Coaching: Definition, Differenzierung, Voraussetzungen

Du willst genau wissen, was Coaching ist?

Coaching ist eine Wegbegleitung. Der Mensch wird in seiner einzigartigen Individualität erkannt und gefördert. Im Coaching werden die Begabungen und Möglichkeiten des Klienten deutlich gemacht. So wird das Beste im Menschen geweckt, der Erfolgsweg erkannt und der Coach begleitet und erinnert immer wieder an den gewählten Weg.

Unsere Klienten sind Menschen, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Sie nutzen das Coaching so lange, wie ihnen das Feedback, die Reflexion und die Begleitung nützlich sind. Coaching hat sehr viel zu tun mit Spaß, Lebensfreude, mit Erfolg und Erfüllung und wir arbeiten immer  intensiv daran, dass vor allem bei hochsensiblen und hochbegabten Menschen ihre Besonderheit nicht mit deinem Defizit assoziiert wird.

Coaching fördert Menschen bei der Entfaltung ihrer persönlichen Potenziale und der Selbstorganisation im Berufs- und Privatleben. Im Coaching unterstützt den Klient/In bei der aktiven Gestaltung der persönlichen Entwicklung, sozialen Rollen und Beziehungen sowie bei der Bewältigung von Entscheidungs- und Handlungsanforderungen im Arbeits- und Privatleben.

Im Dialog zwischen Coach und Klient werden Reflexions- und (Selbst-)Erfahrungsräume eröffnet und Klärungsprozesse initiiert. Durch die Erschließung neuer Perspektiven werden Entwicklungspotenziale und Handlungsspielräume erschlossen, Lern- und Veränderungsprozesse angeregt und begleitet sowie die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit gestärkt. Die zentrale Aufgabe von Coaching ist die Stärkung und Förderung der Selbstreflexionsfähigkeit, der Orientierungs- und Entscheidungsfähigkeit sowie der Handlungskompetenz der Person.

Coaching unterstützt die Resilienz der Person und ihre Fähigkeit zu (selbst-)verantwortlichem Handeln insbesondere in Situationen individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Veränderung. Coaching stärkt und fördert den individuellen Entwicklungs- und Bildungsprozess – auch im Sinne der Idee des „lebenslangen Lernens“.

Die Grundlage des Coachingprozesses ist der Dialog zwischen Coach und Klient. Coaching ist vertraulich und findet in einem geschützten Rahmen statt. Der Coachingprozess ist strukturiert, methodengeleitet und zeitlich begrenzt. Die Coachingziele und -themen werden durch den Klienten bestimmt und zu Beginn zwischen Coach und Klient verbindlich vereinbart. Trotz der Zielorientierung bleibt der Coachingprozess ergebnisoffen.

Im Unterschied zur reinen Fachberatung versteht sich Coaching als eine Form der reflexiven Beratung, in der die Ressourcen des Klienten erschlossen werden und der Klient zur selbstän-digen Aufgabenbewältigung befähigt wird. Coaching setzt daher die Bereitschaft zur aktiven Beteiligung des Klienten voraus.

Coaching ist durch Theorie- und Methodenvielfalt gekennzeichnet, um das komplexe Gegenstandsfeld erfassen und bearbeiten zu können. Die verwendeten Theorien und Methoden entstammen vorwiegend den Sozial- und Geisteswissenschaften wie vor allem der Pädagogik, der Psychologie, der Soziologie, den Wirtschaftswissenschaften, der Philosophie oder den Sprachwissenschaften.

Coaching basiert auf einem Dienstleistungsvertrag, in dem Zielsetzung und Rahmenbedingungen der Auftragserfüllung (wie Ort, Zeitrahmen, Vorgehen, Evaluation, Honorarabsprachen, Verschwiegenheit etc.) geregelt sind.

Der Coach verpflichtet sich zur Verschwiegenheit und zur aktiven Sicherung der ihm anvertrauten Informationen. Die Schweigepflicht gilt in dem zu Beginn der Beratungsbeziehung vereinbarten Umfang auch ggf. gegenüber der beauftragenden Organisation, die das Coaching finanziert. Die Weitergabe von Informationen ist nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Klienten statthaft.

Ziel einer Expertenberatung ist die Unterstützung bei der Lösung eines Problems durch die Bereitstellung besonderen Wissens und Informationen an den Beratungsklienten. Die Bereitstellung und Vermittlung von vertieftem Expertenwissen ist in aller Regel nicht Gegenstand im Coaching. Coaching baut auf der Expertise des Leistungserbringers zur Gestaltung und Steuerung von Reflexions- und Selbstreflexionsprozessen beruflichen Handelns auf und fokussiert die entsprechende Kompetenz der Beratungsklientinnen und -klienten. Das Coaching mit Anne Heintze ist gegebenenfalls auch eine Kombination zwischen Coaching und Expertenberatung.
Ziel einer Psychotherapie ist die Heilung einer professionell diagnostizierten psychischen Erkrankung, zumindest aber deren Linderung. Der Psychotherapeut verfügt über die für diese Aufgabe erforderliche diagnostische und therapeutische Expertise sowie die erforderliche Approbation. Weder stellt das Coaching eine psychotherapeutische Behandlung dar, noch ersetzt es diese. Dies ist auch dann nicht der Fall, wenn Personen, die Coaching anbieten, über eine entsprechende Qualifikation als Psychotherapeut verfügen.

