• Selbstliebe

Selbstliebe – Wichtig für dich und deine Partnerschaft

Wir leben in einer schwierigen Zeit zwischen Überfluss, Elend und Orientierungslosigkeit. Doch uns eröffnen sich neue, positive Wege, die unser Leben, unserer Partnerschaften und die Beziehung zu anderen Menschen auf besondere Weise bereichern können. Viele von uns stehen unter dem Druck, etwas leisten zu müssen und den Erwartungen anderer zu entsprechen. Sie orientieren sich an eng gesteckten Normen und sind auf die Anerkennung anderer angewiesen. Viele erliegen der Anziehung des Geldes und folgen materiellen Werten. Doch etwas sehr Wichtiges bleibt dabei auf der Strecke: Der Weg der Selbstliebe. Ständige Selbstkritik und mangelndes Mitgefühl für sich selbst schränken die eigene Lebensqualität ein, führen zu psychischen Problemen und Schwierigkeiten in Partnerschaften. Doch was bedeutet Selbstliebe überhaupt und wie lässt sie sich erlernen?

Was ist Selbstliebe?

Klären wir zunächst, was Selbstliebe nicht ist: Sie ist weder Egoismus, noch Selbstverliebtheit, Eitelkeit oder Narzissmus. Jemand, der von sich selbst glaubt, er habe einen höheren Wert und sei etwas Besseres als seine Mitmenschen, liebt nicht sich selbst. Diese Persönlichkeitsmerkmale werden meist durch Angst, falsche Vorstellungen und negative Gefühle wie Neid und Hass hervorgerufen. Diese Gefühle wurzeln meist in dem Wunsch, vom Umfeld respektiert zu werden und zu einer Gruppe zu gehören. Leider hat unsere Gesellschaft sich in eine Richtung entwickelt, die den Konkurrenzkampf untereinander fördert. Leistung und Wettbewerb bestärken Egoismus und versuchen uns die Zeit zu stehlen und verhindern, dass wir uns auf uns selbst und höhere Werte konzentrieren können.

Was bedeutet es, sich selbst zu lieben? Es bedeutet, das eigene Ich mit all seinen Stärken, Schwächen und Fehlern zu akzeptieren. Ein Mensch, der sich selbst liebt, verdrängt seine Ängste und Fehler nicht, verzichtet aber auf harte Selbstkritik und nutzt seine Selbsterkenntnis, um mit Geduld zu wachsen und sich konstant weiterzuentwickeln. Sich selbst zu lieben, bedeutet loslassen, Angst durch Mut zu ersetzen und tolerant gegenüber sich selbst zu werden. Es bedeutet Freiheit, Lebensfreude, Nächstenliebe und Glück. Selbstliebe kann auch gesunder Egoismus genannt werden. Sie wirkt sich aber nicht zum Nachteil anderer aus. Ganz im Gegenteil: Sich selbst liebende Menschen bereichern ihr Umfeld oft durch positive Impulse.

Wie du Selbstliebe lernen kannst

Stell dir vor, du hast einen guten Freund. Du kennst ihn schon seit dem Kindergarten, bist mit ihm zusammen in die Schule gegangen und teilst deinen Freundeskreis mit ihm. Ihr habt viel zusammen erlebt: Schöne Momente und Erfolge, aber auch Trennungen, Schmerz und Leid. Nichts kann euch entzweien und wann immer er deine Hilfe braucht, bist du für ihn da, bietest Unterstützung und wärmende Worte. Auch lässt er dich nie im Stich und reicht dir die Hand, um dir nach einem Sturz aufzuhelfen. Ihr ermutigt euch gegenseitig, eure Träume und Wünsche zu erfüllen.

Natürlich hat dein Freund auch Fehler und Schwächen, aber würdest du ihn deswegen ständig kritisieren? Würdest du im vorhalten, er sei faul, weil er keine Überstunden macht? Würdest du ihm sagen, er sei ein Egoist, wenn er sich manchmal Zeit für sich nimmt? Würdest du denken, er sei ein schlechter Mensch, weil er übergewichtig ist und nicht gut rechnen kann? Würde er dir deshalb weniger bedeuten? Nein, sicherlich nicht.

