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Das Geschenk, eine Frau zu sein

Es ist längst an der Zeit. An der Zeit, zu erkennen, dass es ein Geschenk ist, eine Frau zu sein.

Leider existiert in unserer Gesellschaft in weiten Teilen immer noch ein irrationales Bild vom weiblichen Wesen, das die Entstehung negativer Emotionen wie Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle im Inneren der Frauen begünstigt. Misogynie, das Streben nach Schönheitsidealen und Generationenkonflikte zwischen Müttern und Töchtern, sind nur einige der vielen Probleme, die es zu bewältigen gilt – in kleinen und großen Schritten. Nur so gelangen Frauen zur Erkenntnis ihres wahren Werts.

Problem 1: Misogynie im öffentlichen Raum und hinter verschlossenen Türen

Misogynie bedeutet Frauenhass

Vor vielen Jahren verbrannten im Zuge der Hexenverfolgung oder nur aus dem Grund, dass sie ohne männlichen Vormund das Haus verließen, zahlreiche Frauen in Feuersbrünsten. Doch auch heute sind die weiblichen Geschöpfe überall auf der Welt noch grausamsten Ungerechtigkeiten und Qualen ausgesetzt. In chinesischen Gefängnissen sind Folterungen und Vergewaltigungen der inhaftierten Frauen an der Tagesordnung, im afrikanischen Nigeria sterben sie durch Steinigung und Pakistanerinnen werden als Strafe für Vergehen missbraucht, während afghanischen Mädchen das Überschütten mit Säure droht, wenn sie es wagen, die Schule zu besuchen – zahlreiche Lehrerinnen, die an Mädchenschulen unterrichteten, mussten bereits ihr Leben lassen.

Schluss mit Missachtung

Neben der offensichtlichen Misogynie gibt es auch die totale Missachtung von Frauen hinter verschlossenen Türen. In der Familie, beziehungsweise in der Partnerschaft, ereignen sich immer wieder furchtbare Verbrechen, die das vermeintlich stärkere männliche Geschlecht den Frauen antut. Es ist schlimm genug, dass Vergewaltigung in der Ehe in Deutschland erst seit dem Jahre 1997 unter Strafe steht; doch als mindestens ebenso schwerwiegend erweist sich die Tatsache, dass die wenigsten Frauen den Schritt zur Anzeige wagen – aus Angst und wegen fehlendem Selbstwertgefühl.
Zu lange waren Frauen den Männern in der Vergangenheit rechtlos und damit restlos ausgeliefert.

Problem 2: Das Streben nach Schönheitsidealen und der Mangel an Zusammenhalt

Unsere Gesellschaft hat seit langem ein Schönheitsideal entworfen, dem nachzueifern bereits kleine Kinder animiert werden. Dies beginnt mit dem Geschenk der ersten Barbiepuppe – so schön und makellos soll das junge Mädchen auch einmal sein. Häufig unterstützen Eltern und andere Erziehungsverantwortliche dieses Streben und intervenieren gar nicht oder zu spät, so dass es nur logisch scheint, dass sich häufig ein völlig irrationales Selbstbild in den heranwachsenden Mädchen bildet. Markante Zeichen dieser Fehlentwicklung sind unter anderem teure Schönheitsoperationen im Gesicht, an den Brüsten oder dem Bauch, denen keinerlei physisch bedingter, sondern lediglich ein psychischer Faktor zugrunde liegt.
Wer dem vorgegebenen Ideal nicht entspricht, muss oft Nachteile fürchten – sei es in Form von Mobbing durch Mitschüler oder Arbeitskollegen oder minimierten Chancen, den Traumpartner für sich zu begeistern.

Unsere Welt ist generell zu sehr fixiert auf das Äußere, eine Oberflächlichkeit, die besonders Frauen zusetzt. Durch die vorrangige Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen machen sie sich politisch und sozial in gewisser Weise selbst unmündig. Sie vergessen innere Werte und definieren sich weitestgehend über die Optik. Hinzu kommen belastende Vergleiche mit anderen Frauen; anstatt sich zu solidarisieren und gemeinsam für den herausragenden Wert der Frau zu kämpfen, bekämpfen sie sich vielmehr gegenseitig, indem sie einander mit Misstrauen und Neid begegnen.

