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Emotionen? Emotionale, hochsensitive Menschen verstehen

Wer kennt das nicht:

Völlig regungslos verfolgen einige Menschen die täglichen Nachrichten. Andere hingegen könnten sich bei jeder Meldung aufregen, sich freuen oder mitfühlend in Tränen ausbrechen.

Anhand dieses recht banalen Beispiels kann man leicht erkennen, dass die Menschen grundsätzlich verschieden sind. Und das nicht nur anhand ihres Charakters, sondern auch, wie sie Emotionen wahrnehmen und verarbeiten.

Nicht jeder scheint sich von Gefühlen leiten zu lassen. Wenngleich diese Menschen schnell als gefühlskalt dargestellt werden, sieht dies Wirklichkeit ein wenig anders aus.

Jeder Mensch empfindet Emotionen

Wie stark diese jedoch wahrgenommen werden und durch eigenes Handeln wiedergespiegelt werden, hängt von der persönlichen Entwicklung ab. Hochsensible und hochsensitive Menschen empfinden mehr, tiefer und reagieren intensiver auf diese Wahrnehmungen.

Wie entstehen überhaupt Emotionen?

Emotionen sind Gefühle, die wir wahrnehmen. Davon gibt es eine Menge, die man grob in angenehme Gefühle und weniger schöne Gefühle unterteilen kann. Emotionen ermöglichen es erst, eine Handlung zu vollziehen. Das geht zurück bis zur Entstehung menschlicher Intelligenz. Denn Gefühle sind es letztendlich, die uns dazu bringen, zu handeln und zu reagieren. So spielt das Gefühl der Angst eine wesentliche Rolle für das Überleben. Würden wir keine Angst verspüren, würden wir in gefährlichen Situationen falsch handeln und womöglich unser Leben aufs Spiel setzen.

In der Wissenschaft wird die schnelle und nicht weiter durchdachte Handlung als emotionale Reaktion bezeichnet. Dabei ruft das Gehirn eine gespeicherte Emotion ab und reagiert prompt. Das ist am deutlichsten zu verstehen, wenn die Flucht vor etwas ergriffen wird. Hier analysiert der Mensch nichts weiter, sondern handelt sofort. Derartige Handlungen können jedoch auch fehlerhaft enden.

Aus diesem Grund lernt das Gehirn von Emotionen

Der Mensch ist grundsätzlich in der Lage über die Emotionen selber zu entscheiden und dementsprechend zu reagieren. Im Laufe des Lebens legen wir eine emotionale Datenbank an, die in bestimmten Lebenssituationen abgerufen werden kann und somit oftmals eine schnellere Handlung hervorrufen kann.

Medizinisch betrachtet gelten die Gefühle nach wie vor als eines der großen Rätsel der Menschheit. Zwar hat man im Laufe der Geschichte herausfinden können, dass es das limbische System im Gehirn ist, das als hauptverantwortlich für die Emotionen eingestuft wird. Doch inzwischen weiß man auch, dass sehr viele Regionen im Gehirn daran beteiligt sind, wahrgenommene Gefühle zu verarbeiten. Hierbei spielen auch immer Hormone eine wichtige Rolle. Denn in bestimmten Situationen veranlasst das Gehirn die Ausschüttung von Hormonen.

Beispiele, die zeigen, welchen Einfluss Gefühle und Hormone haben:

Verliebtsein – Ein Cocktail aus Hormonen

Wenn Amors Pfeil trifft, dann ruft das wunderbare Gefühle hervor. Dass es sich aus medizinischer Sicht betrachtet um einen wahren Hormon-Cocktail handelt, wissen die wenigsten. Dieser Cocktail aus Adrenalin, Dopamin und Noradrenalin wird durch positive Emotionen ausgelöst. Ein wunderbarer Beweis dafür, dass es eben die Gefühle sind, die unsere Wahrnehmung als auch unsere Handlung stark beeinflussen.

Lampenfieber – Der Körper ist in Alarmbereitschaft

Herzklopfen bis zum Hals, nasse Hände und leichtes Zittern in den Knien. Viele kennen diesen Zustand vor allem, wenn sie vor einer großen Prüfung stehen oder im Mittelpunkt eines Meetings. Nüchtern betrachtet, schüttet der Körper Unmengen an Adrenalin aus, welches wiederum dafür sorgt, dass man in höchster Alarmbereitschaft ist und somit hoch konzentriert.

Die emotionale Intelligenz

Im Zusammenhang mit Emotionen trifft man immer wieder auf den Begriff der emotionalen Intelligenz. Doch was hat es damit eigentlich auf sich? Als emotionale Intelligenz wird die Intelligenz bezeichnet, die darauf abzielt, wie man sich selber wahrnimmt und wie man mit anderen Menschen umgeht.

Über ein hohe emotionale Intelligenz verfügen Menschen, wenn sie zum einen in der Lage sind, starke Gefühle sicher zu lenken und sich nicht von ihnen zu fehlerhaften Handlungen verleiten lassen. Darüber hinaus sind diese Menschen in der Lage, sich gut in das Empfinden anderer hineinzudenken. Viele suchen oftmals einen Rat bei ihnen und gelten unter den Mitmenschen als besonders hilfsbereit und freundlich.

In der heutigen Gesellschaft wird immer mehr Wert auf derartige Eigenschaften gelegt. Es genügt also nicht mehr, sich ausschließlich auf das Wissen zu verlassen. Auch Emotionen tragen heute dazu bei, einen guten Job oder einen Partner fürs Leben zu finden oder einfach sicher im Leben zu stehen. Aber gerade bei feinfühligen Menschen ist es wichtig, dass sie vor allem auch sensibel für sich selbst und ihre Bedürfnisse sind.

Interpretation von Emotionen

Werden Gefühle falsch interpretiert, kann das im Leben fatale Folgen haben. Das beste Beispiel zeigt sich an der Gewaltbereitschaft junger Menschen. Oftmals interpretieren sie einfach den Gesichtsausdruck und das Handeln der Menschen ihnen gegenüber als abwertend. Das wiederum sorgt bei ihnen sofort für ein aggressives Verhalten.

Doch nicht nur Gewalt und Aggressionen werden durch eine fehlerhafte Interpretation von Emotionen hervorgerufen. Auch psychische Leiden, wie Depression können aufgrund fehlerhaft verarbeiteter Emotionen beruhen. Das Gefühl nicht geliebt zu werden, keine Anerkennung zu bekommen und sich ausgeschlossen zu fühlen spielt hier eine ganz große Rolle.

Damit Emotionen richtig verstanden und interpretiert werden können, muss man in der Lage sein, sich in das Denken und Fühlen anderer hineinzuversetzen. Gerade „gelösten“ hochsensiblen und hochsensitiven Menschen gelingt das leicht. Aber auch nur dann, wenn sie ihre eigenen Emotionen steuern können und fähig sind, ihre Begabung weise einzusetzen. „Ungelöste“ hochsensible werden oft von der Menge der Emotionen überflutet, ihren eigenen und denen, die sie in ihrer Umgebung wahrnehmen. Das ist jedoch ein Lebensumstand, den niemand einfach so als gegeben hinnehmen muss.

Abgrenzen lernen ist mit Hochsensibilität nicht leicht, aber es ist möglich, so wie jede menschliche Fähigkeit trainiert werden kann.

Feinfühlige Menschen brauchen besondere Lebensstrategien

Hochsensible Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben.
Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen zusammengestellt.

Sig

 

 

 

 

 

 

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