Ein Mensch geht dann in eine Therapie, wenn er alleine mit etwas nicht mehr fertig wird, wenn er traumatische Erlebnisse hatte, wenn er unter einer akuten Depressionen oder einem Burnout leidet, wenn etwas anderes gravierend nicht mehr funktioniert. Er ist im Ungleichgewicht und braucht die Hilfe eines anderen, weil er alleine nicht mehr klar kommt. Daher werden die Kosten für eine Therapie von den Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen auch übernommen. Die Psychotherapie ist ein längerer Prozess mit mehreren zu Beginn vereinbaren Sitzungen in engerem Zeitabstand.

Eine Therapie sollte vor einem Coaching unbedingt beendet sei. Sobald diese abgeschlossen ist, kann ein Coaching anschließen.

Beim Training (von irgendetwas, ganz egal…) wird eine Fertigkeit, ein Verhalten oder eine Leistung durch Wiederholung so lange eingeübt, bis die körperliche, kognitive und emotionale Konstitution so verbessert ist, dass eine erhöhte Leistungsfähigkeit in dem jeweiligen Bereich resultiert.

Training dient dem gezielten Auf- und Ausbau bestimmter Verhaltensweisen, d.h. es steht meist das Erlernen eines für entsprechende Situationen „idealen“ Ablaufmusters im Vordergrund. Die individuellen Bedürfnisse des zu Trainierenden sind dabei zwar maßgeblich, aber der Schwerpunkt ist weniger das Individuum als eben das individuelle Verhalten bzw. die Trainingsinhalte. Typische Beispiele für solche Trainings sind Verkaufstrainings, Moderationstrainings, Rhetoriktrainings uvm. Besonders charakteristisch für Trainings ist der Aspekt der Übung, die im Beisein des anleitenden, Feedback gebenden und korrigierenden Trainers und unter Selbstanleitung praktiziert wird.
Allgemein ist bei allen Formen des Trainierens wichtig, sowohl Unter- als auch Überforderung zu vermeiden, da andernfalls die Wirkung des Trainings weder effizient noch optimal ist.
 
Umgangssprachlich spricht man bereits bei einer einmalig durchgeführten Übungseinheit von Training. Im wissenschaftlichen Diskurs wird zwischen Übung und Training unterschieden. Denn eine Übung kann eine kurzfristige Anpassung bedingen. Systematisches Training zielt darauf, möglichst langfristig stabile Anpassungserscheinungen, d. h. Trainingseffekte zu erzielen.
Der Begriff Selbstmanagement bezeichnet die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgskontrolle durch Feedback.

Wenn du die Fähigkeit besitzt, dich selbst zu managen, kennst du Strategien die dir helfen, dein Leben in der Hand zu haben und dabei mit deiner Gefühlswelt in Einklang zu bleiben. Wenn dein Selbstmanagement topfit ist, kannst du

  • dich selbst beobachten und deine Gefühle analysieren
  • deine Gefühle gut beeinflussen und steuern
  • Selbstinstruktionen gut nutzen, um Probleme zu bewältigen
  • Strategien entwickeln, um Ziele zu erreichen
  • Selbstkontrolle einsetzen und diese gezielt nutzen
  • gut durchhalten, auch wenn’s mal schwierig wird
  • dich locker auf neue Situationen einstellen
  • auch bei Niederlagen kleine Frustrationen in Schach halten und ans Weitermachen denken
  • mit Stress gut zurechtkommen
  • deine Zeit bewusst nutzen und einteilen
  • leicht Neues dazulernen
  • dir eventuelle Fehler eingestehen und daraus lernen

Neben diesen Fähigkeiten ist beim Selbstmanagement auch wichtig, die eigenen Gefühle zu verstehen und diese beeinflussen zu können. Dazu ist es notwendig, dass du weißt, wie die Gefühle entstehen und welchen Einfluss sie haben.

Selbstwirksamkeit ist die Einstellung zu den Handlungen, die der Mensch ausführt. Ein Mensch mit wenig Selbstwirksamkeit traut sich selbst wenig zu. Er ist überzeugt davon, dass sein Leben eher vom Schicksal geprägt wird, als von den eigenen Handlungen. Dementsprechend ist auch seine Einstellung eher negativ geprägt. Oft finden sich diese Menschen in der Opferrolle wieder und lassen lieber andere Menschen agieren, als selbst den Antrieb zum eigenen Handeln zu finden. Wie sich so eine innere Grundhaltung auswirkt, ist sehr leicht vorstellbar.

Bei einem Menschen, der über eine hohe Selbstwirksamkeit-Erwartung verfügt, ist das Vertrauen in die eigenen Handlungen groß. Er ist überzeugt davon, dass die Handlung, die er ausführt, auch die Richtige ist. Er ist überzeugt, dass er etwas bewegen kann und dass sich durch das Handeln eine Veränderung einstellt. Die Selbstwirksamkeit drückt also das Vertrauen in das eigene Handeln aus. Ebenso ist das grundsätzliche Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit und die eigene Stärke inbegriffen.

Selbstwirksamkeit ist von Optimismus geprägt, da sämtliche Gedanken, Gefühle und Handlungen einer positiven Grundhaltung entspringen. Das erweitert natürlich auch die Möglichkeiten der Selbstbestimmung. Wer über eine hohe Selbstwirksamkeit verfügt, wird auch den Glauben haben, den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Man könnte auch sagen: „Kein Weg ist dir zu weit und kein Berg zu hoch, um im positiven Sinne die Herausforderung bewältigen zu können.“