Du würdest ihm wahrscheinlich helfen, an seinen Schwächen zu arbeiten. Du würdest ihn ermutigen, mit sich selbst zufrieden zu sein und sich zu akzeptieren. Und du würdest ihn für Fortschritte loben, seien sie noch so klein. Doch warum sind wir oft so hart zu uns selbst? Warum kritisieren wir uns, gönnen uns wenig Freiheit, machen uns selbst Angst und reden unsere Erfolge klein? Wahrscheinlich ist es unsere moderne Wettbewerbsgesellschaft in Verbindung mit evolutionären Aspekten. Das ist unnötig: Denn wir können auch wachsen und gedeihen, wenn wir uns selbst akzeptieren und lieben.

Sich selbst zu lieben, bedeutet also vor allem, sich selbst ein guter Freund zu sein und das eigene Ich zu achten und respektieren.

Selbstliebe: Sei dir selbst ein guter Freund

  • Übe dich in Vergebung. Verzeih dir deine Fehler und höre auf, dich klein zu machen oder zu kritisieren.
  • Akzeptiere deine Schwächen und negative Gefühle wie Hass und Wut.
  • Lobe dich – auch für kleine Erfolge.
  • Mach dir Mut, wenn du Angst hast oder an dir zweifelst.
  • Höre auf dein Herz, deine Träume und Wünsche.
  • Sei geduldig mit dir selbst. Gewohnheiten zu ändern oder Neues zu lernen braucht Zeit.
  • Bring dir selbst die Wertschätzung entgegen, die du einem guten Freund entgegenbringen würdest.
  • Sprich dir Mut zu, unterstütze dich, höre dir zu und sei für dich da.

Du wirst freier werden, mehr zu dir selbst finden und auf dein Herz hören. Loslassen von Zweifeln und Selbstkritik schafft viel Freiheit. Weniger Ängste und Zweifel werden dich plagen, dein Handlungs- und Gestaltungsspielraum wird sich vergrößern und du kannst anderen Menschen mit mehr Offenheit begegnen, während du toleranter und gelassener durch das Leben gehst.
Energie, die du vorher in Selbstzweifel, Selbstkritik und Selbsthass investiert hast, kannst du nun nutzen, um deine Herzenswünsche zu erfüllen.

Löse dich von Menschen, Orten und Strukturen, die dir nicht guttun.

Du sollst nicht vor jedem Problem weglaufen, aber wenn du in deinem Inneren spürst, dass dir etwas schadet, dann darfst du dich davon mit gutem Gewissen lösen. Vielleicht musst du dazu jemand verletzen, doch folgst du deinem Herzen, werden dir andere Menschen begegnen, denen du umso mehr Gutes tun kannst.

Manchmal sind wir in einer Beziehung gefangen, die uns nicht mehr glücklich macht, die wir aber nicht beenden wollen. Wir haben Angst, den Partner zu verletzen und fürchten, er würde die Trennung nicht verkraften und noch weiter abstürzen. Doch Loslassen bedeutet Freiheit zu schenken.

Vielleicht möchtest du dich beruflich verändern, aber glaubst es nicht zu schaffen. Deine Zweifel überwiegen und die Ängste sind zu groß. Du schreckst davor ab, Selbstverantwortung zu übernehmen. Aber wenn du lernst, dich selbst zu lieben, dich akzeptierst und an dich glaubst, wird es dir leichter fallen, neue Wege zu gehen und deine Träume zu verwirklichen.

Glaub an dich. Es lohnt sich.

So stärkst du dein Selbstwertgefühl, erhältst mehr Selbstbewusstsein und ein stabiles Selbstvertrauen

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Herzlichst
Anne

 

 

 

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