, dass es nicht zu viel wird, dass zwischenzeitlich auch einmal Ruhe einkehrt, um somit Kraft für neue Aktivitäten zu erhalten. Das wird zwar nicht immer reibungslos abgehen, aber es lohnt sich, das zu lernen, denn es wird ein spannendes und befriedigendes Leben entstehen.

Sig

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