Du bewunderst Menschen, die trotz einer offensichtlichen Niederlage noch immer nicht deprimiert am Boden liegen und der Situation sogar noch etwas Gutes abgewinnen können? Weshalb es auch dir gelingen kann, dir deine Wirklichkeit so zu erschaffen, dass sie zu dir, deinem empathischen Empfinden und deiner Lebenssituation passen und wieso das sehr viel mit Selbstschutz und -verantwortung zu tun hat, erzählen wir dir jetzt.

Stell dir hierfür einmal folgende Ausgangssituation vor: Du kommst zu spät zum Meeting. Du betrittst den Raum und dein persönlicher Albtraum wird wahr: 30 Personen starren dich an, alle beobachten dich und folgen dir mit ihren Blicken, wie du dir einen Stuhl suchst und dich setzt. Dir wird heiß und du hast instinktiv einen Fluchtwunsch. Das ist eine Realität vieler hochsensitiver Empathen, vielleicht ist es auch deine Realität?

Jeder Mensch schafft sich seine Realität

Wie war dieser Augenblick wohl für die anderen Personen im Raum? Wie haben sie dich wahrgenommen? Ein Kollege hat währenddessen ein Glas Wasser verschüttet und dachte eigentlich eher, dass alle Kollegen ihn anstarren. Der Rest hat vielleicht einfach nur bemerkt, dass du kommst und dann weiter der Präsentation gelauscht. Wieder andere haben gar nicht realisiert, dass du dazu gekommen bist. Die Situation wurde also von jeder Person ganz individuell wahrgenommen. Deine Wirklichkeit, deine Realität hat aber für viel Stress für bei dir gesorgt. Umso wichtiger also, dass du von nun an erkennst, dass deine Wahrheit nicht aller Menschen Wahrheit ist. Du interpretierst bislang vielleicht viele Momente viel dramatischer als sie eigentlich sind und stehst dir deshalb selbst im Weg.

Wovon hängt unsere Realität ab?

Hast du Erfahrungen in deiner Kindheit gemacht, die dich nachhaltig geprägt haben? Ganz bestimmt. Auch wenn du dir dessen gar nicht bewusst bist, so prägt dich deine Vergangenheit nachhaltig. Menschen, die auch im erwachsenen Alter noch unter Unsicherheit leiden und kaum Selbstbewusstsein haben, haben in ihrer Kindheit oft Sicherheit und Selbstvertrauen nicht lernen können. Aber die Kindheit ist lange vorbei. Wir können sie überwinden und unsere wirksame Gegenwart, unsere Realität selbst kreieren, denn unsere Realität hängt zu einem ganz großen Teil von jenen Dingen ab, die wir für „wahr“ halten.

Du denkst, du bist für irgendetwas zu schwach?

Damit beeinflusst du die Realität, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du dich nun wirklich schwach fühlst und etwas nicht erreichst, obwohl du es eigentlich locker könntest. Du redest dir DEINE Realität so lange ein, bis du sie glaubst und sie ganz fest verankert ist mit deiner Psyche und deinem Körper. Du fühlst dich schwach und erreicht etwas nicht. Bei Prüfungen ist das häufig der Fall: Wer Panik hat, glaubt, er schaffe das einfach nie. In der Prüfung sind gerade diese empathischen Menschen von ihrer Angst geplagt und verzetteln sich und können sich nur schwer konzentrieren. Unsere Realität hängt also auch von unseren alten Ängsten und früheren Erfahrungen ab.

Das heißt, wenn du schon drei Mal durch die Fahrprüfung gefallen bist, dann lehrt dich deine Erfahrung, dass du es beim vierten Mal auch nicht schaffen wirst. Denn deine Realität entsteht auch aus dem, was du bisher erfahren hast und für die Zukunft glaubst. Du gehst gar nicht davon aus, dass du eine andere Erfahrung machen könntest. Dabei könntest du dir deine eigene Realität erbauen und würdest dadurch an Selbstvertrauen gewinnen. Das ist gar nicht so schwer. So geht es:

So veränderst du deine Wirklichkeit

Du kannst deine eigenen Gedanken sehr wohl beeinflussen! Du bist ihnen nicht einfach so ausgeliefert. Du hast die Wahl! Das beginnt am Morgen mit dem allerersten Gedanken. Du willst nicht aufstehen, wenn du an die ganze Arbeit denkst, die im Büro auf dich wartet. Und überhaupt steht heute ein wichtiger Termin mit dem Chef an und du bist überhaupt nicht vorbereitet und dir alles aus dem Ärmel schütteln. Das kann ja nur schief gehen und der Tag ist bereits dann im Eimer, kaum dass du den ersten Gedanken fasst. Das muss so aber nicht sein. Puh … wie der Tag eines Menschen aussieht, der so darüber denkt, ist sonnenklar.

Denke ab sofort positiv.

