• Kopf aus - Bauch an?!

Intuition: Die Sprache des Herzens

Das Herz ist auch eine Art Gehirn

Nicht nur am Valentinstag begegnen uns überall Herzen als Symbole der Liebe. In den meisten Kulturen wird dem Herzen eine zentrale Rolle zugemessen, wenn es um tiefe Gefühle geht. Die Mehrzahl der Mediziner lehnt eine solche Sichtweise in der Regel strikt ab und Naturwissenschaftler sehen das lebenswichtige Organ vor allen Dingen als hocheffiziente Pumpe an, die den Blutkreislauf in Gange hält.

Doch in der jüngeren Zeit erscheinen immer mehr Publikationen, die über verblüffende Phänomene und einen sehr engen Zusammenhang zwischen Herz und Gehirn berichten. Wird das Bewusstsein des Menschen vielleicht durch das Zusammenwirken von Hirn und Herz bestimmt? Ist die Intuition tatsächliche die Sprache des Herzens?


 

Übung: Eintauchen lernen

Es ist wichtig, dass du lernst in deine Intuition einzutauchen. So kannst du herausfinden, wie sich deine Intuition anfühlt, wenn du ihr Raum gibst. Du kannst lernen so zu erkennen, wann du einen guten und nützlichen Zugang zu deiner intuitiven Wahrnehmung hast. Hierzu gehst du an einen Ort, an dem du ungestört bist und Ruhe für dich. Du setzt dich hast. Hin, schließt die Augen und atmest ein paarmal tief ein und aus. Bei diesem tiefen ein und ausatmen merkst du das sich deine Bauchdecke spürbar hebt und senkt. Ab sofort gehst du mehrfach täglich in diesen intuitiven Zustand und tauchst ein in deine innere Welt. Jede Situation ist dafür geeignet. Je öfter übst, umso leichter und schneller wird dir das Eintauchen in deine intuitive Welt gelingen.


„Man sieht nur mit dem Herzen gut“

Bestimmt kennst du diesen Satz aus der berühmten Erzählung des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry, der oft zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten zitiert wird. Seit kurzem gibt es Hinweise, dass das Herz nicht nur unsere Sicht auf unsere Mitmenschen und unsere Umgebung, sondern auch unser Denken sehr weitgehend beeinflusst.

Dass Angst und Unsicherheit oder große positive Gefühle in der Herzgegend zu spüren sind, hast du sicher schon selbst erlebt. Doch kannst du dir vorstellen, dass von deinem Herzen ein Magnetfeld ausgeht, das auf das Nervensystem anderer Menschen einwirkt?

Tatsächlich ist es so, dass sowohl das menschliche Gehirn, als auch das Herz Magnetfeldwellen ausstrahlen, wobei das Magnetfeld des Herzens zig-mal stärker als das des Gehirnfeldes ist. Dieses magnetische Feld ist so stark, dass es noch in mehreren Metern Entfernung mit einem Messgerät nachweisbar ist.

Das haben Wissenschaftler des Institute of Heart Math herausgefunden. Das pulsierende Feld wirkt zunächst auf viele lebenswichtige Prozesse im gesamten Organismus aus. Bei den Untersuchungen entdeckten die Forscher rhythmische Muster, die eine enge Verbindung zu den Emotionen der Probanden aufwiesen. Außerdem fanden sie heraus, dass sich die Magnetfeld des Gehirns an den Rhythmus des Herzfeldes anpassen kann. Es scheint also nicht abwegig, dass das Herz den entscheidenden Impuls dafür gibt, ob wir in Harmonie mit unserem Körper und unseren Mitmenschen leben.

Das wahre Wissen kommt immer aus dem Herzen. Leonardo da Vinci

Das Herz als Antenne

Schon seit längerer Zeit ist bekannt, dass sich die elektromagnetischen Felder von zwei Menschen zunehmend synchronisieren, wenn sie sich intensiv in ein Gespräch vertiefen. Dieser Prozess kann so weitgehend sein, dass sich die Gehirnwellen nach einiger Zeit identische Muster aufweisen. Es wird vermutet, dass das Herz auch bei diesen Vorgängen eine wichtige Rolle spielt. Das Nervensystem des Gehirns fungiert als Antenne für Impulse, die vom Herzen des Gesprächspartners ausgesendet werden. Auf diese Weise ließen sich wichtige menschliche Eigenschaften wie Empathie und Sensibilität für das Empfinden anderer erklären.

Dein Herz besitzt komplexe Nervenstrukturen

Falls du schon einmal einen medizinischen Eingriff am Herzen vornehmen lassen musstest, weißt du nur zu gut, dass Ärzte das Herz vor allen Dingen als technisches System ansehen.

Gibt es eine Störung, muss das Problem beispielsweise durch das Legen neuer Leitungsbahnen oder den Austausch defekter Klappen schnell behoben werden. Für Patienten sind solche operativen Eingriffe in der Regel sehr belastend. Dabei sind es vermutlich nicht allein die physischen Schmerzen, die dem Herzkranken zu schaffen machen. Das ist kein Wunder, denn mittlerweile weiß man, dass das Herz ein sehr sensibles Organ ist. Manche Wissenschaftler gehen sogar soweit, dass sie das Herz als zweites Gehirn ansehen.

Das Pumporgan verfügt über ein eigenes Nervensystem mit mehr als 40.000 Neuronen. Dieses Nervensystem funktioniert unabhängig vom Gehirn, das bisher immer als Schaltzentrale für den gesamten Organismus angesehen wurde. Zusätzlich gibt es aber auch eine intensive Kopplung zwischen den beiden Nervensystemen. Die Nervenimpulse vom Herzen laufen über das verlängerte Rückenmark bis zu den dem Areal des Gehirns, das für Angstgefühle und für die Abwehr von gefährlichen Situationen zuständig ist Auf diese Weise lässt sich leicht erklären, dass unsere Wahrnehmungen und Empfindungen sehr wohl durch unser Herz beeinflusst werden. Was der Fuchs dem kleinen Prinzen mit auf den Weg gegeben hat, ist also durchaus kein Märchen.

Das Thema vertiefen kannst du in meinem Buch  „Kopf aus, Bauch an? – Die Balance zwischen Verstand und Intuition finden“ .

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Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

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