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Naivität: Hochsensibel, hochbegabt und naiv?

Hochsensible und hochbegabte Menschen sind oft naiv. Stimmt das?

In der heutigen Gesellschaft wird der Begriff Naivität häufig gleichgesetzt mit einer weltfremden Sicht auf die Dinge, die zu einem persönlichen Schaden für den Betrachter führen kann.

Viele hochsensible und hochbegabte Menschen sind der Meinung, der Alltag erlaube keine naive, von Vertrauen und Gutgläubigkeit gefärbte Betrachtungsweise des Geschehens, da Menschen dazu neigen, einander auszunutzen und die eigenen Vorteile zu suchen. Dabei vergisst man, dass Naivität im ursprünglichen Sinne nichts anderes bedeutet wie das Glauben an das Gute. Der Naive hat die Hoffnung, dass Menschen sensibel und respektvoll miteinander umgehen und einander Beachtung schenken. Und was, wenn nicht das, macht den Kontakt mit anderen Menschen erst wünschenswert?

Wie Kant schon sagte: Der Naive ist der ursprüngliche natürlich Aufrichtige

Naivität bedeutet nicht nur, dass der Naive die Welt als eine Möglichkeit voller Schönheit und Zwischenmenschlichkeit betrachtet, in der andere Menschen füreinander da sind, vielmehr beinhaltet Naivität auch, dass der Naive seinerseits voller Liebe und Zuneigung handelt und bemüht ist, niemanden unter Vorsatz zu verletzen. Naivität bedeutet intuitive Menschlichkeit und Empathie, Zuwendung und Achtsamkeit.

Der naive Mensch ist oft hochsensibel und hochsensitiv

Er schenkt seine Anteilnahme, die von innen heraus kommt und keine rationale, logische Reflektion beinhaltet. Vielmehr kommt sie frei von Herzen und spiegelt seine ehrlichen Emotionen wider. Eine Welt ohne die Naivität muss zwar nicht frei sein von Menschlichkeit und Achtsamkeit, aber sie ist frei von dem unbeschwerten Optimismus an und dem bedingungslosen Glauben an die menschliche Güte.

In einer Welt, die vom Ego geprägt wird, kann der Naive untergehen

Aber was, wenn all die Gutmütigkeit des Naiven nicht beachtet wird? Schimmer noch, was, wenn sie ausgenutzt wird? Was passiert mit dem Naiven? Konsum und Schnelllebigkeit, flüchtige Kontakte, Anonymität und Befriedigung, das sind die treibenden Faktoren unserer Zeit. Vielleicht spiegeln sie die Unsicherheiten wider, in der die Mensch dieser Tage leben. Und vielleicht spiegeln sie auch nur einen Teil der menschlichen Natur wider, die per se in dem Menschen steckt.

Für den Naiven jedoch, der in solch einer schnelllebigen, anonymen Welt lebt, die nicht auf ihn und seine Bedürfnisse eingehen kann, ist der moderne Lebenswandel ein Trubel ins Nirgendwo, das je nach Umständen in Verbitterung oder Desillusionierung enden kann. Die heitere Tragik dabei ist, dass der hochsensible und hochsensitive Naive selbst dann nicht seine zauberhaft schöne Naivität verliert, sondern vielmehr nur intelligent gelernt hat, dass die Welt nichts mit seiner Naivität anzufangen weiß. Bis er Menschen findet, die seine Naivität zu schätzen wissen und ihn gerade für die Güte und Achtsamkeit seiner Naivität lieben. Denn Naivität ist nichts, was man verlernen kann, vielmehr ist sie nur etwas, was man in der Turbulenz des Alltags aus den Augen verlieren kann. Aber lass das nicht zu!

Ich selbst bin bisweilen sehr naiv und es ist mir früher auch passiert, dass ich ausgenutzt wurde. Aber auch der naive Mensch ist lernfähig. Es ist nur schade, dass das Lernen oft durch Schaden entsteht. Dennoch würde ich um nichts in der Welt meinen Glauben an das Gute verlieren wollen, nur um weniger Gefahr zu laufen, ausgenutzt zu werden. Lieber bleibe ich genauso und vertraue weiter in die Menschen, die mir begegnen. Bisher habe ich damit nur sehr gute Erfahrungen gemacht.

Intuition und Konsequenz

Eine gut ausgeprägte Intuition und konsequenter Selbstschutz in Kombination mit dem Zauberwort „Nein“ ist die Lösung für den Ernstfall. Das kann durchaus gelernt werden und es ist sinnvoll, wenn außergewöhnliche Menschen sich ständig darin üben.

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Sig

 

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