„Wenn einer 75 Jahre alt ist, kann er nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die selbst unsern irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.“ Johann Wolfgang von Goethe 

 

Seele – Was ist das eigentlich?

Das Wort Seele kommt in zahlreichen Redewendungen vor wie beispielsweise „mit Leib und Seele“ oder „Balsam für die Seele“, wir sprechen von unserer Seelenlage oder unserem Seelenleben. Was ist mit diesem wohlklingenden Wort eigentlich genau gemeint?

Die menschliche Seele wurde und wird unter sehr unterschiedlichen Aspekten betrachtet. Wer sich auf die Suche begibt, dem Wort Seele nachzuspüren, trifft auf diverse Lehren und Traditionen. Der Begriff findet sich im Zusammenhang mit der Mythologie, der Religion, der Philosophie oder der Psychologie. Im allgemeinen Sprachgebrauch verwenden wir Seele oft als Sammelbegriff für unsere emotionalen Empfindungen sowie für das, was sich in unserem Geist abspielt. Seele ist heute weitgehend dasselbe wie Psyche – ein Wort, das theoretischer, medizinischer und weniger seelenvoll klingt. Aber als Leitwort kann Seele ebenfalls für alles gelten, was unseren Gefühlsregungen zugrunde liegt, diese in eine Ordnung bringt und auf unseren Körper und dessen Funktionen ausstrahlt.

Viele Menschen glauben, unsere Seele sei unsterblich und der physische Tod könne ihr nichts anhaben. Sie nehmen an, unsere Seele werde nicht erst durch die Zeugung geschaffen, sondern finde nur vorübergehend eine Heimat in einem Körper. Wer so denkt, hält die Seele für die Essenz einer Persönlichkeit und den menschlichen Körper in seiner Vergänglichkeit für unwesentlich im Vergleich dazu.

Eine besondere Sichtweise ist zudem die Lehre von der Reinkarnation oder Seelenwanderung. Diese geht davon aus, dass die Seele nacheinander in verschiedenen Körpern wiedergeboren werden kann.

Moderne Philosophen nehmen gegenüber der Seele sehr gegensätzliche Positionen ein. Manche gehen davon aus, sie existiere eigenständig und unabhängig vom Körper. Andere führen alles Mentale prinzipiell auf rein biologische Vorgänge zurück. Zwischen diesen Antagonismen bewegen sich die unterschiedlichsten Theorien, die das Mentale zwar für real halten, der Seele aber oft nur eine begrenzte Bedeutung beimessen.

Philosophie, Religion und Naturwissenschaft geben also verschiedene Antworten auf die Frage „Was ist Seele?“ Sie stimmen aber überein, dass Seele nicht gleich Materie ist. Die grundlegenden Unterschiede bestehen in dem angenommen Verhältnis zwischen Seele und Körper.

Damit wir nicht aneinander vorbeireden

Die philosophischen Erklärungen sind mir persönlich zu theoretisch, ich liebe einfache und klare Vorstellungen, die mir eine Theorie veranschaulichen. Ich nutze gern den Wasserkreislauf der Erde als Bild, um mein Verständnis von Seele und Seelenpartnerschaft zu beschreiben.

Das Wasser auf der Erde befindet sich immerfort im Kreislauf.

Er beginnt, wenn Wasser aus den Meeren verdunstet und dabei in die Atmosphäre gelangt. Der Wasserdampf steigt auf und bildet Wolken. Die Wolken werden landeinwärts geweht und bringen uns Niederschlag: Regen, Hagel oder Schnee. Ein Teil des Niederschlags wird von den Pflanzen aufgefangen und kehrt auf dem Weg der Verdunstung wieder in die Atmosphäre zurück. Wenn der Niederschlag den Boden erreicht, sickert er dort ein, wo er entweder bis zum Grundwasser vordringt oder langsam hangabwärts fließt.

Die Bäche und Flüsse nehmen das Wasser aus der Umgebung auf und leiten es ins Meer oder in einen See zurück, um das Wasser zu ersetzen, das dort verdunstet ist. Das Wasser fließt also zurück und der Kreislauf beginnt von vorn. Wasser kann fest, flüssig und gasförmig sein. Kein Tropfen geht je verloren, jedes H2O-Molekül war auch während der letzten sechs Milliarden Jahre der Evolution zu jeder Zeit schon an irgendeiner Position des Kreislaufs.

Das Wasser steht für mich für die Weltenseele, das allumfassende Sein, die Schöpfung, das EINE.

Je nach Bewusstseinszustand kann sich jeder bewusst sein, an welcher Stelle im Kreislauf des Lebens er sich gerade befindet. Vielleicht fühlst du dich mit allen anderen Wassertropfen verbunden oder gehst gerade als einsamer Eisklumpen durchs Leben. Was den Eisklotz zum Schmelzen und in Bewegung bringt, ist die Wärme der Sonne, die Liebe, das Glück. Ich mag dieses naive Kinderbild sehr.

Alle Seelen sind also letztendlich aus derselben Quelle entstanden und auf einer sehr tiefen Ebene sind wir alle miteinander verbunden. Das tiefe Gefühl, das ein Teil von uns fehlt, ist ein Hinweis auf die Sehnsucht unserer Seele, die umfassende Einheit wiederzufinden. Viele Menschen haben sich so weit von ihrem inneren Wesen entfernt, dass sie einen großen Schmerz und unerfüllte Sehnsucht in sich tragen. Diese tiefe Sehnsucht weckt uns auf, holt uns aus unserer Komfortzone und schubst uns letztendlich auf unseren Weg.

Bereits als Kind habe ich es oft erlebt, dass meine Seele meinen Körper verlassen hat.

Das war für mich normal und ich machte mir keine Gedanken darüber. Ich reiste einfach ab und zu mal als Geist durch die Gegend, wie ich es nannte. Dass ich nicht mein Körper bin, war mir also schon mit etwa sechs Jahren bewusst, aber ich habe mich nicht besonders dafür interessiert. Später hatte ich eine Nahtod-Erfahrung, die mir wieder sehr deutlich machte, dass das, was ich bin, nicht mein Körper ist, auch nicht mein Verstand oder meine Gefühle, denn sie sind an einen Körper gebunden. In tiefer Meditation passiert es auch, dass ich körperlos werde, in der Stille der Natur oder im Schlaf.

Was ist Seele für dich?

Finde den Zugang zu deiner eigenen Antwort, indem du dich fragst, ob du die menschliche Seele als an den Körper gebunden, als von Gott geschaffen und an den Körper ausgeliehen oder als real nicht existent betrachtest. Frage dich auch, ob diese drei Instanzen Körper, Seele und Gott deiner Wahrheit nahe kommen oder ob diese für dich ganz woanders liegt.

Ich lade dich unbedingt dazu ein, mir nichts zu glauben, meine Worte immer kritisch zu hinterfragen und abzulehnen, was für dich nicht passend ist.

Sie sind wieder da: Unsere 1-Minuten-Coachings

Wir können uns das Wissen und die Kraft unseres Unterbewusstseins zu Nutze machen, wenn wir zu verstehen lernen, was es uns sagen will und begreifen, wie das Unterbewusstsein arbeitet. Wir müssen dafür einerseits die Impulse unseres Unterbewusstseins wahrnehmen, um uns dann bewusst entscheiden zu können, diesem Impuls zu folgen oder nicht. Andererseits können wir selbst unserem Unterbewusstsein Botschaften vermitteln. Genau dies tun wir mit den 1-Minuten-Coachings. Unter diesem Link findest du weitere Informationen: 1-Minuten-Coachings.

Sig