Die eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben, ist für viele Menschen eine sehr intensive Erfahrung.

Für viele ist sie ein ausgesprochen reinigender Prozess, der dazu führt, dass viele Zusammenhänge klar werden, Dinge bewusst werden und Beziehungen sich klären.

Ich lese wöchentlich ungefähr zwei Lebensgeschichten. Da viele außergewöhnliche Menschen auch sehr außergewöhnliche Lebensläufe und ungewöhnliche Erfahrung haben, sind auch diese Lebensgeschichten sehr oft sehr bunt.

Aber das, was ich heute gelesen habe, hat mich so sehr bewegt, wie selten.

Ich fragte mich beim Lesen, wie ein Mensch so eine Kindheit überleben kann. Ich war in Tränen aufgelöst, als ich las, wie malträtiert Körper, Verstand und Gefühle werden können und vor allem, welche Wege eine Seele finden kann, um unbeschadet, im tiefsten Kern unberührt, den Menschen in dem sie wohnt durch das Leben führt.

Oder vielleicht ist es Gott? Ich weiß es nicht. Ich spreche selten von Gott und noch seltener öffentlich, denn ich weiß nicht wirklich, was das ist.

Aber nach dieser Lebensgeschichte stellt sich mir wieder einmal die Frage, wie sehr wir geführt und beschützt werden in unserem Leben und wie sehr alles das, was wir erleben, uns einerseits eine Aufgabe und andererseits eine Gabe ist, die uns wachsen und uns entfalten lässt.

  • Wie intelligent ist eine Seele, die aus scheinbar ausweglosen Situationen den Körper rettet, dass er weiter existieren kann, obwohl er längst seine Grenzen erreicht hat?
  • Wie intelligent ist eine Seele, die einen blitzgescheiten Verstand dazu einsetzt sinnvolle Überlebensmechanismen zu entwickeln?
  • Wie intelligent ist eine Seele, die es Gefühlen und Emotionen ermöglicht, nicht abzusterben, sondern eine Art emotionales Koma gestattet, wenn etwas unerträglich wird und aus dem der Mensch wieder fühlend erwachen kann?
  • Wie intelligent ist eine Seele, die Begegnungen schickt, die Hoffnung schenken, und sei es nur für wenige Tage, bevor das Dunkel wieder zuschlägt?
  • Wie intelligent ist eine Seele, die immer wieder am Ende eines dichten, dunklen, unendlich erscheinenden Tunnels das Licht entdecken lässt?

Für viele Menschen wäre sicher der Tod ein Ausweg, entweder selbst gewählt oder unbewusst durch Krankheit herbeigeführt. Aber dieser ganz besonders intelligente, ganz besonders sensible und außerordentlich sensitive Mensch, – dieser ganz besonders begabte Mensch – , hat andere Wege gefunden, die sich normal begabten wahrscheinlich nicht erschlossen hätten.

Und wieder stellt sich auch die Frage: Wird ein Mensch, der solchen Grausamkeiten und traumatischen Erfahrungen ausgesetzt ist, dadurch erst hochsensibel und hochsensitiv und damit hochbegabt? Also die berühmte Frage nach Henne und Ei. Ehrlich gesagt, es ist mir egal.

Was ich heute sehe ist, dass es scheinbar auch eine Intelligenzform gibt, die ganz tief in uns wohnt und die ich nicht beschreiben kann.

Erst die Lektüre von vielen, vielen wirklich schweren Lebensgeschichten ließ in mir diese Frage aufkommen. An anderer Stelle habe ich sie auch einmal spirituelle Intelligenz genannt, aber ich glaube, das trifft es nicht genau.

Resilienz nennt man das in der Psychologie, aber auch das trifft es nicht genau. Dissoziationsfähigkeit (ja: Fähigkeit) auch nicht. Da ist noch mehr…..

Und ich habe heute auch keine Anregungen dazu. Ich möchte nur meine Gedanken und Empfindungen teilen und damit vielleicht einen Beitrag für jemanden leisten, der ein ebenso extremes Schicksal erleben musste oder noch mittendrin in einer scheinbar ausweglosen Situation steckt.

Es sieht so aus, als wäre es möglich, immer und jederzeit das Ruder herumzureißen, egal in welchem Lebensalter man ist und egal in welcher Situation. Solange man nicht wirklich am Ende ist, ganz am Ende, ist alles noch möglich und wunderbar offen!

Vielleicht ist es möglich diese Seelenintelligenz in das eigene Leben einzuladen?

Ich weiß es nicht, ich denke nur laut oder besser eher sehr still in mein Diktiergerät hinein.

Dennoch bin ich auch irgendwie sprachlos.

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Sig