Ein wesentliches Erkennungsmerkmal für vielbegabte Multitalente ist die chronische Neugier. Auch das ist ein Talent! Neugier ist ein Gefühl, das aus unserer Bewertung der jeweiligen Situation resultiert. Damit wir etwas interessant finden, müssen wir es idealerweise als neu, leicht verständlich und innerhalb unserer Möglichkeiten sehen. Für die Arbeitswelt ist Neugier immer wichtiger. Denn in unserer flexiblen Welt ist der Wille zu lebenslangem Lernen eine bedeutsame Fähigkeit, die Scanner-Persönlichkeiten mitbringen.

Neugier: Ein evolutionärer Faktor

Neugier ist eine der wichtigsten menschlichen Triebkräfte, die einen bedeutsamen, wenn nicht sogar den entscheidenden Anteil an der Entwicklung unserer Spezies hatte und auch zukünftig haben wird.

Was wäre ein Leben ohne Neugier? Wärst du ohne sie glücklich? Zuerst einmal ist wichtig zu verstehen, was Neugier eigentlich ist. Vielen Menschen fehlt dieses Verständnis, sodass sie ihre eigene Neugier und damit ihr Glück nicht lenken können. Das ist aber entscheidend.

Um Neugier verstehen zu können, müssen wir zu den Wurzeln zurückgehen.

Wann genau das erste Mal Neugier auftrat? Es liegt eindeutig sehr lange zurück. Jahrmillionen. Als unsere frühesten Vorfahren ihre ersten Entdeckungen machten, passierte gleichzeitig eine Vergrößerung ihrer Gehirne, womit auch die physiologisch notwendige Grundlage für die Weiterentwicklung gegeben wurde. Neugier ist damit ein biologisch evolutionär entscheidender Faktor.

Als eine der wesentlichen frühen Entdeckungen gilt die Herstellung und Kontrolle des Feuers. Menschliche Neugier führte zu zahlreichen Versuchen, bis es endlich gelang, Feuer zu machen. Nachdem die grundlegenden Mechanismen des Feuers „verstanden“ waren, konnte die Methodik verfeinert werden, um beispielsweise ein Feuer mit Funkenschlag oder Reibungswärme zu entfachen.

Neben dem Feuer wurden unzählige weitere Werkzeuge entwickelt, die nicht zuletzt aus der Neugier resultierten – bis heute. Zum Glück setzen immer mehr Unternehmen verstärkt auf neugierige Mitarbeiter. Da scheint sich ein Bewusstseinswandel anzubahnen, der für Scanner-Persönlichkeiten von großem Nutzen ist – und nicht nur für sie.

Schaut man sich die Höhepunkte der aus menschlicher Neugier hervorgegangenen Leistungen an und berücksichtigt dazu die stetige Weiterentwicklung unserer Technik und unserer mentalen Fähigkeiten, kann man sich gespannt fragen, was die Zukunft noch bringen mag.

Die Bewertung von Neugier und Interesse

Neugier und Interesse brauchen also einerseits Neuheit, andererseits eine angemessene Komplexität und Verständlichkeit. Der erste Bereich ist natürlich einleuchtend, da Neues und Unbekanntes in der Erfahrung der meisten Menschen erst einmal spannend ist.

Ein Beispiel ist ein typischer Besuch einer Schulklasse im Museum: Während zu Beginn die Kunstwerke mit tatsächlicher Offenheit und Neugier betrachtet werden, langweilt sich nach einer Stunde mindestens die Hälfte aller Schüler, wenn kein neuer Ausstellungsbereich betreten wird.

Mit der Verständlichkeit, bzw. dem Bewältigungspotenzial, ist die Fähigkeit, etwas tatsächlich zu durchdringen, gemeint. Hiermit können Wissen, Fähigkeiten, aber auch Ressourcen gemeint sein. Dass du etwas weniger spannend findest, wenn es keinerlei realistisch umsetzbare Option für dich wäre, liegt nahe. Vereinfacht gesagt: Ist etwas verständlich und neu, ist es interessant – ist etwas unverständlich und neu, ist es eher verwirrend.

Eignet sich eine Person Wissen zu einem bestimmten Themenfeld an, wird ihr Verständnis natürlich steigen, womit auch die Komplexität wachsen kann, die sie weiterhin interessant findet. Das kennst du sicher aus jeder Art von Ausbildung: Erst müssen die vermeintlich leichten Grundlagen erlernt werden, um später die schwierigeren Bereiche durchdringen zu können.

Lass dich beflügeln

Es entsteht ein beflügelnder Kreislauf, wenn du nach jedem Erfolgserlebnis mit erhöhter Neugier weiterlernst und weitere Erfahrungen in einem Gebiet machst. Es sollte dich also aus guten Gründen nichts davon abhalten, dich weiter mit immer neuen Techniken und Fähigkeiten, Themen und Lebensfeldern vertraut zu machen.

Endlich Klarheit!

Vielbegabte Menschen lebten ihr Leben bis zur „Entdeckung“ dieser Qualität oft in einem Gefühl großer Bedrückung. Sie fühlten sich unverstanden, irgendwie falsch, fremd – wie von einem anderen Stern. Manche sind in ihrer Familie krasse Außenseiter, manchmal ist aber auch die ganze Verwandtschaft vom Außenseitertum geprägt, denn Vielbegabung – oft gepaart mit Hochsensibilität – taucht in vielen Familien gehäuft auf.

Aber auch eine späte Erkenntnis führt zu sichtbarer Erleichterung und lässt ein Lachen in den Augen aufblitzen. Viele beginnen ihre Lebensgeschichte neu zu erzählen, so, als hätten die geänderten Vorzeichen alles in ein anderes Licht gerückt, als hätten sich ihre Perspektiven vollständig geändert. Der neue Blickwinkel ermöglicht eine Umdeutung all dessen, was war. Oft fällt die Vergangenheit zusammen wie ein Kartenhaus.

Selbst- und Zeitmanagement für vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten

Viele Multitalente können sich schwer entscheiden, haben Probleme mit ihrer Zeiteinteilung oder wissen nicht genau, wie sie ihre Kreativität lenken können. Sie pendeln zwischen Mut und Verzagtheit, Begeisterung und Selbstzweifeln. Das kann sich ändern. Das E-Book mit dem effektiven Selbst-Coaching für vielbegabte Scanner-Persönlichkeiten zeigt dir auf 90 Seiten effektive Wege zu glücklich gelebter Neugier und innerer Freiheit.

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