• Gestalte deine Wirklichkeit

Unsere Aufmerksamkeit bestimmt unsere Wirklichkeit

Wirklichkeit wirkt, ja, sie ist wirksam. Doch was bestimmt sie, wodurch wird etwas zu unserer Wirklichkeit und etwas anderes nicht?

Wirklichkeit wird durch unsere Aufmerksamkeit bestimmt, wohin immer wir unseren Fokus lenken entscheidet darüber, was in unser Bewusstsein kommt, beziehungsweise dadurch erst entsteht.

Wenn wir ein paar Minuten lang an sehr schlimme Dinge denken, wie fühlen wir uns dann? Wir werden uns schlecht, traurig, wütend, verzweifelt, auf alle Fälle unangenehm fühlen.

Denken wir ein paar Minuten lang an etwas Wunderbares, werden wir uns dementsprechend angenehm, leicht, frei, fröhlich, alle Fälle subjektiv positiv fühlen.

✅ Unsere Wirklichkeit erscheint uns als die einzige Möglichkeit zu (er)leben.

Das, was wir erleben ist für uns real, wir fühlen es, es ist unsere Wirklichkeit, wir spüren sie doch!

Wir sind tatsächlich gerade wütend oder traurig, oder voller Freude, … Doch wir können unsere Wirklichkeit innerhalb weniger Minuten ins Gegenteil umkehren, je nachdem wohin wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Das sollte uns zu denken geben.

Viel Wahres kann nicht dran sein, wenn wir selber unsere Wirklichkeit kreuz und quer lenken können.

Wirklichkeit ist veränderbar, vergänglich und jeder erlebt sie anders. In ein und derselben Situation kann ein Mensch traurig sein und ein anderer sich freuen.

Du bist zum Beispiel mit deiner Partnerin im Urlaub, er geht zu Ende und du freust dich schon wieder auf Zuhause. Deine Partnerin jedoch ist traurig, schon vom Urlaubsort weg zu müssen.

Doch nicht nur unsere Aufmerksamkeit ist dafür verantwortlich, was wir erleben. Hinzu kommt auch noch unsere Deutung des Wahrgenommen. Zuerst lenken wir unseren Fokus auf einen Ausschnitt des Gesamten und dann interpretieren, vergleichen und bewerten wir diesen Ausschnitt. Dieses Deuten wiederum geschieht auf den Grundlagen unserer persönlichen Prägung, dem Fundament unserer individuellen Vorlieben und Abneigungen.

✅ So formen wir jeden Augenblick aus dem Lehm unserer individuellen Verhaltensmuster.

Die Wirklichkeit ist brauchbar für den Alltag, doch sie ist nutzlos, um die Tiefen des Lebens und Seins zu erfahren. Ja, sie ist kontraproduktiv in dem Sinne, weil wir an ihr festhalten und uns damit einschränken. Und dann erklären wir einfach alles jenseits unserer Wirklichkeit als Realität plus. 

So nutzen wir Wirklichkeit als unsere Ausrede, unser Argument gegen das Wahre, nämlich das Wahre, das sich in dem Moment zeigen kann, wenn wir unsere Wirklichkeit für einen Moment loslassen.

✅ Unsere Erziehung macht uns zu Persönlichkeiten, als die wir in individuellen Wirklichkeiten leben. 

Tausende Wirklichkeiten die wir hundert Mal am Tag ändern, je nachdem wie wir geprägt (erzogen) worden sind. Wir sind vielleicht fröhlich, dann sagt jemand etwas zu uns und schon sind wir verärgert, weil wir das Gesagte aufgrund unserer Erziehung so oder so oder so oder so interpretieren.

Unsere Wirklichkeiten sind wie Blätter, die im Herbst vom Baum fallen, ein Wort genügt und schon wirbelt es unser Gemüt durcheinander – unsere Wirklichkeit ist, obwohl so real für den Erlebenden, lächerlich schwach.

Das Wahre jedoch ist nur erfahrbar, wenn das Wirkliche Beiseite tritt. Dann öffnet sich der Raum des Seins, das reine Bewusstsein, das bar ist von individuellen Wirklichkeiten. Genau das macht ES ja wahr, dass nichts, durch unsere Persönlichkeit einschränkendes, ES in die Grenzen unseres Verstehens zwängt.

✅ Als reines Bewusstsein sind wir bar jeglicher Ideen, Einschränkung und Konzepten. 

Es ist eben reines Bewusstsein, weil es von der persönlichen Wirklichkeit bereinigt ist. Wir sind nicht in diesem Sein, wir sind es. Wir sind ES, ohne persönlicher Wirklichkeit, oder wie die Sufis sagen: „Wir sind Gott nur ohne uns“.

Ganz herzliche Grüße von Anne & Ananda

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

  Subscribe  
Benachrichtige mich zu:

Es ist nie zu spät um so zu sein, wie man gemeint ist.

Haben wir nicht alle immer wieder einen intensiven Dialog mit unserem lieb gewonnenen inneren Schweinehund? Ich müsste... ich sollte... Gesünder essen, Sport treiben und noch vieles mehr.

Niemand muss, niemand müsste. Aber jeder könnte, wenn er will und bereit ist, seine Komfortzone zu verlassen.

Klar, dann wird der liebe Schweinehund meckern, denn er will alles zu behalten, wie es ist.

Aber wie wäre dein Leben, wenn du mehr auf dich selbst hörst, anstatt auf all das, was dich scheinbar einschränkt, Rücksicht zu nehmen? Wage doch mal dieses Gedankenspiel. Spielen macht Spaß.

X