Der berufliche Alltag hat nicht nur Sonnenseiten und nicht jedem ist es vergönnt, im Arbeitsleben nicht nur einen Beruf, sondern seine Berufung gefunden zu haben. Dabei sind Glück und Wohlbefinden zwei überaus wichtige Faktoren, wenn es um die Arbeit geht. Das gilt umso mehr für hochsensible Menschen, auf die sich ein Mehr an Stress und ein Weniger an Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz noch stärker auswirkt.

Natürlich ist es absolut möglich, auch mit erhöhter Empfindsamkeit erfolgreich im Job zu sein. Die hochsensible Veranlagung ist schließlich kein Hindernis, sondern kann vielmehr auf ihre Weise zum beruflichen Erfolg beitragen. Allerdings ist es dieser Erfolg, wenn überhaupt, nur einer von vielen Faktoren, die für Glück am Arbeitsplatz sorgen.

Harte und weiche Faktoren sorgen für mehr Glück im Arbeitsleben

Tatsächlich, das hat eine Befragung des Karriere-Portals Stepstone schon vor einigen Jahren ergeben, spielen Aspekte wie eine angemessene Bezahlung oder eine geeignete Ausstattung am Arbeitsplatz nur eine geringfügige Rolle, wenn es um das Glücksempfinden im Beruf geht. Am wichtigsten ist es für die meisten Menschen noch, einer interessanten Tätigkeit nachgehen zu können.

Ansonsten sind es fast vornehmlich „weiche“ Faktoren, die für glückliche Mitarbeiter sorgen: ein respektvolles Miteinander, ein angenehmes Betriebsklima, Anerkennung für die getane Arbeit, gute Beziehungen zu den Kollegen. Nicht in allen Bereichen liegt es in Deiner Hand, die Umstände so zu gestalten, wie es für mehr Wohlbefinden und Glück notwendig wäre. Andererseits gibt es sehr wohl die Möglichkeit, das Feelgood-Management für Deinen Arbeitsalltag zu Deiner eigenen Aufgabe zu erklären und selbst für ein Stückchen mehr Glück zu sorgen.

Viele Kleinigkeiten führen zum Glück

Meistens sind es schon Kleinigkeiten und Banalitäten, die in dieser Hinsicht eine große Wirkung erzielen können. Zum Beispiel die Kleidung, die Du zur Arbeit trägst. Die wird, selbst wenn es keinen offiziellen Dresscode gibt, dennoch kaum dem entsprechen, worin Du Dich zu Hause besonders wohlfühlen würdest. Stattdessen muss Dein Auftreten an das Arbeitsumfeld angepasst sein, auch wegen des psychologischen Effekts, den Deine Garderobe im beruflichen Kontext haben kann.

Bürotauglichkeit und Tragekomfort – immerhin verbringst Du einen Großteil des Tages in Deiner Berufskleidung – müssen deshalb miteinander vereinbart werden. Je besser Du zwischen diesen beiden Seiten ein Gleichgewicht herstellen kannst, desto wohler wirst Du Dich fühlen – und desto selbstbewusster und souveräner wirst Du auf Kollegen, Vorgesetzte und Geschäftspartner wirken. Dazu gehört übrigens auch, Dich modisch an saisonale Gegebenheiten anzupassen, um immer das größtmögliche Wohlgefühl für Dich – physisch wie psychisch – erreichen zu können.

Glück und Wohlbefinden durch Dein eigenes Feelgood-Management erreichen

Letztendlich liegt es also in vielen Bereichen ganz bei Dir, für etwas mehr Glück und Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu sorgen. Denn tatsächlich ist mehr Achtsamkeit gegenüber Deinen eigenen Bedürfnissen bereits der erste Schritt in die richtige Richtung. Auch hier gilt, dass Du dabei keine großen Lösungsansätze suchen musst, sondern in Deinem unmittelbaren Arbeitsumfeld genug Möglichkeiten vorfinden wirst, die jede für sich Dein Glück steigern können.

Hier sind nur einige Beispiele, wie Du Dein persönliches Feelgood-Management in der Praxis umsetzen kannst.

Ordnung ist das halbe (Arbeits-)Leben

Dein Arbeitsplatz, Deine Bedürfnisse – das betrifft die ergonomischen Anforderungen, die Dein Körper an die Ausstattung deines Platzes stellt, genauso wie die persönliche Note in Form von Bildern oder sonstigen Kleinigkeiten, die Dich aufmuntern.

Organisiere Deinen Arbeitstag so, dass Du auf realistische Ziele hinarbeiten und diese wirklich erreichen kannst. Das bedeutet auch, Dich von möglichst vielen Ablenkungen frei zu machen, die Dich von Deinen Zielen abbringen können. Ohne Frage ist das keine leichte Aufgabe, da Arbeitstage nur selten so durchstrukturiert sind, dass sie keinerlei Kollisionen mit Deinen selbstgesteckten Zielen verursachen.

Übrigens fängt die Organisation am Arbeitsplatz nicht erst bei den täglichen Arbeiten an: Ein aufgeräumter Schreibtisch fördert einen aufgeräumten Geist – und erleichtert es Dir somit, die anstehenden Aufgaben strukturiert zu bewältigen. Dass in dieser Hinsicht genauso einmal zu gelegentlichem Durcheinander kommen kann, wie bei der Aufgabenverteilung, wirst Du akzeptieren müssen.

Du solltest nur nicht zulassen, dass beides zu einem übermäßigen Störfaktor wird, der Dich in Deiner Arbeit stört und Dich auf absehbare Zeit unglücklich macht. Ein wenig Unvollkommenheit gehört eben auch im Job dazu.

Der Lohn der Mühen

Ein anerkennendes Wort vom Chef trägt immer dazu bei, dass sich die Mitarbeiter gut fühlen und in ihrem Tun bestärkt. Erfahrungsgemäß wird solche Anerkennung aber häufig nur sparsam verteilt, weshalb es vollkommen legitim ist, erfolgreich abgeschlossene Projekte oder Aufgaben damit zu feiern, dass Du Dich selbst belohnst.

Je intensiver der Arbeitsaufwand war, desto größer sind häufig die damit verbundenen Entbehrungen. Grund genug also, Dir selbst in solchen Situationen die Wertschätzung entgegenzubringen, die Du Dir auch von anderer Seite wünschen würdest. Das wirkt vor den nächsten Aufgaben ähnlich motivierend wie eine gute Anfeuerungstechnik. Außerdem weißt Du selbst vielleicht am besten, was Du am Ende des Tages geleistet hast.

Auf diese Weise machst Du Dich also nicht nur für den Moment selbst glücklicher, sondern im Prinzip auch darüber hinaus. Weil Du weißt, dass Du alles schaffen kannst, dass Du Deine Sache gut machst und dass Dein Engagement schlussendlich belohnt wird. So schaffst Du Dir einen eigenen Kreislauf aus Selbstmotivation und Glücksgefühl, in dem jede vollendete Aufgabe gleichzeitig Anlass ist zur Freude über das Erreichte und Vorfreude über das, was noch kommt.