Stell dir vor, es gäbe ein Rezept für ein glückliches Leben. Mit klaren Anleitungen, wie du dauerhaft Freude und Ausgeglichenheit in deinen Alltag holen kannst. Klingt zauberhaft, ist aber real. Damit beschäftigt sich die Wissenschaft der positiven Psychologie, die wir im metakognitiven Kurzzeit-Coaching – MKKC® einsetzen. Sie beantwortet dir die Frage, wie du dein volles Potenzial entfalten kannst. Glück ist ein Muskel, den man trainieren kann. Und es geht immer um den Einklang von Verstand und Gefühl.

Von den Defiziten zu den Stärken

Die positive Psychologie ist eine Strömung der Psychologie, die ein revolutionäres Umdenken anregt. Bis zur Jahrtausendwende wurde in der Psychologie der Fokus auf die Psychopathologie gelegt – das ist die Lehre von dem, was unsere Seele krank macht. Der Blick lag auf den Störungen und den psychischen Krankheiten. Negative Verhaltensweisen und Symptome wurden als Störfaktoren gesehen und bekämpft. Sie wurden als Feind betrachtet, der beseitigt werden musste.

Die positive Psychologie stellt dir andere Fragen:

Was macht dich glücklich? Wie verbesserst du konsequent und dauerhaft dein tägliches Wohlbefinden? Die entscheidende Grundidee dabei lautet: Unglück zu vermeiden bedeutet nicht automatisch, dass du glücklich bist. Gesundheit ist mehr als nur die reine Abwesenheit von Krankheit.

Die positive Psychologie wird erst seit den 1990er Jahren durch den US-amerikanischen Psychologen Martin Seligman intensiv erforscht. Sie ist die Grundlage unseres Coaching-Systems des metakognitiven Kurzzeit-Coachings – MKKC®.

Die Positive Psychologie untersucht, was das Leben lebenswert macht und worin das Potential des Menschen liegt. Der Schwerpunkt liegt auf den Fähigkeiten und den Charakterstärken des Menschen. Im metakognitiven Coaching werden diese identifiziert und gestärkt.

Gewohnheit ist alles

Dein Gehirn kann bis zum letzten Atemzug Neues erlernen. Das ist gut, weil du dadurch bis ins hohe Lebensalter dazulernen kannst. Das ist schlecht, weil dein Gehirn sich dadurch auch schlechte Gewohnheiten aneignen kann. Das Negative zu sehen ist eine dieser schlechten Angewohnheiten.

Wenn du anfängst, Glücksmomente in dein Leben zu holen, kann dein Gehirn sprichwörtlich neue Wege gehen. Je öfter du einen positiven Gedanken denkst oder ein positives Gefühl fühlst, desto stabiler wird dieser Weg und es wird immer leichter, ihn zu benutzen.

Wenn du anfängst, deine Wahrnehmung auf das Positive in deinem Leben zu richten, wird dir das mit jedem Mal leichter fallen. Die alten Wahrnehmungen werden von den neuen Sichtweisen überlagert.

Kleiner Anstoß – große Wirkung

Das führt zu einer regelrechten Erfolgsspirale: Du nimmst zunehmend das Gute wahr. Das macht dich zufriedener. Du blickst gut gelaunt auf deine Umgebung, begegnest positiveren Menschen und wirst glücklicher.

Glückszustände erweitern die Wahrnehmung und bauen Ressourcen auf. Sie machen dich mutiger und motivierter. Du probierst vermehrt Neues aus und eine neue Welt eröffnet sich dir. Deine Sichtweise hat sich geändert und du kannst sie als positiv wahrnehmen.

Das Resultat: Deine Wahrnehmung darauf zu trainieren, Positives zu sehen, stößt eine Wechselwirkung an. Dein Glücksmuskel wird trainiert – und das mit immer weniger Aufwand!

Der Mythos des positiven Denkens

Unter positivem Denken stellen wir uns in der Regel die vollkommene Abwesenheit negativer Gedanken vor. Dabei steht fest: zu versuchen, immer nur positiv zu denken, ist in etwa, als würdest du versuchen, einen Wasserball unter Wasser zu drücken. Sowohl der Wasserball als auch negative Gedanken drängen immer wieder an die Oberfläche. So schlecht ist das nicht, denn es gibt einen Grund, dass wir negative Gefühle haben.

Tatsächlich ist Pessimismus genetisch bedingt. Unseren Vorfahren halfen Pessimusmus und Misstrauen beim Überleben, denn sie wurden dadurch sehr vorsichtig. Heute sind lebensbedrohliche Situationen weniger geworden, jedoch spielen negative Gedanken immer noch eine wichtige Rolle. Sie warnen uns vor Überforderungen und Gefahren.

Die positive Psychologie beschäftigt sich mit den Stärken und nicht mit den Defiziten des Menschen.

