Erfolg im Beruf und in der Familie – wie oft geht unser Blick zum Nachbarn, bei dem scheinbar alles komplett von allein läuft. Nicht nur, dass dessen Garten einfach grüner aussieht. Auch das neue Auto oder der XXL-Fernseher machen einfach nur noch neidisch. Im eigenen Alltag macht sich dagegen zunehmend das Gefühl breit, nur noch auf der Stelle zu treten. Nichts geht vorwärts, der Chef sieht unsere Leistungen nicht mehr. Stattdessen werden immer Kollegen (gefühlt) bevorzugt. Findest Du dich auch in diesem Hamsterrad wieder? Gerade in Kombination mit einer hohen Arbeitsbelastung und den Bedürfnissen der Familie wird der Alltag mehr oder minder zur zähen Masse?

Dies sägt natürlich an der Motivation, doch das muss nicht sein. Mit einigen Tricks kannst Du Dir problemlos wieder die Motivation einhauchen, die es braucht, um den Alltag beschwingt und erfolgreich bestreiten zu können. Wir zeigen Dir nun, was Du dafür tun solltest.

Was will ich eigentlich erreichen? Ziele setzen ist äußerst wichtig

Wie kannst Du der Motivation auf die Sprünge helfen? Ein sehr einfaches Beispiel sind die guten Vorsätze zu Neujahr. Regelmäßig fassen wir den Entschluss, endlich abzunehmen oder mit dem Rauchen aufzuhören. Auch wenn es in den ersten Tagen – ja vielleicht sogar Wochen klappt – nach einiger Zeit schleichen sich wieder die alten Gewohnheiten ein. Das Geht dir auch so?

Kein Wunder, denn der Vorsatz „Ich nehme im neuen Jahr ab“ ist eher Wunschdenken, aber keine Zielsetzung. Dabei ist es einer der wichtigen Schritte, sich konkrete Ziele zu setzen. Dein Ziel muss also messbar und erreichbar sein. Darüber hinaus ist es unerlässlich, dass Du ein Zieldatum hinzufügst.

Beispiel: Ende März sind es 5 Kilo weniger. Und drei Monate später zeigt die Waage noch einmal fünf Kilogramm weniger an. Dieses Grundprinzip hat zwei Vorteile: Du kannst den Erfolg nachher genau kontrollieren und darüber hinaus sorgt der Zeitplan für die richtige Dosis Druck.

Ziele gemeinsam verfolgen

Sich Ziele setzen ist eine Seite der Medaille. Trotzdem kann Deine Motivation immer noch scheitern. Mal schmeckt es in der Kantine zu gut, ein anderes Mal laden Kollegen zum Essen ein. Eine sehr gute Methode, um Ziele doch noch zu erreichen – und die Motivation nicht in den Keller rauschen zu lassen – ist das gemeinsame Hinarbeiten auf die Zielsetzung.

In vielen Bereichen und Situationen funktioniert dies erstaunlich gut. So könntest Du Dich gegenseitig zum Abnehmen, aber auch zu:

  • Laufen
  • Rauchentwöhnung
  • gesunder Ernährung

motivieren. Gerade in Sportvereinen – wie den zehntausenden Fußballvereinen lässt sich hervorragend Sport treiben. Natürlich kannst du Dich auch mit Freunden oder dem Lebenspartner zum regelmäßigen gemeinsamen Joggen oder dem Besuch im Fitnesstudio verabreden. Fest steht: Als Team könnt ihr euch gegenseitig anspornen und bei fehlender Motivation auch einmal helfend eingreifen.

Wie können Ziele in der Praxis konkret aussehen?

Einige Bereiche, in denen Zielsetzung dabei hilft, die Motivation zu verbessern, sind bereits angesprochen. Wie sehen weitere Beispiele aus?

  1. Innerhalb eines Jahre 20 Kilogramm abnehmen

Übergewicht ist laut RKI inzwischen für mehr als die Hälfte der Bevölkerung ein Problem. Zum Risiko wird es für die Gesundheit – abnehmen bringt also viele Vorteile. Allerdings wird der Körper versuchen, seine Reserven zu behalten.

  1. In 12 Monaten einen Halbmarathon in 2 Stunden laufen

Sehr viele Menschen bewegen sich zu wenig. Dabei ist Sport aus verschiedenen Gründen zu empfehlen. Gestärkt wird die Muskulatur und es kommt zum Abbau von Stresshormonen. Es ist also sinnvoll für Dich, nicht mehr zu den Bewegungsmuffeln zu gehören.

  1. Nach 6 Monaten dauerhaft Low Carb ernähren

Kohlenhydrate werden heute von verschiedenen Ernährungsexperten mit Stoffwechselproblemen in Verbindung gebracht. Eine Umstellung der Ernährung von heute auf morgen ist eine extreme Herausforderung. Über einen gewissen Zeitraum hinweg kannst Du es jedoch schaffen.

  1. In 12 Monaten zum Aktienguru werden

Vermögensanlage ist ein anfangs schwieriges Gebiet. Wenn Du allerdings am Ball bleibst und Dein Ziel verfolgst, kannst Du schon in kurzer Zeit erste Erfolge wahrnehmen.

