Hochbegabt zu sein bedeutet oft die Fähigkeit, sich stark in Probleme und deren Lösung vertiefen zu können, einen ausgeprägten Perfektionismus zu pflegen und eine sehr kritische Einstellung zur eigenen Leistung zu haben.

Hochbegabte Menschen wollen nicht irgendeine, sie wollen einfach nur DIE perfekte Lösung! Aber die perfekte Lösung gibt es natürlich nicht. Im Gegenteil. Perfektionismus ist der Feind des Guten!

Einerseits ist diese Arbeitseinstellung eine Gabe: Wer könnte bessere Leistungen und Ergebnisse abliefern als so hochmotivierte Menschen?!
Andererseits empfindest du Hochbegabung vielleicht dann als Fluch, wenn Andere fragen, warum du dich manchmal bis zum Hals in ein Problem stürzt und davon erst ablässt, wenn sie das Ergebnis schon längst als ausreichend bewertet haben.
Denn nach einer intensiven Phase voller Problemlösungen brauchst du eine, manchmal wochenlange, Pause.
Oder? Bist du so? Das ist eine Besonderheit bei vielen hochbegabten Menschen, besonders dann, wenn sie gleichzeitig hochsensibel und hochsensitiv sind.

Vielleicht wirst du jetzt sagen: Ja, ich bin so, aber ich kenne andere Hochbegabte, die anders sind. Die bearbeiten Aufgabe um Aufgabe, sind dabei schnell, effizient und die Ergebnisse sind auch noch perfekt. Stimmt, diese Hochbegabten gibt es auch. Aber sie sind selten. Und bitte: Vergleich dich nicht. Vergleiche führen zu nichts Gutem!

Viele Hochbegabte sind echte Saisonarbeiter, sie brauchen lange Pausen zwischen den Aufgaben, in denen sie lethargisch, traurig und antriebslos sind.

Ihnen fehlt ihre Aufgabe und oftmals können sie nicht mal den Erfolg der abgeschlossenen Arbeit genießen. Kennst du das?

Was jetzt wichtig ist, ist dass du dich nicht von Anderen kritisieren lässt, wenn du einen langen inneren und äußeren Abstand Pause brauchst. Und sei sie auch noch so lange.

Wenn du diese Erholungsphase beenden willst, dann nutzt du am besten deine Kreativität, um dir einen neuen Anreiz zu überlegen. Was kann dir helfen, schneller aus diesem Loch raus zu kommen, was interessiert dich? Hast du vielleicht Lust, dich intensiv mit einem deiner Hobbys zu beschäftigen, willst du vielleicht versuchen, die genauen Mechanismen einer Achterbahn zu verstehen, um sie anschließend zu fahren? Oder einfach mal ein paar Kreuzworträtsel oder Sudokus machen?

Und nochmal: Egal, wie lange du eine Pause brauchst, es ist okay.

Weil du und dein Gehirn die Pause brauchst, weil sie dir guttut und weil sie für dich wichtig ist. Nach der Pause kannst du dann wieder durchstarten, genieße die Ruhe bis dahin!

Sig