• Spirituell und Hochsensibel

Erleuchtung für Hochsensible? Warum hochsensible Menschen natürlich spirituell sind

Wieso ist es wahrscheinlich und natürlich, dass Hochsensibilität und Spiritualität so nah beieinander liegen?
Wieso sind so viele hochsensible Menschen auf einem spirituellen Weg?
Wieso sind erwachte (oder erleuchtete) Menschen immer hochsensibel und oft hochsensitiv?

Dieser Artikel beantwortet diese Fragen.


Niemand kann verlässlich beantworten woher wir vor der Geburt kommen oder wohin wir nach dem Tode gehen oder ob es gar kein Vorher und Nachher gibt. Verlässlich können wir nur sagen, dass wir hier sind, zumindest erleben wir es subjektiv so.

Und sollte etwas außerhalb unseres subjektiven Erlebens existieren, berührt uns das nicht, da es ja für uns nicht erlebbar ist.

Was wir auch sagen können ist, dass wir als Baby „nicht von dieser Welt“ sind.

Noch nicht. Wir kommen aus den Tiefen des unbekannten Raums, der das höchste Bewusstsein darstellt. Wir inkarnieren (carne = Fleisch) in eine Körperlichkeit und setzen unseren ersten menschlichen Fußabdruck auf den Gipfel eines hohen Berges, dem immateriellen Raum noch sehr verbunden.

Auf dem Berg der Weltlichkeit gelandet, kommt es auf unser Umfeld an, wie sehr wir uns vom Bewusstseinsraum entfernen.

Unser Blick geht unfokusiert ins Leere und leer ist auch noch das Blatt unserer Lebensgeschichte.

Doch ganz so leer sind wir nicht.

Wir bringen Veranlagungen mit, mögen diese genetisch oder karmisch oder sonst etwas sein. Sind unsere weltlichen Grundbedürfnisse erfüllt ist dieser Zustand der Leere die reinste Wonne.

Wir sind ein offenes Wesen, unkonditioniert, frei von Vorlieben und Abneigungen, Hoffnungen, Ängsten und Sorgen. Wir kennen keine Erwartungen und haben weder Pläne noch Ziele.

Das lässt uns empfänglich sein, sensibel gegenüber allem, von grober Energie bis zur feinsten Schwingung. Wir sind lautstarker Aggression genauso ausgesetzt wie liebevollen Gefühlen der Umgebung.

Wir sind schutzlos und wenn wir Glück haben, brauchen wir uns auch vor nichts und niemanden schützen.

Im Grunde sind wir so weit wie der Raum, aus dem wir kommen, so still wie unser pränatales Zuhause, so leer und rein wie das Sein jenseits von Körper, Materialität und Weltlichkeit.

Das ist unser Grundzustand, unser natürliches Sein.

In diesem Zustand sind alle gesunden Menschen hochsensibel und hochsensitiv. Ausnahmslos.

Die allermeisten bleiben nicht in diesem Zustand, da die uns umgebende Welt dazu veranlasst, uns zu schützen und uns ein Verhalten anzueignen.

Je heftiger die Welt an unserem „Elfenbeinturm“ rüttelt, desto mehr müssen wir uns schützen, unsere Sensoren zurückregulieren, um den Lärm der Welt zu ertragen und ihren Anforderungen nachkommen zu können.

Da unser Überleben von der Umgebung abhängig ist, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns anzupassen.

Mancher von uns hat das Geschenk einer liebevollen, fürsorglichen, nährenden Umgebung und kann den natürlichen Zustand des reinen Seins länger beibehalten, vielleicht sogar so lange, bis er fest verankerter Teil unseres Körper-Geist-Seelesystems ist und bleibt.

So sind wir dann auch als Erwachsener noch hochsensibel oder/und hochsensitiv.

Gelingt es in seltenen Fällen vollkommen mit dem Urzustand in Verbindung zu sein, sprechen wir von einem spirituellen Wesen. Mensch sein gelingt so reibungslos. Das Umfeld hat so wenig wirkungsvolle Spuren hinterlassen, dass wir immer noch der Raum, die Stille, das Jetzt, reines Bewusstsein sind.

Das ist nicht die einzige Möglichkeit tief in der Spiritualität verankert zu sein.

Auch eine brennende Sehnsucht nach diesem reinen Sein kann als Kraft ausreichen um in tiefer Verbindung damit zu bleiben oder wieder zu kommen.

So führt unser Weg aus dem „göttlichen Sein“, den Berghang hinab, durch Hochsensibilität und Hochsensitivität hindurch, über Stock und Stein der Normalität, wo wir uns im dichten Wald der Normen und Werte verirren, bis hinunter zu Dumpfheit und tiefer Unbewusstheit.

Doch in jedem von uns glimmert zumindest ein Funken Sehnsucht nach dem wahren Zuhause. Als Hoch-X.Mensch haben wir uns nur nicht so weit von unserer Heimat entfernt und unser Blick vom Berg kann über die Täler der Unbewusstheit schweifen während wir uns an der Wonne des Seins erfreuen.

 


Achte auf die Begriffe!

Sie können verwirren, sie können dir aber auch sehr helfen zu erkennen, wo du dich befindest.

Hochsensibel zu sein bedeutet nicht automatisch auch hochsensitiv zu sein. Genauso wenig sind hochsensitive Menschen automatisch hochsensibel.

Erwacht sein: Es gibt viel Abstufungen von Erwachen. Alltägliches Erwachen in eine neue Erkenntnis hinein (z.B. dass die Brötchen bei Bäcker A bessere schmecken, als bei Bäcker B), bis hin zum Erwachen in das absolute Bewusstsein hinein, wobei sich jegliche Vorstellung auflöst und die Identifikation mit dem Körper und der Persönlichkeit abfällt.

Hochsensibel zu sein bedeutet nicht automatisch erwacht zu sein.

Erwachte Menschen sind jedoch automatisch auch hochsensibel.

Erwachte Menschen sind nicht automatisch hochsensitiv.

Hochsensitivität geht aber oft damit einher oder wird nach und nach erweckt und integriert.

Hochsensitivität ist nahe am Erwachen, muss aber nicht zum Erwachen führen. Sie kann Erwachen auch verhindern, aufgrund von Angst noch weniger in die Gesellschaft zu passen. Hochsensitivität kann somit als „gesellschaftstaugliches Argument“ dienen, um nicht vollkommen ins Erwachtsein einzutauchen.

 


Namasté
Ananda
Ananda

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:

Es ist nie zu spät um so zu sein, wie man gemeint ist.

Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

X