Das heißt nicht, dass negative Gefühle, unangenehme Charaktereigenschaften oder Krankheitssymptome ignoriert werden.

Stattdessen begibt die positive Psychologie sich auf Schatzsuche. Welche positive Eigenschaft versteckt sich hinter diesem unerwünschten Symptom? Alles, was wir fühlen, denken oder spüren, hat eine wichtige Funktion und darf in dieser Wertschätzung und Anerkennung erfahren.

Dein Makel als Schutzengel und nicht als Feind

Das Gute im Schlechten zu finden, ist eine lebensverändernde Detektivarbeit. Im Metakognitiven Kurzzeit-Coaching MKKC® bekommst du bei der Aufklärung Unterstützung vom Coach.

  • Würdest du dich als trotzigen Menschen bezeichnen? Dahinter steckt die Fähigkeit, nein zu sagen.
  • Oder als faulen Menschen? Dann hast du vielleicht die Fähigkeit, zu hohen Leistungsanforderungen aus dem Weg zu gehen.
  • Plagen dich Existenzängste? Super. Du zeigst damit die Fähigkeit, für die Zukunft zu sorgen und vorausschauend zu agieren.

Dies gilt auch für körperliche Symptome:

  • Du hast häufig Kopfschmerzen? Sie erinnern dich daran, weniger zu arbeiten und mehr Pausen zu machen.
  • Oder Rückenschmerzen? Ein liebevoller Hinweis deines Körpers, dir mehr Zeit für Bewegung zu nehmen.

An dieser Stelle ist Vorsicht geboten, denn jedes körperliche Symptom sollte zusätzlich medizinisch abgeklärt werden. Sie können trotzdem eine Botschaft haben.

Die positive Psychologie als Grundhaltung

Therapeuten, Berater oder Coaches, die auf die positive Psychologie spezialisiert sind, arbeiten ressourcenorientiert. Sie schauen, was du als Klient bereits an hilfreichen Fähigkeiten hast. Sie arbeiten gemeinsam mit dir daran, diese auszubauen und weitere Kompetenzen zu erlangen.

Sie konzentrieren sich darauf, zunehmend lebensbejahende Erfahrungen in dein Leben zu holen. Gemeinsam erarbeitet ihr eine Liste mit Umständen, die deine Lebensqualität steigern. Diese Umstände ins Leben zu integrieren, bedarf Übung – auch daran arbeitet ihr. Das Ziel des Therapeuten ist dein Aufblühen!

Gezielte Fragen können dich im Coaching daran erinnern, was es für schöne Erlebnisse und funktionierende Bewältigungsstrategien in der Vergangenheit gab. Denn was du schonmal erreicht hast, wirst du wieder erreichen!

Therapeuten, Coaches und Berater, die auf die positive Psychologie setzen, zeigen eine andere Haltung als ihre Kollegen aus der traditionellen Psychologie. Ihr Fokus liegt auf dem, was du tun kannst, statt auf dem, was du nicht tun kannst.

Die Entwicklungschance einer Krise steht im Vordergrund.

Gemeinsam schauen wir, wie du gestärkt daraus hervorgehen kannst. Wir fahnden nach deinem Potential und ermutigen dich, neue Schritte zu machen. Es geht um den Aufbau deiner psychischen Widerstandskraft – der Resilienz. Sie hilft dir dabei, zukünftigen Krisen mit voller Kraft entgegenzutreten und sie zu meistern.

Sei deines Glückes Schmied

Als Klient hast bist du in der Verantwortung. Es ist nicht die Aufgabe eines Coaches, dir ein unangenehmes Symptom wegzunehmen. Es ist deine Aufgabe, aktiv an dir selbst zu arbeiten und dir neue Fähigkeiten und Stärken anzueignen.

Vor allem ist es deine Aufgabe, dir bewusst zu machen, wie viele Ressourcen du bereits in dir trägst. Darauf kannst du deinen Fokus legen und wir zeigen wir, wie das gelingt.

Je mehr Gewicht du auf die positiven, gesunden Aspekte deiner selbst legst, desto schlechter können die negativen, störenden Aspekte überleben.

Die berühmte Aussage „Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied“ ist somit dein neues Motto und mächtiger denn je. Die positive Psychologie legt viel Wert auf eine aktive Rolle des Menschen im Finden von Glück und Sinn in seinem Leben. Es braucht nicht immer eine professionelle Begleitung dabei. Auch du selbst kannst viel dazu beitragen, glücklicher zu sein.

Hol dir das Glück ins Leben

Die positive Psychologie wurde von dem amerikanischen Psychologen Martin Seligman begründet. In vielen Jahren der empirischen Forschung haben er und seine Kollegen herausgefunden, welche Bereiche unseres Lebens für unser Glück verantwortlich sind: Positive Gefühle, Engagement, Positive Beziehungen, Sinnhaftigkeit und Erfolg.

