Freude ist das höchste Gut. Nein, nicht Gesundheit! Ein kranker Mensch kann in tiefer Freude sein, tiefer, als manch gesunder Mensch. Für Freude können wir auch andere Namen einsetzen wie Glückseligkeit oder Liebe, das englische Wort „bliss“, oder „ananda“ aus dem Sanskrit.

Freude als höchstes Gut ist jedem verfügbar, weil es keine äußeren Bedingungen dafür braucht. Wie unfair wäre das Leben, wenn Freude nur denen zur Verfügung stehen würde, die gesund sind, Arbeit haben und ein intaktes soziales Umfeld!

Was hätten wir von Gesundheit, Arbeit und Freunden, wenn es uns nicht gelingt in Freude zu sein.

Ja, wenn wir gesund sind, kann das die Freude unterstützen.

Ja, gesund zu sein ist ein wunderbarer Boden für Freude, doch nicht die Voraussetzung. Wie viele gesunde Menschen laufen durchs Leben, gehetzt, getrieben, nach Karriere strebend, sich vor Krankheit fürchtend?!

Eine morgendliche Fahrt in der U-Bahn einer beliebigen Großstadt lässt keine Freude aufkommen. Beim Blick in die Gesichter vorbeieilender Menschen ist von Freude nichts zu sehen. Egal wie prächtig das Haus, wo toll das Auto, wie fit der Körper, all das bietet keine Garantie für Freude.

Auf meinen Reisen durch Indien habe ich viele freudvolle Menschen getroffen.

Es scheint, dass Hingabe ein Weg ist, um in Freude zu sein. Auch wenn die Lebensumstände nicht ideal sind, können wir im Einverständnis sein und Freude kann ungehindert strömen.

Solange wir jedoch Wünsche haben, treiben uns diese von einer Gehaltserhöhung zur nächsten, vom einem Traumpartner zum nächsten, von einer Wunscherfüllung in die andere, immerfort.

Unsere Wünsche, mögen sich zwar zum Teil erfüllen, doch anhaltende Freude ist außer Reichweite.

Gelingt es dir jetzt Freude zu empfinden? Wenn nicht unternimm etwas dafür!

Freude ist ein guter Ratgeber, Liebe eine gute Wünschelrute.
Angst, Zweifel, aber auch Hoffnung halten dich jedoch klein und schwach.
Ohne Freude tust du dir und anderen nichts Gutes.

Sorge gut für dich, damit deine Freude überfließen kann zu jenen, die weniger davon haben.
Oder mit den Worten Konstantin Weckers ausgedrückt:
„Wer nicht genießt, ist ungenießbar“.

Namasté
Ananda