Keineswegs sind Ängste für viele hochsensible Menschen an der Tagesordnung! 

Dennoch glauben viele Menschen, dass hochsensible Persönlichkeiten automatisch zu Ängsten oder auch zu Schüchternheit neigen. Weder nach meiner persönlichen Erfahrung, noch aus den Erfahrungen vielen tausend Menschen in den vergangenen Jahren, kann ich dem zustimmen. Auch in Online-Gruppen sind Angstthemen nicht auffallend häufig thematisierte Probleme. Denn:

Hochsensibilität ist keine Krankheit und keine Neurose! Hochsensibilität disponiert nicht für neurotisches Verhalten!

Irrationale Ängste zu entwickeln, weil ein Schatten im Garten sichtbar ist, Holz im Wald knackt, ein Fleck auf der Straße ist oder ein Wind weht, hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit der Hochsensibilität zu tun. Auch Hypochondrie steht nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit Hochsensibilität.

Hochsensible sind auch nicht automatisch „Weicheier“

Ich selbst bin ausgeprägt sensibel und sensitiv, dennoch bin ich gar nicht schreckhaft und ich kenne viele sehr schreckhafte Menschen, die nicht hochsensibel sind.

Nur weil unsere Sinneswahrnehmungen feiner und empfänglicher sind, bedeutet es nicht automatisch, dass diese Wahrnehmungen in negative oder destruktive Kontexte eingeordnet werden sollten. Ich warne ausdrücklich vor so einem pathologisierenden Schubladendenken. Es führt nur dazu, dass Hochsensibilität wieder einmal in den Zusammenhang mit einer störenden Anomalie gebracht wird.

Das ist schlicht falsch und nicht hilfreich. Hochsensibilität ist eine Gabe und Aufgabe, kein Fluch oder schon gar keine Krankheit. Kein hochsensibler Mensch sollte sich mit der Erklärung abfinden: „Aha, ich bin hochsensibel, deswegen habe ich Ängste, Depressionen, Stress oder Hypochondrie.“ Das wäre wirklich der falsche Weg.

Selbstverantwortung

Selbstverantwortliches Leben bedeutet für mich, dass ich keine Phänomene meiner Persönlichkeit beschuldige, mein Leben zu erschweren: Weder mein Temperament oder meine Ungeduld, noch meine Hochsensitivität-, genauso wenig wie meine Körpergröße, den fehlenden Pupillenreflex oder mein großes Schlafbedürfnis. Alles gehört zu mir und meine Aufgabe ist es, damit zu leben, mich nicht darüber zu beklagen oder diese Elemente meines Wesens zur Erklärung für soziale Unverträglichkeit heranzuziehen.

Mit sich selbst im Reinen sein

Was für viele hochsensible Menschen schwierig sein kann, ist der Umgang mit Stress, erlebte Ablehnung und mangelndes Selbstwertgefühl, das dann dazu führen kann, dass man sich Gedanken darüber macht, was andere von einem denken.

Wenn ein Mensch jedoch völlig mit sich im Reinen ist, seine Sensibilität und Sensitivität anerkennt und gerne lebt, wenn es ihm völlig schnuppe ist, was man von ihm denkt, wenn sein Selbstvertrauen stabil entwickelt ist, – dann wird er auch völlig angstfrei leben können.

Versprochen!

Hochsensible Menschen brauchen besondere Lebensstrategien

Feinfühlige Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben.

Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen zusammengestellt.

Hochsensibilität Stress Selbstzweifel

 

LOVE,
Anne