Daraus ergeben sich folgende Empfehlungen:

  • Versuche möglichst viele positive Gefühle, wie Dankbarkeit, Enthusiasmus, Zufriedenheit, Befriedigung, Hoffnung, Liebe oder Vergnügen in dein Leben zu holen.
  • Engagiere dich für Dinge, die dir am Herzen liegen.
  • Pflege deine Beziehungen! Forscher haben herausgefunden, dass eine Beziehung als qualitativ gut eingeschätzt wird, wenn auf jede negative Interaktion wie zum Beispiel Streit, mindestens fünf positive Interaktionen kommen. Als positiv wahrgenommen werden Interaktionen wie Zuwendung, Wertschätzung, Mitgefühl, Freude und Zärtlichkeit.
  • Beschäftige dich mit dem Sinn des Lebens und finde heraus, wofür es sich zu leben lohnt für dich.
  • Arbeite an deinem Erfolg. Auch tägliche kleine Erfolgserlebnisse fördern die Zufriedenheit.
  • Bleibe achtsam!
  • Mach dir deine Stärken bewusst. Bis du humorvoll? Kreativ? Neugierig? Oder hast du ein ausgesprochen gutes Urteilsvermögen?
  • Reflektiere regelmäßig die oben genannten Punkte und sei ehrlich zu dir selbst.

Ein Wegbegleiter für die positive Psychologie – das Journal

Es gibt viele Methoden, um die Suche nach dem Glück in deinen Alltag zu integrieren. Du kannst sie allein machen oder in Begleitung eines Coachs oder Therapeuten. Um eine optimistischere Sichtweise auf das Leben zu bekommen, hat es sich bewährt, ein Journal zu führen. Anders als beim Tagebuch, gibt es beim Journal konkrete Aufgaben und Fragen, die dich durch den Tag begleiten.

Folgende Fragen und Übungen haben sich im Coaching sehr bewährt:

  • Schreibe jeden Morgen drei Dinge auf, für die du dankbar bist. Dies schärft deinen Blick für alle das Schöne, das sich bereits in deinem Leben befindet. Es ist empirisch belegt, dass Dankbarkeit gute Gefühle hervorruft.
  • Schreibe jeden Abend drei Dinge auf, die an dem Tag gut waren. So behältst du positive Ereignisse in Erinnerung.
  • Stelle dir abends die Frage, warum diese Dinge gut waren – konntest du dazu beitragen? Wenn ja, welche deiner Stärken und Fähigkeiten haben dir dabei geholfen?
  • Schreibe jeden Abend auf, welche Dinge dir dan dem Tag Freude gemacht haben.
  • Schreibe jeden Abend auf, wann du dich tagsüber lebendig gefühlt hast.

Was du sonst noch tun kannst

Die positive Psychologie gehört zur Achtsamkeit. Trainiere deine Achtsamkeit.

Achtsam zu sein, bedeutet, den inneren Autopiloten abzustellen. Du begibst dich in das Hier und Jetzt und aktivierst deine Wahrnehmung für das, was sich um dich herum befindet. Achtsam zu sein bedeutet, dass du die Sonne wahrnimmst, die deinen Rücken wärmt und dir bewusst machst, was es für ein wunderschöner Tag ist. Es bedeutet, dein Gegenüber detailliert zu betrachten und Details zu finden, die du nie gesehen hast.

  • Umgebe dich mit Humor. Überlege dir, wer oder was dich zum Lachen bringt und verordne dir selbst eine Dosis Lachen pro Tag.
  • Mach Menschen, die du triffst, Komplimente. Du wirst merken, dass sich das gut anfühlt.
  • Mach eine Liste darüber, wer oder was dich glücklich macht. Begegne aktiv diesen Menschen und Situationen.
  • Mach eine Liste mit deinen eigenen Stärken. Und mit den Dingen, die du an dir magst.
  • Achte auf deine Körperhaltung. Unser Denken und unsere Gefühle beeinflussen deine Körperhaltung. Im Gegenzug kannst du deine Körperhaltung gezielt einsetzen, um deine Gefühle und Gedanken zu verändern.

In der englischen Sprache gibt es den Spruch: „Fake it till you make it“, zu deutsch: Fälsche es, bis du es schaffst. Das trifft auch auf das Fühlen zu.

  • Gehe aufrecht, bis du dich gut fühlst. Je aufrechter du gehst, desto besser wirst du dich fühlen.
  • Lächle, bis du fröhlich bist. Je fröhlicher du bist, desto mehr wirst du lächeln.
  • Hebe deinen Kopf, mach einen geraden Rücken und bewege deine Mundwinkel nach oben. Wenn du das vor einem Spiegel machst, umso besser, es wird dich amüsieren. So oder so – irgendwann glaubt dir dein Körper.

Er startet die Erfolgsspirale – ein Engelskreis!

Herzlichst
Anne