Reichtum und Fülle umgibt uns. Gestern Abend empfanden wir es wieder besonders intensiv. Die Katze Aloha saß auf der Fensterbank und schaute der Sonne beim Untergehen zu, zumindest erweckte sie den Eindruck. Wieder einmal sank unser lichtspendender Stern sanft ins Meer, so als würde man sein Haupt nach einem langen Tag genussvoll auf das Kopfkissen legen.

Wir machen keine Fotos mehr davon. Hunderte davon befinden sich schon in unseren Foto-Ordnern zur „Finca Parama“. Jeden Tag geht die Sonne auf und unter und schenkt uns immer wieder eine wunderbare Stunde Fernsehen.

Wir sind reich beschenkt hier.

Beschenkt durch Sonnenuntergänge, die uns zum Schmelzen bringen. Beschenkt durch Katzenmomente, die uns berühren. Aber natürlich gibt es auch hier einige Wermutstropfen. Unser Haus ist wirklich schlicht und verlangt viel Improvisation. Zum Beispiel kann man im Sommer, wenn es so richtig heiß ist wie jetzt, nur früh morgens kalt duschen, da die palmerischen Wasserleitungen größtenteils überirdisch liegen und so von der Sonne extrem erhitzt werden. Das ist nur ein Beispiel. Dennoch:

Ja, wir fühlen uns wirklich reich.

Umgeben von Franchipani, Bougainvillea und Palmen leben wir im Duft von wildem Jasmin und Eukalyptus. Am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist, wird der Duft intensiver, so als würden die Pflanzen tiefer ein- und ausatmen.

Unser Reichtum hat nichts mit Geld zu tun, es ist ein Reichtum des stillen Friedens und der täglichen Freude.

Unser Reichtum hat nichts mit Materie zu tun.

Unsere Finca Parama ist nur gemietet und wir fahren einen Gebrauchtwagen. Die Klospülung hängt an einem Stück Holz an einer Schnur und die Küchenspüle ist, ebenso wie die Küche, viel zu klein. Wir könnten noch jede Menge mehr größere und kleinere Mängel hier aufzählen, doch wozu?

Es kümmert uns nicht.

Diese kleinen Mängel spielen keine Rolle im großen Glück. Wenn wir an der zu kleinen Spüle stehen, können wir auf dem Fensterbrett den hiesige Eidechsen, den Largartos, zusehen wie sie aus dem Wassernapf trinken. Manchmal stehen fünf Echsen auf einmal da, bis zu 30 cm lang und die Männchen haben eine schillernd blaue Kehle.

Und wenn wir an der improvisierten Schnur des WC’s ziehen schauen wir raus auf die Dattelpalme, die sich sanft im Wind wiegt. Wir sind reich, weil wir fast das ganze Jahr draußen leben können, schaukelnd in Hängematte oder Hängesessel, am improvisierten Pool unter dem Sonnensegel liegend.

Im Keller, wo es kühl ist, verbringt Anne im Büro dort arbeitend ihre Vormittage. Wenn wir miteinander ein Skype-Gespräch haben, dann bist du mit uns an diesem Ort und mit der Katze Aloha, die meist neben dem Schreibtisch im Sessel liegt und gerne mit uns „arbeitet“.

Wenn du diesen Text liest, dann bist du mit mir, Ananda, unter dem Vordach der Casita, unserem kleinen Gästehaus, denn dort vollbringe ich den kreativen Teil meiner Arbeit.

Reich beschenkt werden wir auch von unseren Hühnern. Nicht nur, dass sie uns mit Eiern versorgen, sondern auch mit ihrem Hühnerdasein. Wir sitzen gerne auf der Holzbank vor dem Gehege, das ich aus allen möglichen Restmaterialien gezimmert habe und unterhalten uns über ihre unterschiedlichen Charaktere der Chicas.

Wir sind reich an Zeit, reich an Raum und Weite, reich an Innenschau und Ausdruck, reich an Visionen und Vorfreuden, reich an Stunden der Stille und gemeinsamen Nächten in denen wir durch die offene Tür das Mondlicht am Bergkamm gegenüber bestaunen. Obwohl hier einiges fehlt, fehlt es uns an nichts. Obwohl oft Wassermangel herrscht, erleben wir keinen Mangel. Innerer Reichtum ist die Schau der schönen Dinge.

Wir haben die Wahl: Fokussieren wir uns auf die Mängel oder auf Reichtum

Viele Menschen neigen dazu, das Haar in der Suppe zu suchen. Oder sie haben die Tendenz jede Unvollkommenheit durch Grübeln zu vergrößern. Manche Menschen haben verlernt die Geschenke des Lebens zu erkennen.

Und ebenso viele haben noch nicht verstanden, dass wir viel dadurch steuern können, wie wir die Gegebenheiten des Alltags einschätzen. Anne hat dazu einen Blogartikel geschrieben, der dir zeigt, wie du deinen Fokus veränderst.

Der Reichtum des Lebens entsteht, wenn du erkennst, dass du deine Geschenke selbst erschaffst

Dabei geht es um die Haltung, die du den Situationen, Menschen, Erfahrungen deines Lebens entgegenbringst.
Dabei geht es um deiner Gedanken und mehr. So wie es schon im Talmud steht:

Die heutigen Erkenntnisfragen an dich ergeben sich nun von allein, nicht wahr?

Für eine Entwicklung deines ganz persönlichen Reichtumsbewusstseins nutze unser 1-Minuten-Coaching „Reichtum“.
Mehr Informationen zur Anwendung zu unseren 1-Minuten-Coachings findest du hier.

Sonnige Grüße von
Anne und Ananda