Die eigene Wirkung auf andere Menschen bestimmen zu können, ist für viele Menschen wichtig.

Meist haben sie auch ein starkes Selbstbild. Andere Menschen bemerken ihre eigene Ausstrahlung auf andere Menschen weniger. Sie legen nicht viel Wert darauf, zu wissen, wie Andere über sie denken. Es kann verschiedene Gründe geben, warum es sehr sinnvoll  ist, die eigene Wirkung auf andere Menschen genau zu kennen. Zum Beispiel als Führungskraft, Selbstständiger, Dienstleister, Freiberuflicher, – immer dann, wenn es darum geht, dass sehr viel mit anderen Menschen gearbeitet wird.

Warum weichen Selbstbild und Fremdbild voneinander ab?

Wie du dich selbst betrachtest und wie andere Menschen dich sehen, wird in den seltensten Fällen übereinstimmen. Eine Wahrnehmung ist immer von subjektiven Bewertungen, Erfahrungen und Wünschen begleitet. Dieses wird deutlich, wenn zwei Personen einen einfachen Gegenstand beschreiben sollen. Es ist bemerkenswert zu erleben, wie groß schon dabei die Abweichungen sind. Die Aufmerksamkeit wird auf bestimmte Eigenschaften fokussiert und daraus resultieren die unterschiedlichen Wahrnehmungen.

Da eine Person aus zahllosen unterschiedlichen äußeren sowie inneren Eigenschaften besteht, kann kaum jemals eine Übereinstimmung im Fremdbild und im Selbstbild erreicht werden.

Die Übertragung der eigenen Vorstellungen auf eine Person oder eine Sache wird als Realität angesehen und erzeugt eher ein gewünschtes Bild. Durch diese Übertragung entsteht aber ein verzerrtes Bild der Realität.

Mit Reflexion und Achtsamkeit kannst du dein Selbstwertgefühl stärken

Das Bild, das sich eine Person von sich selbst oder einem anderen Menschen macht, kann nur subjektiv sein. Weiterhin ist ein Bild immer nur ein Ausschnitt und niemals die gesamte betrachtete Realität.

Gerade hochsensible, hochsensitive und hochbegabte Menschen werden von ihrer Umgebung oftmals mit unpassenden Erwartungen und Bewertungen konfrontiert. Da gilt es stark zu sein und zu wissen, wer man ist, was man will und vor allem auch: Man muss sich abgrenzen können.

Wenn du versuchst, dich zu sehr den Vorstellungen anderer Menschen anzupassen, läufst du Gefahr dein eigenes “Selbst” zu verlieren.

Willst du dich überhaupt nicht anpassen, riskierst du es ausgegrenzt und gemieden zu werden.

Damit eine Person nicht in dem Spannungsfeld des Selbstbildes und den Anforderungen von außen ein gewünschtes Bild oder Image abzugeben, im schlimmsten Fall zerrieben wird, ist es wichtig, selbstreflektiert und mit Achtsamkeit zu reagieren.

Die Achtung, Wertschätzung und der Respekt der eigenen Person, den eigenen Wünschen und Vorstellungen darüber, wer man selbst ist, wer man sein möchte und wie man wirken möchte, sind eine wichtige Voraussetzung für einen “gesunden” Umgang mit der Umwelt. Ist sich eine Person über ihre eigenen Wünsche und Ziele im Klaren, kann sie auf die Anforderungen und Erwartungen der Außenwelt in reflektierter Weise reagieren. Die Anpassungen an ein gefordertes Fremdbild erfolgen dann bewusst und unter Berücksichtigung der eigenen Möglichkeiten, Vorstellungen und Wünsche.

Reagierst du in dieser Weise auf die Wünsche deiner Umwelt an deine Person, wirst du positive Erfahrungen erhalten, die wiederum dazu beitragen, dein Selbstwertgefühl zu stärken.

Hast du das Thema “Selbstbild und Fremdbild” schon mal von dieser Seite aus betrachtet?

Bei all den Bewertungen von Außen, denk immer an den Satz: “Was Peter über Paul sagt, sagt mehr über Peter, als über Paul.” Diese innere Haltung relativiert manches Feedback und lässt Erwartungshaltungen verblassen.

Herzlichst
Anne