• Spät erkannte Hochbegabung

Zwischen Wut und Trauer: Die Auswirkungen einer spät erkannten Hochbegabung. Es ist NIE zu spät!

Hochbegabung: Viele  hochbegabte Menschen, denen ihre besondere Gabe bisher fremd war, lebten ihr Leben bis zur „Entdeckung“ in einem großen Gefühl von Einsamkeit.

Sie fühlen sich unverstanden, irgendwie falsch, fremd, – wie von einem anderen Stern. Manchmal sind sie in ihrer Familie krasse Außenseiter, manchmal ist aber auch die ganze Familie vom Außenseitertum geprägt, denn Hochbegabung taucht in vielen Familien vielfach auf. Wenn sie dann über Generationen hinweg unerkannt und ungefördert bleibt, kann das zu absurd-komischen oder auch traurig-tragischen Familiengeschichten führen.

Wenn ich Erwachsene treffe, die erst spät von ihrer Hochbegabung erfahren haben oder wenn ich das große Glück habe, an diesem Erkenntnisprozess beteiligt zu sein, bin ich oft tief berührt über die große Dankbarkeit, die sichtbare Erleichterung, über ihr Aufblühen und das Lachen in den wachen Augen. Viele beginnen ihre Lebensgeschichte neu zu erzählen, so, als hätten die geänderten Vorzeichen alles in ein anderes Licht gerückt, als hätten sich ihre Perspektiven vollständig geändert.

Diese neuen Perspektiven ermöglichen eine neue Deutung dessen, was war und oft fällt eine Vergangenheit zusammen wie ein Kartenhaus. Was einmal war, ist nicht mehr stimmig – die Wirklichkeit ist neu, ist eine andere geworden.

Die neu entdeckte Tatsache hochbegabt zu sein und das Staunen darüber bewirken jedoch nicht nur eine Relativierung der Vergangenheit.

Nein, viel wichtiger ist das Gefühl sich wie neu erschaffen, „wie am Anfang des Lebens“ zu fühlen. So hat es eine liebe Freundin einmal bezeichnet. Es ist unwichtig, wie alt man ist – das Wissen um eine Hochbegabung kann erdrutschartige Erkenntnisprozesse in Gang setzen. Ein staunendes Aha-Erlebnis nach dem anderen, plötzliche Klarheit und eine neue Sinnhaftigkeit ermöglichen spät erkannten Hochbegabten oft, einen neuen Platz in ihrem Leben zu finden, ihn einzunehmen und ganz neue Wege zu gehen.

Mehr zu dieser Thematik in meinem Buch „Außergewöhnlich normal – Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel: Wie Sie Ihr Potential erkennen und entfalten“.


 

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Es ist nie zu spät um so zu sein, wie man gemeint ist.

Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

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