Wieso sollte das beim Chef nicht funktionieren? Schließlich mag er dich und du kannst gut improvisieren. Stell dir stattdessen am Morgen vor, was du heute alles Gutes erleben wirst. Du schaffst deine Arbeit und wenn du sie nicht schaffen wirst, dann liegt das nicht daran, dass du zu faul oder zu langsam bist, sondern daran, dass die Menge gar nicht zu schaffen ist. Dann findest du eine Lösung, weil du nämlich gut darin bist, Lösungen zu finden. Das ist eine hilfreiche Einstellung für die Herausforderungen des Lebens für alle reifen Empathen.

Deine Wirklichkeit wird ganz massiv davon beeinflusst, wie du zu dir selbst stehst. Beginne ab sofort, dir selbst gut zuzureden. Auf diese Weise steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch deine Fähigkeiten wachsen. Schließlich merkt dein Gegenüber, wenn du unsicher vor ihm oder ihr sitzt und deine Arbeitsergebnisse wenig selbstbewusst rüberbringst. Finde dich selbst gut, dann finden dich auch andere gut!

Schlechtes hat keinen Platz in deinem Leben

Ja, du kannst deine Realität konstruieren, indem du sie dir baust, wie sie dir gefällt. Du musst keinen Platz haben für schlechte Gedanken und schlechte Erfahrungen. Du musst daraus auch nicht permanent lernen und etwas ableiten. Fehler macht schließlich jeder von uns ständig, das sollte dich nicht weiter stören. Schiebe die negativen Gedanken einfach weg. Das heißt übrigens noch lange nicht, dass du andere Personen die Schuld an deinen Fehlern geben musst. Das wäre keine richtige Schlussfolgerung daraus, aber Empathen neigen dazu eh wenig. Schließlich erkennen sie leicht, dass sie am besten selbst Verantwortung übernehmen für alles, was in ihrem Leben geschieht. Das kannst du so auch erkennen, denn nur so kannst du lernen, Verantwortung zu übernehmen für das, was in deinem Leben geschieht.

Ganz egal, wie schlimm deine Erfahrungen und Lebenssituationen wirklich sind: Du beeinflusst sie am meisten mit deinen Gedanken, denn sie bestimmen, welche Haltung du diesen Ereignissen gegenüber einnimmst. Fang ganz einfach an: Von nun an solltest du jeden Abend vor dem Einschlafen an schöne und gute Dinge denken. An all die Sachen, die du heute gut gemacht hast. Diese Gedanken kannst du trainieren und ganz bewusst alles Schlechte von dir wegschieben. Du wirst nach und nach lernen, mit den positiven Erfahrungen einzuschlafen und bald auch deine Träume auf diese Weise beeinflussen können. Dann hast du es fast geschafft, denn dein Unterbewusstsein zehrt nun von den positiven Erfahrungen.

Glaube an dich!

Du kannst es! Du schaffst es!

Erinnere dich an den Sportunterricht der Oberstufe. Du nimmst Anlauf und sollst über den Bock springen. Die ersten beiden Male gingen schief. Mit welcher Motivation und mit welchem Glauben ranntest du nun zum dritten Mal los? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass du gar nicht mehr an dich glaubst und sowieso davon ausgehst, dass du es wieder nicht schaffst. Und gerade deshalb hast du es vermutlich auch nicht geschafft.

Mit dem richtigen Glauben kannst du als machtvoller Empath allerdings fast alles erreichen.

Rede dir selbst gut zu: „Ich kann das!“. Und lerne gleichzeitig auch, das zu glauben und darauf auch zu vertrauen, was du denkst. Spüre es in dir !!! Glaube deinen Selbstzweifeln nicht. Vertraue dir und deinen empathischen Fähigkeiten und motiviere dich selbst, sie glückvoll zu leben. Manche Menschen müssen das lautstark vor dem Spiegel tun und sich selbst sagen, dass sie gut sind und es schaffen können. Andere hingegen müssen sich zur Selbstmotivation Merksätze notieren. Wie du dich am Ende selbst motivierst, bleibt dir überlassen. Aber tun musst du es allein! Aktiv. Warte nicht darauf, dass dir ein anderer Mensch seine Wahrheit einredet und deine Empathie für seine Zwecke ausnutzt.

Glaube an dich und daran, dass du alles erreichen kannst, was dir entspricht.

Vielleicht wirst du trotzdem nicht alles sofort schaffen. Und es macht auch keinen Sinn, wenn du dir einredest, du könnest fliegen. Du kannst trotzdem nicht fliegen. Doch davon sprechen wir hier nicht. Es geht schließlich nicht darum, sich Wirklichkeiten einzureden, die völlig am wahren Leben vorbei gleiten. Eine Matheprüfung besteht eben auch niemand, der noch nie im Leben etwas dafür gelernt hat, völlig egal, wie stark diese Person an sich selbst glaubt. Du kannst aber deine Wirklichkeit konstruieren, wie sie für dich passt.

Dein Glaube an dich kann Berge versetzen und gibt dir neue Kraft, wo andere vielleicht längst aufgegeben haben.

Reife Empathen erkennen die Macht ihrer Gedanken und betreiben Psychohygiene, indem sie sich selbst nicht alle Gedanken glauben und erkenne, wenn von außen etwa an sie herangetragen wird, was mit ihnen selbst nichts zu tun hat.