Problem 3: Kontraproduktive Generationenkonflikte zwischen Müttern und Töchtern

Das was für Frauen im Allgemeinen gilt, trifft zu einem gewissen Teil auch auf die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern zu. Die wenigsten jungen Frauen möchten so werden wir ihre jeweilige Erzeugerin. Und Müttern fällt es umgekehrt oft wahnsinnig schwer, die Wünsche und Lebensvorstellungen ihrer Töchter zu akzeptieren oder gar zu verstehen. Töchter erkennen das Erfahrungspotenzial ihrer Mütter häufig nicht an und fühlen sich ihnen überlegen. Aus diesen Konflikten resultiert der fürchterliche Teufelskreis in Gestalt eines Konkurrenzkampfs, in dem sowohl die älteren als auch die jüngeren Frauen ihre wertvollen Energien vergeuden. Viel hilfreicher wäre es, die beiden Generationen würden einen Weg zur gemeinsamen Verständigung suchen und sich gegenseitig unterstützen und dadurch stärken – denn im Grunde sind Frauen stark.

Mütter und Töchter

Psychologisch wird die Beziehung zwischen Mutter und Tochter als die komplexeste zwischenmenschliche Bindung überhaupt angesehen. Im Laufe des Lebens bewegt sie sich hin zu einem Spannungsfeld zwischen Liebe, Fürsorge, Stolz und Anerkennung auf der einen sowie Abhängigkeit, Neid und Eifersucht auf der anderen Seite. Während sich das kleine Mädchen zunächst häufig vollkommen mit seiner Mutter identifiziert und sie als Vorbild ansieht, ändert sich dies meist mit dem Eintreten der Pubertät – einer Zeit, die gleichbedeutend ist mit dem Finden der eigenen Identität. Die Jugendliche rebelliert gegen ihre Mutter und empfindet sie zuweilen auch als „peinlich“. Kräftezehrende Diskussionen sind die Folge, die oft vor allem die Mutter enorm verletzt zurücklassen. Umgekehrt fühlen sich die jungen Frauen zum Teil bevormundet, in eine Richtung gedrängt, die sie nicht einschlagen wollen. All diese Streitigkeiten verstärken die inneren Selbstzweifel der Frauen.

Glück: Frau sein mit allem, was das Leben einer weiblichen Seele so einzigartig macht

Eine Frau zu sein, ist ein Geschenk. Es gibt zahlreiche Gründe dafür, die zu weiten Teilen sogar wissenschaftlich erwiesen sind: Frauen besitzen die starke Fähigkeit, intensiv zu fühlen, sowohl seelisch als auch physisch – schließlich findet sich am weiblichen Körper nicht nur eine einzige erogene Zone. Frauen sind in der Lage, größte Schmerzen auszuhalten und neues Leben zu schenken.

Trotz aller Grausamkeiten der früheren und auch neuen Zeit, erkannten schon die Seeleute den unschätzbaren Wert der weiblichen Geschöpfe. „Frauen und Kinder zuerst“ rief Major Alexander Seton Mitte des 19. Jahrhunderts im Zuge der Rettungsaktion, als der britische Dampfer „Birkenhead“ unterging. Frauen sind der wichtigste Bestandteil menschlichen Lebens, ihre Existenz ist Voraussetzung für den Fortbestand des Homo sapiens.

Es darf nicht mehr sein, dass Frauen ungerechtfertigterweise abscheulichsten Qualen ausgesetzt werden – im öffentlichen, wie im privaten Leben. Es darf nicht mehr sein, dass sich Frauen – fremde oder „befreundete“ untereinander ebenso wie Mütter und Töchter – gegenseitig bekämpfen. All die aus den zahlreichen negativen Mythen und unerreichbaren Idealen entstandenen Selbstzweifel und Minderwertigkeitsempfindungen müssen ein Ende finden.

Liebe Frauen, hört auf, euch zu beneiden, hört auf, euch zu schämen, hört auf, euch zu unterwerfen – ihr tragt so unermesslich viel Wert in eurem Inneren, in eurer gefühlvollen Seele! Werdet euch dessen bewusst.

Ja, es ist längst an der Zeit. An der Zeit, zu erkennen, dass es ein Geschenk ist, eine Frau zu sein.

Sig

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Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

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