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Hochbegabt? 6 Tipps für ein glücklicheres Leben

Hochbegabung beginnt ab einem IQ von 130, so die Theorie. Für betroffene Menschen aber spielen bloße Zahlen eine eher untergeordnete Rolle. Vor allem dann, wenn die eigene Hochbegabung erst spät im Leben entdeckt wurde, ist die Unsicherheit trotz der gewonnenen Erkenntnis groß. Gehörst auch Du zu den Menschen, deren Intelligenz die Durchschnittswerte deutlich übersteigt, wirst Du einigen Herausforderungen begegnen, die es zu bewältigen gilt. Diese sechs Tipps helfen Dir dabei.

  1. Suche Interessengemeinschaften

Es kommt nicht selten vor, dass Hochbegabte – ganz gleich ob entdeckt oder nicht – über einen eher kleinen Freundeskreis verfügen. Die Kommunikation mit anderen Mensch nämlich ist für Hochbegabte eher schwierig, denn ihre Interessen weichen deutlich von dem ab, was als üblich gilt. Und vielleicht sprichst auch Du nicht gerne über das Wetter oder alltägliche Dinge, sondern wünschst Dir tiefgehende Konversation mit Sinn. Im Alltag aber sind die Gelegenheiten hierzu rar gesät.

Damit sich keine Gefühle von Einsamkeit in deinem Leben breitmachen, suche Dir Gleichgesinnte. Es gibt zahlreiche Vereine mit kulturellen, wissenschaftlichen oder anderen anspruchsvollen Schwerpunkten, die sich über neue Mitglieder freuen. Und nimmst Du hier regelmäßig teil, wirst Du bald schon neue Kontakte geknüpft haben, die sich als tatsächliche Bereicherung entpuppen und die bisherige Leere mit Sinn füllen.

  1. Lies viel

Jedes Buch bietet Dir die Möglichkeit, Neues zu erfahren, in fremde Welten einzutauchen und Dein kognitives Potenzial zu nutzen. Vom historischen Roman über Sachbücher bis hin zu anspruchsvoller Lyrik gehören Bücher daher zum Leben eines Hochbegabten Menschen wie Erdbeereis zum Sommer. Verschließe Dich dieser Möglichkeit nicht, denn insbesondere am Abend, wenn langsam Ruhe einkehrt, kannst Du mit einem guten Buch für angemessene Unterhaltung sorgen.

Ganz nebenbei vergrößerst Du während des Lesens Dein Allgemeinwissen und findest neue und spannende Themen, mit denen Du Dich weitergehend befassen kannst. Das ist sehr viel werthaltiger als die oft unspektakuläre TV-Unterhaltung, die Dich am Ende des Tages mit einem Gefühl von Frustration auf dem Sofa zurücklässt.

  1. Treibe Sport

Das Gehirn hochbegabter Menschen läuft nur selten langsam. Kreisende Gedanken und immer neue Einfälle oder Fragestellungen können sich jedoch im Laufe der Zeit zum störenden Grundrauschen entwickeln. Dieser Tatsache zu entfliehen, ist daher unbedingt notwendig, wenn Du in Deinem Leben für mehr Entspannung und Zerstreuung sorgen willst.

Am besten gelingt Dir das, wenn Du regelmäßig Sport treibst. Beim Joggen oder Radfahren drückst Du binnen kürzester Zeit die „Pause“-Taste und findest Entlastung. Und bevorzugst Du Indoor-Sport, möchtest Dich jedoch nicht im Fitness-Studio anmelden, könnte auch ein Heimtrainer die passende Lösung darstellen. Der klare Vorteil hier ist, dass Du während des Trainings in den eigenen vier Wänden selbst bestimmst, wie viele Eindrücke auf Dich einprasseln. Vor allem dann, wenn Du nicht nur hochbegabt, sondern auch hochsensibel bist, kann das eine echte Wohltat sein. Achte beim Kauf von Fitnessgeräten auf die Qualität der Geräte. Und wenn Du möchtest, lies während des Workouts ein Buch oder unterhalte Dich mit spannenden Podcasts.

  1. Sorge für guten Schlaf

Hochbegabte kommen nur selten leicht zur Ruhe. Vor allem während der Abendstunden, wenn Du eigentlich längst friedlich schlafen solltest, können Dich Gedanken und Fragen bis spät in die Nacht wach halten. Sorge daher für eine möglichst reizarme Schlafumgebung und verbanne Elektrogeräte und helle Lichtquellen aus Deinem Schlafzimmer.

Und setzt Du all das um, wirst Du nicht nur besser schlafen können, sondern auch Deinen Alltag mit wacherem Bewusstsein erleben. Das ist entscheidend für Dich, wenn Du das Dir gegebene Potenzial nicht nur kennen, sondern auch voll ausnutzen willst.

  1. Wage Neues

Frische Eindrücke sind für Hochbegabte Menschen ein Segen. Nichts ist für sie so unangenehm wie ständige Eintönigkeit und mangelnde Anregung. Ein Leben ohne Abwechslung und Herausforderung kann Menschen mit hohem IQ so sehr belasten, dass sich im Laufe der Zeit sogar depressive Stimmungslagen entwickeln und das Glück in weite Ferne rücken lassen.

Suche Dir daher jeden Monat einige Dinge, die Du unbedingt erleben und kennenlernen willst. Lerne eine neue Sprache, probiere spannende Sportarten aus oder besuche Vorträge und Kulturveranstaltungen. Das bringt Dich in die gute Lage, Deinem Leben mehr abzugewinnen und stillt Dein Bedürfnis nach sinnvoller Beschäftigung. Ganz nebenbei eröffnen sich auch hier wieder Möglichkeiten, neue und gewinnbringende Kontakte zu knüpfen.

  1. Akzeptiere Deine Persönlichkeit

Wer von Hochbegabung hört, selbst aber nicht betroffen ist, neigt zu einer vollkommen falschen Sicht auf die Dinge. Hochbegabung, so glauben viele, ist ein unzweifelhafter Segen, der einen Menschen schon alleine aufgrund der gebotenen Intelligenz glücklich macht. Das aber ist weit gefehlt, denn Hochbegabte konzentrieren sich in vielen Fällen nicht auf ihr kognitives Potenzial, sondern legen den Fokus auf die Dinge, die nicht funktionieren. Scheiterst Du beispielsweise beim Small-Talk und gelingt es Dir nicht, tragfähige Freundschaften zu pflegen, sind Selbstzweifel vorprogrammiert.

Vergiss dabei nie, dass Deine Persönlichkeit ungeachtet deines IQs einzigartig ist und ebenso einzigartige Vorzüge zu bieten hat. Das schützt Dich vor dem Glauben, Dich im Alltag verbiegen zu wollen, um anderen zu gefallen. Das Schicksal vieler Hochbegabter nämlich ist der tägliche Kampf mit sich selbst. Und fällt es auch Dir schwer, Dich selbst zu akzeptieren, wird das auch anderen nicht gelingen. Suchst Du aber nach echter Freundschaft und einem erfüllten Sozialleben, sind Akzeptanz und Selbstliebe das A und O. Übe Dich daher am besten täglich in Meditation. Hier lernst Du Dich selbst besser kennen, bringst Deinen Geist zur Ruhe und wirst langfristig betrachtet zu einem ausgeglicheneren und authentischeren Selbst finden.

 

 

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Es ist nie zu spät um so zu sein, wie man gemeint ist.

Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

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