Dramatische Ereignisse in der Kindheit können deine Partnerwahl sehr beeinflussen

In ihrer Kindheit erlebten viele Menschen dramatische Ereignisse oder sie hatten schmerzhafte Erlebnisse, an die sie sich als Erwachsene kaum noch erinnern können. Doch die Schmerzen leben in ihnen fort, auch wenn sie sich dessen nicht bewusst sind und oft wirklich nichts mehr von dem, was war, wissen. Es sind viele, gerade auch sehr sensible Menschen, die ahnungslos über ihr wirkliches Selbst sind und dasjenige Selbst, das sie bisher kennenlernen konnten, für ihr wahres Wesen halten.

Dabei beeinflussen diese oft frühkindlichen Erlebnisse die Gedanken, die Gefühle und auch die Handlungen, gerade dann, wenn diese den Betroffenen nicht bewusst sind. Wenn es um den Kampf gegen seelisches Ungleichgewicht oder psychische und körperliche Erkrankungen geht, gibt es ein sehr wirksames Mittel zum inneren Frieden: die Wahrheit über sich selbst herauszufinden.

Die Wahrheit im Erwachsensein

Doch diese Wahrheit kann selbst für erwachsene Menschen so beängstigend sein, dass sie diese mit Hilfe der Projektion abwehren. Dann werden die unerwünschten eigenen Anteile auf andere Menschen projiziert. Das heißt, wenn du auf einen Menschen triffst, den du partout nicht magst, dann kann es sein, dass du bei ihm eine Projektion wahrnimmst, in der du dich eigentlich selbst spiegelst. Ein Lebenspartner eignet sich besonders gut, die Funktion des Spiegels zu übernehmen.

Geprägt durch die Eltern

Seit wir als Kinder unsere Eltern erlebten, sind wir auf diese Menschen geprägt, die uns so nahestanden wie niemand sonst. Viele Erwachsene suchen unbewusst noch immer die Bestätigung, Anerkennung und Liebe ihrer Eltern und wählen daher Partner aus, die ihnen das stellvertretend geben sollen und die wie zufällig Merkmale aufweisen, die denen der Eltern gleich oder sehr ähnlich sind. Aus diesem Grund fühlen sich Frauen, die als Mädchen einen gewalttätigen Vater erlebten, oft auch wieder von einem Partner angezogen, der tendenziell gewalttätig ist.

War der Vater Alkoholiker, haben sie überproportional häufig einen Alkoholiker als Partner. Allerdings passiert diese Wahl keinesfalls bewusst. Sobald sie auf einen Menschen treffen, der in seiner psychischen Konstellation ähnlich den einstigen Bezugspersonen ist, löst dies eine Resonanz aus, ein Gefühl, ein Kribbeln im Bauch. Das kann dazu führen, dass diese Frau meint, jetzt den Richtigen gefunden zu haben.

Und wie wirkt sich das auf die Partnerschaft aus?

Wenn sich der unbewusst gewählte Partner in einigen seiner Lebensbereiche bereits weiter entfaltet hat, dann kann er quasi als Entwicklungshelfer dienen, und bisher unerkannte eigene Persönlichkeitsmerkmale können mit ihm entdeckt und alte Kindheitsmuster gelöst werden. So wird es dann möglich, eine reife, erwachsene Beziehung mit einem Partner einzugehen und das eigene Wesen frei zu Lieben.

Für die Wahl des Partners spielt zwar das Aussehen auch eine Rolle, aber die Signale aus dem Unbewussten, der Psyche und der Sehnsucht nach Seelennähe wirken viel stärker.

Du musst nicht darüber nachdenken, denn mit dem Verstand hat das nichts zu tun.

Du nimmst die Signale ganz intuitiv wahr, sodass du bereits nach Sekunden weißt, ob dir ein Mensch sympathisch ist oder nicht. Wir sind alle so feinsinnig, dass wir sofort alle wesentlichen Informationen über den Menschen vor uns wahrnehmen, auch wenn wir uns darüber oft nicht im Klaren sind.

Wenn du jemals eine „Liebe auf den ersten Blick“ erlebt hast, dann hast du intuitiv so schnell reagiert, dass du dich gleich verliebt hast, ohne auch nur einen Moment nachzudenken. Für diese Wahrnehmung beurteilen wir keinesfalls nur das Aussehen, sondern reagieren auf die Körpersprache, den Duft, das Sprechen, die Ausstrahlung und wie das Gegenüber insgesamt in seiner verbalen und nonverbalen Kommunikation agiert.

Sig