Genuss oder Vernunft??

Wenn hochsensible Menschen zu uns zum Coaching kommen und über die ständige Reizüberflutung und Überforderung durch ihre Hochsensibilität klagen, ist eine der ersten Fragen: Trinkst du Kaffee und wenn ja, wie viel?

Hochsensible Menschen reagieren intensiv auf Kaffee und andere Stimuli

Wir wissen heute genug über die Wirkungen von Koffein auf das Gehirn und damit die Reizverarbeitung. Die Wirkung des Kaffees wird vom Hypothalamus gesteuert und führt bei hochsensiblen Menschen oft zu heftigen körperlichen Reaktionen, aufgrund der erhöhten Reizwahrnehmung.

Das in Kaffee enthaltene Koffein blockiert die Adenosinrezeptoren und führt damit indirekt zu einer vermehrten Ausschüttung von Dopamin. Dopamin ist ein biogenes Amin aus der Gruppe der Katecholamine und ein wichtiger Neurotransmitter. Es gilt als Glückshormon.

Kaffee steigert die Konzentrationsfähigkeit – die Wahrnehmungen werden also NOCH intensiver

Der Inhaltsstoff Coffein sorgt dafür, dass die Konzentrationsvermögen sowie die psychische wie physische Aufmerksamkeit gestärkt werden können. So haben Tests mit Autofahrern nachgewiesen, dass bei einem Konsum des koffeinhaltigen Getränks die Aufnahmebereitschaft, die Wachheit und das Konzentrationsvermögen deutlich größer und besser ausgeprägt waren als bei Autofahrern ohne entsprechenden Konsum. Die Ergebnisse dazu sind eindeutig: Die Konzentrationswirkung bei Probanden mit Koffeineinnahme sind wesentlich höher als bei denen ohne Einnahme.

Es gibt unterschiedliche Theorien, warum die beobachteten Unterschiede so deutlich ausfallen. Eine weit verbreite und anerkannte Theorie besagt, dass durch die Einnahme des anregenden Stoffes die Gefäße verengt werden. Das hat zur Folge, dass das Blut mit einem höheren Druck durch den menschlichen Körper gepumpt wird. Die Tätigkeit des Herzen sowie der Stoffwechsel waren erkennbar angeregt, auch die Atmung wird beschleunigt und das Gehirn verstärkt durchblutet. Das hat zur Folge, dass die Konzentration verstärkt wird. Zudem ist nachgewiesen, dass Coffein den Stoff Adenosin blockiert – einen Stoff also, der für die Müdigkeit des Menschen verantwortlich ist.

Eine besondere Wirkung bei der Erhöhung der Leistungsfähigkeit spielt Dopamin

Es handelt sich dabei um einen Botenstoff, der durch das Koffein freigesetzt wird. Bei einem intensiveren Konsum von Kaffee wird mehr Dopamin ausgeschüttet.

Kaffee ist also eine psychotrope Substanz

Die psychotrope Bedeutung des Dopamin liegt hauptsächlich im Bereich der Antriebssteigerung und Motivation. Psychostimulanten wie Ritalin kurbeln ebenfalls die Dopaminproduktion im Hirn an. Dopamin erleichtert die Weiterleitung der elektrischen Signale beispielsweise von den Wahrnehmungsarealen der Großhirnrinde.

Bei Hochsensibilität  und Hochsensitivität ist die Wahrnehmung ohnehin deutlich erhöht. So kann Kaffeetrinken geradezu zu Dauerstress im gesamten Organismus führen.

Damit nährt Koffein Reizüberflutung und Überstimulation bei hochsensiblen Menschen.

Wer also hochsensibel ist,  unter Reizüberflutung leidet und Coffein zu sich nimmt, ist genauso vernünftig, wie jemand, der ein Feuer mit Kerosin löschen will.

Ich bin immer wieder extrem erstaunt, wie viele Kaffeetrinker es unter den hochsensiblen und hochsensitiven Menschen doch noch gibt.

Das erinnert mich an meine Zeit als Heilpraktikerin. Da hatte ich mal einen Patienten, der wegen starkem Bluthochdruck kam. Er rauchte 2 Schachteln Zigaretten am Tag, trank einen Liter Kaffee, hatte 30 kg Übergewicht und war ein Sporthasser. Dreimal dürft ihr raten, was ich diesem Patienten gesagt habe …

Feinfühlige Menschen brauchen besondere Lebensstrategien

Hochsensible Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben. Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen zusammengestellt.

 

 

 

 

Sig