Selbstreflexion ist der Schlüssel um auf die eigene, ganz persönlich passende Weise glücklich und erfolgreich zu sein.

Nur so kannst du dir deine eigenen Lebensregeln schaffen und auch nach ihnen leben.

Wenn du sie nicht kennst, lebst du immer nach den Regeln eines oder mehrerer anderer Menschen

Alles beginnt damit, dass du dich selbst wirklich gut kennst. Nur so kannst du im Kleinsten und im Größten kluge Entscheidungen treffen, die deiner leisen Persönlichkeit auch wirklich entsprechen. Wie oft orientieren wir uns an den Wünschen anderer – und am Ende fühlen wir uns unwohl, überfordert oder übergangen.

Deinen Weg, dein Glück, deine Kraft findest du, wenn du dich selbst und all deine Wünsche und Hoffnungen, deine Stärken und Schwächen richtig gut kennst. Denn dann kannst du die Weichen deines Lebenszuges in jedem Augenblick so justieren, dass sie dich an dein höchstes, bestes Ziel führen.

Natürlich kann es schön sein, wenn man die Vorlieben anderer Menschen kennt und sie auch mit ihnen teilen kann. Doch viele Introvertierte neigen dazu, dafür ihre sanfte Persönlichkeit zu verleugnen. Zu sich und ihrem Potenzial stoßen sie vor, wenn sie sich in ihrer wahren Wesensart sehen.

Erkenne dich selbst

Selbstreflexion kann das Nachdenken über die eigenen Verhaltensweisen und Handlungen sein, was dir viele Erkenntnisse über dich selbst bescheren wird. Vermeintliche Ziele wie: nie mehr sich anpassen und nie mehr Kompromisse machen, die wirst du mit Selbstreflexion natürlich nicht erreichen.

Aber du wirst bei allen Entscheidungen im Leben daran denken, was dir selbst guttut. Durch deinen Erkenntnisgewinn kannst du in Zukunft auch dein Verhalten gegenüber anderen Menschen besser steuern und brauchst die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Nach eingehender Selbstreflexion kannst du dich bei Bewerbungsgesprächen besser präsentieren und auch bei der Berufsfindung oder der Partnerwahl wirst du viel mehr auf deine eigenen Bedürfnisse achten.

Sei liebevoll ehrlich

Achte bei der Selbstreflexion immer auf Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Meide nicht die Wirklichkeit, sieh dir an, wie die Dinge tatsächlich sind. Wer in den Spiegel schaut, der sollte nicht wie in heutigen Hochglanzmagazinen einen perfekt aussehenden Menschen erwarten.

Akzeptiere auch deine Makel und Schwächen – sie geben dir Charakter. Wenn dir schwere Stunden deines Lebens in den Sinn kommen, dann erinnere dich genau daran, wie du dich in diesen Momenten dir selbst und deinen Mitmenschen gegenüber gezeigt hast. Welche Seiten wurden sichtbar und welche wolltest du möglichst verbergen?

Letztlich gibt es zwei Bilder: Das, was du selbst von dir hast, und das, was andere Menschen von dir haben. Vielleicht könnte es jetzt an der Zeit sein, beide zu einem Gesamteindruck verschmelzen zu lassen. Zu einem Bild, das diesen einzigartigen Menschen zeigt: dich.

Wie sehen dich die anderen?

Bei deinem Erkenntnisprozess können dir wirkliche Freunde helfen, also Menschen, die dir gegenüber positiv eingestellt sind und dich ehrlich, aber liebevoll beurteilen werden. Auch dein Partner oder deine Partnerin kann dir wertvolle Hinweise geben. Denn wer kennt dich besser?

Folgende Fragen könntest du den anderen stellen, um mehr über dich zu erfahren:

  • Wie wirke ich aus deiner Sicht, wenn man mir zum ersten Mal begegnet?
  • Was hast du spontan über mich gedacht, als du mich kennen lerntest?
  • Welchen Eindruck mache ich in Bezug auf Zuverlässigkeit auf dich?
  • Wenn ich nicht mehr in deinem Leben wäre, was würde dir dann fehlen?
  • Was stört dich sehr an mir, womit rege ich dich auf?
  • Welche Eigenschaften findest du besonders positiv an mir?
  • Was unterscheidet mich am allermeisten von deinen anderen Freunden?
  • Weshalb möchtest du gerne dein Leben mit mir teilen?
  • Wie würdest du mich einem vollkommen Fremden beschreiben?
  • Was ist deiner Meinung nach meine größte Schwäche?
  • Womit kann nur ich dir eine besondere Freude machen?
  • Was könnte ich tun, um meine Lebensqualität deutlich zu verbessern?
  • Welche Tipps kannst du mir noch geben?

Lerne aus deinen Fehlern

Wenn du dich selbst erforschst, wirst du Dinge in deinem bisherigen Leben entdecken, die gut waren, und solche, die du klar als Fehler erkennst. In dieser Phase des Lernens, kann ein ehrlicher Blick auf dich selbst dazu führen, dass du aus diesen Fehlern wertvolle Ratgeber machst. Sie können sich geradezu als ein Quell von Weisheit zeigen.

Wenn du aus ihnen lernst, kann neuer Schwung aufkommen und das Leben wird eine völlig neue Richtung nehmen. Fehler, die du einmal klar durchschaut hast, brauchst du nie wieder zu machen. Sie haben dir ihr Geschenk bereits überreicht.

Die Gratwanderung Selbstreflexion und geistige Selbstbefriedigung

In der psychospirituellen Szene ist es sehr beliebt, sich permanent und umfänglich mit dem eigenen Sein auseinander zu setzen. Ständig wird psychologisiert, optimiert und hart an sich gearbeitet. Besonders in Beziehungen kann dieses Verhalten sehr destruktive Auswirkungen haben: Das ständige Kreisen um sich selbst ist ebenso wenig hilfreich für eine funktionierend Partnerschaft, wie das Sezieren des Partners, seiner Gefühle, Verhaltensweisen oder Reaktionen.

So geht jede Leichtigkeit, Lebensfreude und Unbeschwertheit verloren

Noch schlimmer: Oftmals führt diese cerebrale Nabelschau dazu, dass ein Mensch eine Zufriedenheit mit sich selbst entwickelt, die zu einer Art Entwicklungslähmung führt. Er denkt dann – da er ja so intensiv an sich gearbeitet und sich selbst reflektiert hat – auf dem besten Weg zur Erleuchtung oder einer anderen Art „besseren Selbst“ zu sein.

Dabei bemerkt er nicht, dass jeder Erkenntnis auch eine aktive Handlung folgen muss, an der er und sein Umfeld dann erkennen kann, ob die Selbstreflexion nur eine geistige Übung war oder ob sie zu wirklicher Handlungskompetenz geführt hat.

Leider erlebe ich oft, dass letzteres nicht sehr oft vorkommt. Mein Tipp für dich: Beachte immer die Handlungen eines Menschen, nicht seine Worte, seine Absichten oder Ideen, sondern immer die Ergebnisse!

unterschrift Anne