Erfolg durch kleine Schritte

In fünf Jahren Millionär sein – im ersten Moment klingt das Ganze mehr oder minder illusorisch. Und als Ziel, das scheinbar nicht zu schaffen ist. Aber auch:

  • der Schulabschluss
  • Vermögensaufbau
  • Abnehmen
  • ein eigener Webshop

sind Herausforderungen, die Zeit und Energie kosten. Wie lassen sich solche Ziele erreichen? Um sich dabei nicht zu verlieren, sondern am Ende auch dort anzukommen, ist die Taktik der kleinen Schritte oft erfolgreich.

Der Weg zum übergeordneten Ziel wird dabei in viele kleine Zwischenschritte zerlegt. Und diese Mini-Ziele kannst Du anschließend oft sehr viel einfacher erreichen als immer nur ein großes Ziel im Auge behalten zu müssen – und dieses am Ende vielleicht sogar aus dem Blickfeld zu verlieren. Dabei ist es wichtig, dass Du auch die Zwischenziele mit Bedacht auswählst, um sich hier nicht zu „verzetteln“.

Jeder Zwischenschritt muss sich konkret an Vorgaben halten – sprich eine konkrete Zielmarke vorgeben und ein dazu passendes Datum. Auf diese Weise geht die Motivation nicht verloren. Im Gegenteil, sie wird immer wieder neu angeschoben. Gleichzeitig richten sich Energie und Fokus immer auf das nächste kleine Ziel – ohne sich von anderen Faktoren ablenken zu lassen.

Das funktioniert im Übrigen auch sehr gut beim Lernen für eine wichtige Prüfung. Das große Ziel (erreichen der Prüfung) steht dabei für Dich schon fest. Um das Lernpensum zu bewältigen, teilst Du den Weg dorthin in kleine Schritte und setzt Dir für jeden Tag ein kleines Zwischenziel. So schaffst Du den gesamten Stoff und kommst am Ende erfolgreich zum Ziel!

Motivationskillern den Kampf ansagen

Ziele setzen ist einfach. Diese dann aber auch zu erreichen, wird viel schwieriger. Im Alltag warten unzählige Motivationskiller nur darauf, Dich von Deinem Ziel abzubringen. Einige sind ganz typisch – wie der innere Schweinehund. Letzterer ist meist einfach die Bequemlichkeit.

Wenn Du Dir Ziele setzt, willst Du Veränderung. Dabei haben wir uns doch so schön und bequem im Alltag eingerichtet – warum also etwas daran ändern? Sich verändern heißt aus der Komfortzone ausbrechen, was wir als unangenehm empfinden. Und genau hier liegt ein Motivationskiller.

Auf der anderen Seite sind es oft sehr individuelle Motivationskiller, welche uns frustrieren – und von den gesteckten Zielen ablenken. Einfaches Beispiel: Wenn Du Deinen Schulabschluss nachholen willst, musst Du lernen. Dazu gehören auf der einen Seite die richtigen Lerntechniken. Andererseits kommt es auch darauf an, Erfolge zu haben. Letztere sind nicht einfach nur dazu da, um den Lernerfolg zu bestätigen. Misserfolg zehrt die Motivation auf. Und auf lange Sicht führt dies dazu, dass Du das Ziel aus den Augen verlierst.

Aber auch zu hohe Erwartungen – und damit zu hoch gesteckte Ziele – sind ein Motivationskiller. Diese führen nämlich dazu, dass wir die Ziele verfehlen. Und damit steht wieder ein Misserfolg mehr zu Buche, welche sich letztlich negativ auf die Motivation auswirkt.

Kleine Belohnungen sollen sein

Misserfolg und Erfolg entscheiden darüber, wie hoch die Motivation beim Erreichen eines Zieles bleibt. Umso wichtiger ist es, Dich mit Belohnungen – also den kleinen und großen Erfolgen – anzuspornen. Wie können diese aussehen?

Beim Abnehmen darf es dann doch mal ein Eis oder ein Stück Kuchen sein. Vielleicht besuchst Du mit dem Partner aber auch mal wieder ein Restaurant. Und für den Erfolg in einer Prüfung darf es auch mal ein Konzert oder ein Theaterticket sein. Wichtig ist, dass Du die Belohnung auch als solche empfindest –damit bekommt das Ganze eine individuelle Note. Deine Belohnungen mögen also für jemand Anderen eventuell sogar eher demotivierend wirken.

Fazit: Mit Selbstmotivation das Leben verändern

Im Job auf der Stelle treten oder privat unzufrieden – Situationen, in denen Veränderungen gefragt sind. Das Beispiel sind die guten Vorsätze fürs neue Jahr. Regelmäßig scheitern wir daran. Ein Grund sind einfach zu hoch gesteckte Ziele. Ein anderer Grund ist die fehlende Motivation. Letztere ist der Grundstein, um überhaupt die Zielsetzung zu erreichen. Allerdings existiert die Motivation nicht einfach für sich. Es gibt Möglichkeiten, Dich selbst – auch auf Dauer – zu motivieren. Ziele erreichbar zu machen, statt Luftschlösser zu bauen, ist eine Option. Kleine Belohnungen zu nutzen, um Dich immer wieder zu motivieren, kann ebenfalls sehr gut funktionieren. Wichtig ist nur, dass die Tricks tatsächlich wirken.