In der Meditation hörst du vorübergehend auf DU zu sein.

Indem du nichts mehr tust von dem, was du normalerweise machst, wird das DU immer weniger. In der OpenMind Meditationslehrer Ausbildung lernst du das Feld der Einheit kennen und Menschen dorthin zu begleiten.

Im Alltag drücken wir unser ICH pausenlos durch unser Verhalten aus.

Keine Sekunde lang halten wir still, wir tippen auf Tasten, gehen, reden, lesen und selbst wenn wir scheinbar stillsitzen, bewegen wir unsere Beine oder Hände und ruckeln herum.

Wir lauschen dem Gespräch am Nachbartisch, blicken einem Vogel nach oder rühren in unserer Kaffeetasse.

Selbst wenn die äußeren Tätigkeiten wegfallen würden, was so gut wie nie geschieht, denken und fühlen wir, erinnern uns, schmieden Pläne im Geist, spüren den Körper und fühlen unsere Emotionen.

All das tun wir auf unsere einzigartige Weise.

Niemand verhält sich genauso wie wir.

Die Kombination aller großen und kleinsten Tätigkeiten ergibt unser unverwechselbares ICH.

In der Meditation hören wir genau damit auf. Wir tun nichts mehr von alldem.

Gut, zumindest versuchen wir es.

Und so reduziert sich das, was uns zu ICH macht nach und nach auf ein Minimum.

Indem wir vorübergehend aufhören WIR zu sein, lösen sich die Grenzen des Individuums auf und wir tauchen ein in Grenzenlosigkeit, befinden uns in einer Einheitserfahrung.

In der Meditation bewegen wir uns nicht, denn wir würden uns auf UNSERE Art bewegen (wie denn sonst?!).

In der Meditation erlauben wir Denken nicht, denn wir würden bloß auf UNSERE Art denken (wie denn sonst?!) und somit das ICH innerhalb seiner Grenzen belassen.

Alles, was wir tun würden, ließe das ICH weiter bestehen.

Doch genau darin liegt die Absicht der Meditation; herauszufinden was IST, wenn das Ich vorübergehend verschwindet.

Dazu reicht jede einfache Methode.

Im Grunde meditieren wir gar nicht, wir konzentrieren uns.

Wir fokussieren uns so sehr, damit das ICH keinen Raum mehr einnehmen kann.

Erst ab dem Moment, wo das ICH restlos verschwunden ist, befinden wir uns in Meditation.

Keine Sorge, das ICH bleibt nicht verschwunden.

Im Gegenteil, in der Regel ist die erste Erfahrung von Meditation so beeindruckend, so besonders und so anders, dass wir fluchtartig wieder zurück ins ICH stürmen.

Meist wird der Frieden der reinen Meditation beim ersten Mal nur ein paar Sekunden lang erlebt bevor wir wieder in bekannte Gefilde zurückfallen.

Wir halten die reine Stille noch nicht lange aus.

Eigentlich müssten wir überglücklich sein, es endlich geschafft zu haben in Feld des reinen Seins einzutauchen, doch schon holt uns die Angst vor dem Unbekannten zurück in die Sicherheit des Vertrauten.

Wer jedoch bereit ist, bleibt länger in Dhyana, der wahren Meditation, denn die Stille und Klarheit sind atemberaubend und zu tiefst erfüllend.

Auch wenn alle Meditierenden dorthin wollen, halten die meisten diesen Zustand der Losgelöstheit von allem Bekannten anfänglich kaum aus.

Es braucht oft mehrere Anläufe und eine erfahrene Begleitung, bevor ein gesunder Umgang mit dem Sein jenseits des Ichs gefestigt ist.

So lade ich dich ein, im Rahmen der OpenMind Meditationslehrer Ausbildung, das Feld der Einheit kennen zu lernen und in Folge vielleicht auch andere Menschen dorthin zu begleiten.

Das Ende des Du ist erst der Anfang

Namsté
Ananda