So – und jetzt mache ich mich unbeliebt:

Und zwar bei all jenen Menschen,  die dem weit verbreiteten Irrtum unterliegen, dass eine Seelenpartnerschaft nur mit der Hinwendung zur eigenen Gefühlswelt und der Konzentration darauf und der Öffnung des Herzens erreichbar wäre.

Ganz im Gegenteil, ich bin davon überzeugt, dass ohne eine gehörige Portion Geistesklarheit die L(i)ebe ohne Limit nur schwer zu erreichen und dauerhaft zu leben ist.

Vollkommen unrealistische Gefühlsduselei, wie ich sie oft höre und lese, hat mit Seelenpartnerschaft nichts zu tun.

Sie ist ganz sicher nicht allzeit harmonisch, atmet nicht nur Vertrautheit und Glück und ist allzeit frei von Konflikten und Auseinandersetzungen. Ganz im Gegenteil: Seelenpartnerschaften sind eine einzige Herausforderung an die beiden Partner! Um diese Herausforderungen meisten zu können, ist vor allem Geistesklarheit erforderlich.

Geistesklarheit ist die Fähigkeit, das eigene Denken und Handeln ständig an den eigenen Vorsätzen und Zielen auszurichten und dadurch zu überprüfen.

Daneben ist es die achtsame Wahrnehmung des eigenen Handels, Fühlens und Denkens. Wer einen klaren Geist hat, wird ihn nutzen, um die eigenen Handlungen und Absichten an den klaren, selbstgesetzten Zielen zu messen. Eine geistesklare Haltung vermeidet Missverständnisse, (Selbst-)Täuschungen und Irrtümer. Ein klarer Geist unterzieht sich selbst einer ständigen Redlichkeitskontrolle, die bei genügender Mühe und Übung keinen Selbstbetrug (mehr) zulässt und den inneren Schweinehund in Schach halten kann.

Wie unromantisch!!

Aber nur derjenige, der einen klaren Geist besitzt, wird sich bei all den schwankenden Unwägbarkeiten, die ein intensives Gefühlsleben mit sich bringt, nicht vom Weg abbringen lassen: Immer das Ziel vor Augen und die eigene oder gemeinsame Lebensvision im Blick. So lassen sich heftige emotionale Stürme überstehen.

Mit Geistesklarheit statt Gefühlsduselei können sogar dunkelste Krisenzeiten zu wahren Wachstumsschüben werden. Persönliche Reifung und das Entfalten des vollen eigenen Potenzials sind mit Geistesklarheit in einer innigen, volllebendigen Seelenpartnerschaft möglich. So kann radikale Liebe wahr werden.

Die Geistesklarheit ist die wichtigste Voraussetzung um immer den Fokus auf das eigene und gemeinsame Ziel zu bewahren! Wie wichtig es ist, klar und fokussiert zu bleiben, zeigt sich schnell, wenn du dir einmal überlegst, wie die Qualität der Ergebnisse war, wenn du nicht fokussiert gewesen bist.

Der klaren Fokus zu bewahren, das gewählte Ziel nicht von Gefühlsnebeln umwabern zu lassen, – das ist für mich Geistesklarheit

Wie kannst du deine bereits bestehenden Beziehungen und auch Beziehungen, die du dir noch wünscht, die noch nicht da sind, in lebendige Felder der L(i)ebe ohne Limit verwandeln?

Dazu brauchen wir Geistesklarheit und die Macht des klar ausgerichteten Geistes.

Wir alle denken fast ständig, der Geist ist immer aktiv und selten einmal (und nur nach vielen Jahren meditativer Übungen) wirklich total still. Wenn wir aber denken, ist es wichtig, genau zu wissen, was ich denke: Ich habe die Wahl, meinen Geist konstruktiv auszurichten oder destruktiven Gedanken Raum zu geben.

Wenn du in deiner Partnerschaft Streit, Auseinandersetzung oder Langeweile erlebst, kannst du mit Geistesklarheit konstruktive Gedanken nähren und dich wieder auf dein/euer Ziel und eure Beziehungsvision ausrichten. Konstruktives Denken ist die Disziplin, die wir alle in unserem Leben mehr lieben und üben sollten.

Wenn du ein Ziel hast, musst du exakt wissen, wo du hingehen willst, um dieses Ziel zu erreichen.

Du musst wissen, was du tust und besser unterlässt und dann musst du deinen Geist disziplinieren und dich wirklich damit beschäftigen. Alle Menschen, die das Fühlen in Beziehungen mehr betonen, lade ich ein, diese vielleicht neue Sicht einmal zu prüfen.

Das Fühlen, die Emotion, ist so etwas wie der energetische Antrieb in Beziehungen. Aber wenn dieser Antrieb keine klar ausgerichtete Richtung bekommt, dann führt sie dich oft in Sackgassen.

Viele Menschen glauben, Denken sei männlich, Fühlen sei weiblich.

Das ist natürlich grob falsch. Frauen, die wirklich in ihrer weiblichen Kraft angekommen sind, sind oft wesentlich effizienter, klarer und konstruktiver im Denken, als manche Männer. Ich habe Männer getroffen, die sehr stolz waren auf ihre Rationalität und wenn man dann etwas nachgebohrt hat, konnte man feststellen, dass es darunter ziemlich empfindsam und sehr gefühlvoll zugeht.

Fühlen versus Wahrnehmen

Fühlen ist etwas, worin viele Menschen schwelgen können, worin sie sich genussvoll fallen lassen, aber das ist etwas ganz anderes, als wirklich klar wahrzunehmen. Es ist ein Mythos anzunehmen, Liebe habe nichts mit Denken zu tun. Manche Sprüche der psychospirituellen Szene wie „Komm doch mal in dein Herz“ oder „Wenn du mich liebst, dann denk nicht zu viel“, sind etwas was sehr Destruktives.

Ich finde: Wir sollten sehr klar und sehr detailliert über Liebe nachdenken.

Alle unsere Beziehungen sind Felder, in denen es gilt, wahrzunehmen, was gerade passiert. Fühlen ist etwas ganz anderes, als wahrzunehmen. Nehmen wir die Partnerschaft: Da ist das Wahrnehmen ein Öffnen für das Biofeedback des Partners. Ich nehme wahr: Geht es ihm gut? Ich schaue, was ist (ihm) angenehm, was geschieht gerade wirklich?

Wenn präzise Wahrnehmung und Geistesklarheit zusammen kommen, ist das die allerbeste Voraussetzung für das Finden und Leben einer richtig lebendigen Seelenpartnerschaft.

Sig

 

 

 

 

 

 

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