Schlägt man die Bedeutung des Wortes „Frieden“ im Lexikon nach, spricht dessen Definition von einem Zustand der Ruhe und Stille, der heilsam sei. Als höchstes Gut einer jeden Gesellschaft ist der Friede zwischen Staaten, Ethnien und Religionen ebenso wichtig, wie der innerhalb der Partnerschaft. Diese kleinste aller sozialen Einheiten gilt quasi als Keimzelle eines befriedeten Zusammenlebens und ist deshalb von übergeordneter Bedeutung. Leben Seelenpartner das harmonische Zusammenleben in einem friedlichen Haushalt, überträgt sich dies auf das gesamte Umfeld.

Ständige Streitigkeiten, Wut oder gar Gewalt lähmen die Entfaltung eines jeden Menschen.

Wer Angst hat oder den Partner lediglich mit zornigen Gedanken behaftet, tut sich weder selbst noch dem anderen etwas Gutes. Solche negativen Empfindungen vereinnahmen dein ganzes Denken und hindern dich daran, konstruktiv zu sein. Ist die Partnerschaft aber von gegenseitigem Verständnis und Harmonie geprägt, wirst du nicht selten über dich hinauswachsen.

Nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir eine Weltmacht“ gelingt es manchen Seelenpartnern, sich gegenseitig Kraft und Energie zu geben und dem jeweils anderen uneingeschränkt alles zu gönnen. Denn im Neid liegt ein großer Aspekt des Unfriedens. Wenn du dich mit deinem Seelenpartner aber als Einheit siehst und kein Er-, Sie-, Ich-, sondern ein Wir-Denken vorherrscht, hast du bereits einen großen Schritt hin zu einem friedlichen Dasein geschaffen.

Aggression ist etwas sehr Anstrengendes

Sie kann „den letzten Nerv kosten“. Sie fungiert als Energiekiller und kappt jede emotionale Verbindung zwischen zwei Seelenpartnern. Mit Nachsicht und Empathie stärkt man diese Bande und schafft einen seelischen Gleichklang zwischen sich. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man keine Meinungsunterschiede haben darf. Auch Auseinandersetzungen sind nichts Schlechtes.

Im Gegenteil: Sich gegenseitig auszutauschen, die eigene Meinung zu vertreten und dem Seelenpartner auch die Stirn zu bieten, stärkt die Beziehung. Beide erfahren noch mehr über die innere Gesinnung des geliebten Menschen und wer viel weiß, wird so manches besser nachvollziehen können.

Wenn du im Zuge einer Meinungsverschiedenheit deinen Seelenpartner anschaust und selbst in diesem Moment noch liebevolle Gefühle für ihn/sie hegst, dann kann euch ein kleiner Streit gewiss nichts anhaben.

Respekt als Grundvoraussetzung

Um in Frieden mit sich und der Welt zu leben, braucht es einige Regeln. Wer morgens aufsteht, in den Spiegel schaut und sich selbst sogleich als „blöde Kuh“ tituliert, ist den ganzen Tag auf „blöde Kuh“ gepolt. Jede einzelne Körperzelle stellt sich auf dieses „Programm“ ein und du hast schon in den ersten Sekunden des neuen Tages für Unfrieden in dir gesorgt.

Liegt man im ewigen Clinch mit sich selbst, wird ein friedvolles Zusammenleben mit anderen Menschen kaum möglich sein. Versöhne dich mit dir, reiche dir die Hand und schon wirst du merken, wie leicht dasselbe mit dem Seelenpartner gelingt.

Respektvoll miteinander umzugehen, bedeutet in einer Seelenpartnerschaft vor allem achtsam zu sein. Nichts darf unter Selbstverständlichkeit verbucht werden. Hat man stundenlang in der Küche gestanden, feinsäuberlich den Rasen gemäht oder ein Regal im Schweiße des eigenen Angesichts aufgebaut, will man dazu eine positive Resonanz bekommen.

Ein „Danke!“ oder „Bin ich froh, dass du in der Waschanlage warst“ tut nicht weh und bestätigt dem anderen, dass man sein Tun registriert. Es wäre nun kindisch, in Lobhudelei zu verfallen und überzogene Komplimente auszusprechen, aber eine positive Reaktion motiviert ungemein. Außerdem wird dir das gute Tun hoffentlich auch dann wieder einfallen, wenn du dich über das Verhalten deines Seelenpartners das nächste Mal ärgerst.

Ein respektvoller, höflicher Umgang schützt vor aufkeimendem Unfrieden und verleitet zu Gedanken wie: „Er hat sich so nett für die Besorgungen bedankt, jetzt kann ich doch nicht wegen ein wenig Zahnpasta im Abfluss ausflippen!“

Der innige Gedanke vertreibt jeden Unfrieden und schenkt der Seelenpartnerschaft eine ganz neue Tiefe.

Hat man diese im Laufe der Monate und Jahre, manchmal gar Jahrzehnte aufgebaut, teilt man tatsächlich eine wunderbare Seelenpartnerschaft. Soll diese beglückend sein, ist die Friedfertigkeit miteinander eine der tragenden Säulen. Sie ist unabdingbar.

Nur in einem harmonischen Umfeld fühlen sich Menschen auf die Dauer wohl, inspirieren sich gegenseitig und bereichern damit ihr Leben.