Hochsensibilität ist doch selbstverständlich. Hört sich einfach an? Ist aber oft nicht so.

Erkennt man bei sich selbst eine Hochsensibilität ist man/frau oft erst mal geschockt. Vielleicht auch am Zweifeln. So oft hören wir bei einem Vorgespräch zum Coaching: „Ich konnte es erst nicht glauben, bis ich mich in den Merkmalen wiedergefunden haben.“

Warum ist die Akzeptanz von Hochsensibilität / Hochsensitivität so schwierig?

Tatsächlich ist es so, dass Menschen mit bestimmten körperlichen Beschwerden viel einfacher umgehen können, als mit ihren angeborenen hochempfindsamen Sinnen. Warum ist die Akzeptanz von Heuschnupfen so einfach? Heuschnupfen ist schließlich nichts anderes als eine Überreaktion des Körpers auf Pollen. Er reagiert hochsensibel auf das, was an Blütenpollen auf ihn im vermehrten Maße als gewöhnlich einprasselt. Genauso ist der Umgang mit Laktose- oder Glutenunverträglichkeiten. Dem Körper fehlt ein bestimmtes Enzym, eine Funktion, ein Filter. Er reagiert entsprechend, einfach gesagt: Man hat eine Allergie.

Hört man von einer Unverträglichkeit von Lärm, Gerüchen, Menschen, Eindrücken fehlt die passende Erklärung. Obwohl auch hier der Körper oder der Geist einfach nur sensibel oder sensitiv auf bestimmte Reize und Wahrnehmungen reagiert. Natürlich sind Hochsensibilität und Hochsensitivität viel diffuser als eine Pollenallergie. Zudem gibt es keine sicheren Tests wie bei den Pollen, die einem sagen könnten: „Oh, du bist also allergisch auf Birkenpollen, also wirst du im Frühjahr mit körperliche Reaktionen rechnen können“.

Selbst wenn es um so klar definierbare Dinge wie Lärm/Lautstärke geht, es ist einfach nicht möglich einem hochsensibelen Menschen sagen zu können: „Ab 70dzb wirst du dich unwohl fühlen“. Es gibt genug HSP, die es genießen, im Auto die Musik bis zum Anschlag aufzudrehen, aber das Geräusch von klimperndem Geschirr nicht ertragen können.

Aber, im Bewusstsein der Allgemeinheit ändert sich etwas. Von einem selbstverständlichen Umgang mit Hochsensibilität ist die breite Masse sicherlich noch weit entfernt. Aber genauso wie Diabetes früher misstrauisch beäugt wurde und heute viele Menschen und ihr Umfeld vollkommen selbstverständlich damit leben, so informieren sich auch immer mehr Menschen über die Phänome Hochsensibilität und Hochsensitivität.

In der OpenMind Akademie haben wir bereits so viele Menschen mit so vielen unterschiedlichen Facetten der Hochsensibilität kennen lernen dürfen, dass wir sagen können: Hochsensible und hochsensitive Menschen sind normal.

Es ist selbstverständlich für uns geworden, hochsensibel und hochsensitiv zu sein und mit ebenso passenden Menschen um uns herum zu leben und zu arbeiten. Das macht es unkompliziert, frei und offen und jeder Mensch spürt, dass er hier so sein kann, wie er möchte. Das war nicht immer leicht für uns, aber diese innere Haltung der Akzeptanz ist lernbar. Dann wird es auch möglich, das Umfeld viel angenehmer zu gestalten.

Viele Klienten wünschen sich ein Coaching mit dem Ziel: Akzeptanz meiner Hochsensibilität und ein normaler Umgang damit. In der OMA lernen sie, das ist möglich. All diese wunderbaren Gaben können etwas sehr schönes sein, ja, sie können sogar Spaß machen!!

Besonderheiten dürfen zelebriert werden, dürfen strahlen und müssen nicht versteckt werden. Jedes bunte Zebra darf sich an seinen bunten Streifen freuen und diese seiner Umwelt selbstbewusst zeigen.

Wir mögen Farben!

Mehr zu dieser Thematik in meinem Buch „Außergewöhnlich normal – Hochbegabt, hochsensitiv, hochsensibel: Wie Sie Ihr Potential erkennen und entfalten“.

Feinfühlige Menschen brauchen besondere Lebensstrategien

Hochsensible Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben.

Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen zusammengestellt.

 

 

 

Sig