Klug und sexy zu sein ist für mich nicht nur kein Widerspruch, sondern beide gehören untrennbar zusammen. Gerade kluge Frauen haben es nicht immer leicht, die Balance für ihr Leben zu finden. Da viele hochsensible Frauen auch gleichzeitig hochbegabt sind, ist es mir wichtig, dieses Thema zu vertiefen.

Das Los der intelligenten Frauen

Dürfen Frauen auch intelligent sein? Was für eine Frage! Sie ist aber nicht so absurd, wie es scheint. In meiner Arbeit mit außergewöhnlichen Menschen habe ich nicht nur hochsensible und hochsensitive Klienten, sondern auch viele hochbegabte Erwachsene. Ihre kognitive Hochbegabung kann unter Umständen die Themen Partnerschaft, Liebe und Sexualität belasten. Insbesondere die Partnerwahl stellt für Hochbegabte des Öfteren eine besondere Herausforderung dar. Wer über einen messerscharfen Verstand verfügt, ein echtes Ass im Analysieren und Strukturieren ist oder über eine ausgeprägte verbale, kommunikative Kompetenz verfügt, muss noch lange kein Meister in Herzensdingen sein. Frauen haben daher oft besonders zu ringen.

Lieber süß und dumm?

Viele kluge Frauen leiden oftmals geradezu unter ihrer kognitiven Intelligenz. Wer kennt das nicht: Mädchen werden dafür gelobt, hübsch auszusehen und sich lieb zu verhalten. Jungen hingegen bekommen viel eher für ihre Klugheit oder für Leistungen Anerkennung. Das hat sich auch in den letzten Jahrzehnten nicht verändert. Viele meiner Klientinnen berichten, dass es ihnen sehr schwerfällt, einen passenden Partner zu finden, der nicht von ihnen erwartet, dass sie sich kleiner machen oder dümmer anstellen. Zwei Aussagen dieser intelligenten und erfolgreichen Frauen als Beispiel:

Eine Frau erzählte, dass sie nach dem zweiten Treffen mit einem Mann, den sie auf einem Online-Dating-Portal kennengelernt hatte, von ihm gefragt wurde, wofür sie denn überhaupt einen Mann bräuchte. Als sie etwas irritiert nachfragte, zählte der Gute auf, dass sie sich ja prima selbst ernähren könne, einen wunderbar stabilen Freundeskreis habe, spannende Hobbys lebe, in einem schönen Haus wohne und keineswegs den Eindruck mache, wirklich eine Partnerschaft zu brauchen. Von einem weiteren Kontakt wollte dieser Mann nichts wissen.

Eine zweite Frau erzählte, dass ihr Partner nach einem halben Jahr, in dem sie bereits zusammenwohnten und die langfristige Zukunft planten, Hals über Kopf die Partnerschaft beendete. Seine Begründung war: „Du bist einfach zu stark für mich. An deiner Seite fühle ich mich schwach, unmännlich und erfolglos.“ Und weg war er.

Mögen Männer keine Frauen, die klüger sind, als sie selbst?

Aus meiner Sicht sind diese Beispiele typisch, und sie werden auch von einigen Umfragen und Untersuchungen bestätigt. Oft heißt es, Männer möchten keine Frauen, die klüger sind, als sie selbst. Dies führt sogar dazu, dass einige akademisch gebildete Frauen ihre Berufe verleugnen, um potenzielle Partner nicht zu verschrecken. Aber ist so etwas wirklich immer noch nötig? Die Wissenschaft hat das überprüft. Im Jahr 2000 wurde beispielsweise eine Studie der Universität Buffalo (New York), der Universität in Thousand Oaks (Kalifornien) und der Universität von Texas in Austin veröffentlicht. In sechs Tests wurde das Beuteschema junger Männer einem Realitätscheck unterzogen. Dabei gaben 86 Prozent zu Beginn der Studie die Auskunft, dass sie sich eine intelligente Frau wünschen und sogar eine Frau kennenlernen möchten, die ihnen intellektuell überlegen sei.

Hierbei traf allerdings ein Wunschdenken auf die Realität, die noch immer anders aussieht.

Wunschdenken trifft Realität

Zwar gaben die Studienteilnehmer zunächst an, intelligente Frauen attraktiv zu finden, ließen jedoch in weiteren Tests durchblicken, dass diese Frauen ihre eigene Männlichkeit erschüttern und nicht der eigenen Vorstellung einer Partnerschaft entsprechen. Blindstudien ergaben dann, dass Männer intelligentere Frauen automatisch als unattraktiv einstuften und für eine Beziehung als ungeeignet einschätzten. Hieraus ließ sich ein Zusammenhang zwischen Männlichkeit und weiblicher Intelligenz herstellen, der auf ein traditionelles Rollenverständnis hindeutet. Darin wird der Mann als klar analytisch, rational denkend und gebildet, die Frau als emotional, sentimental und eher weniger gebildet dargestellt.

Die Angst der Männer

Wenn Männer gebildeten Frauen einen Korb geben, liegt dies oftmals an ihrer Angst vor dem Verlust der Männlichkeit und ist somit ein klares Problem des männlichen Egos. Männer scheinen bezüglich ihres Egos leichter kränkbar zu sein als Frauen, was diese narzisstische Entwicklung begünstigt. Was aber heißt das für die Frauen? Sollen sie ihre Intelligenz, ihre Bildung oder ihr Wissen verheimlichen, um auf einen Partner attraktiver zu wirken?

Willst du das Thema vertiefen, lies mehr dazu in meinem Buch Erotische Intelligenz.

Kennst du schon unsere 1-Minuten-Coachings?

Wir können uns das Wissen und die Kraft unseres Unterbewusstseins zu Nutze machen, wenn wir zu verstehen lernen, was es uns sagen will und begreifen, wie das Unterbewusstsein arbeitet. Wir müssen dafür einerseits die Impulse unseres Unterbewusstseins wahrnehmen, um uns dann bewusst entscheiden zu können, diesem Impuls zu folgen oder nicht. Andererseits können wir selbst unserem Unterbewusstsein Botschaften vermitteln. Genau dies tun wir mit den 1-Minuten-Coachings. Unter diesem Link findest du weitere Informationen: 1-Minuten-Coachings.

Sig