Reizüberflutung: Es ist ein Gefühl, als ob sich die ganze Welt nur auf einen Punkt konzentrieren würde.

Alle Informationen, alle äußerlichen Sinnesreize scheinen geballt auf einen Menschen, der hochsensibel oder hochsensitiv ist, einzuprasseln, gnadenlos und ohne Pause. Es scheint keinen Schutz dagegen zu geben und das Nervensystem und der Körper können sich kaum dagegen wehren. Es ist ein Kampf mit den Windmühlen und man möchte am liebsten fliehen und vor sich selber davonlaufen.

Reizüberflutung: Hochsensibilität ist eine Herausforderung an das Leben und will gemeistert werden.

Andere Menschen, die nicht mit dieser Gabe und Aufgabe gesegnet sind, können nicht verstehen, geschweige denn nachvollziehen, welches Gewitter sich in der Gefühlswelt eines Hochsensiblen oder Hochsensitiven bei einer Reizüberflutung ständig und immer wieder entlädt. Alle Reize und Empfindungen treffen ihn ungefiltert und in einer Stärke, die sich die Person gegenüber kaum ausmalen kann. Doch diese Stärke ist normal, wenn eine Reizüberflutung entsteht. Das ist einerseits anstrengend, doch andererseits beweist es ganz klar, dass die Wahrnehmungsintensität eine enorme Kraft und viel Stärke in sich birgt.

Wie sonst könnte man mit einer dauernden Reizüberflutung umgehen, wenn man nicht eine außerordentlich zähe und widerstandsfähige Natur hätte?

Möglicherweise ist es einfach nur notwendig, sein eigenes Potential zu entdecken, dass man auf seinen Lebensweg mitbekommen hat, denn andere Menschen besitzen eine solche Empfindsamkeit nicht. Im Gegenteil, mit anderen mitfühlen zu können oder der Drang, den Dingen auf den Grund gehen zu wollen, sind Eigenschaften, die immer seltener werden.

Hochsensitivität ist also mehr eine Aufgabe als ein Bürde, für deren Bewältigung es eine Reihe von Möglichkeiten gibt.

Reizüberflutung: Was kannst Du selbst tun?

Zuallererst ist es sehr wichtig, dass du dich selbst ein wenig analysierst um zu erkennen, welche Situationen oder Menschen du als besonders anstrengend empfindest. Auch wenn sich diese Faktoren nicht immer umgehen lassen, bist du doch innerlich besser vorbereitet und kannst der kommenden Flut von Reizen oder Informationen besser begegnen.

Natürlich bleiben trotzdem die Momente nicht aus, in denen einem alles zu viel wird und man seine Gedanken und Empfindungen kaum noch einordnen kann.

Jetzt ist es an der Zeit, dir selbst Ruhe und eine Pause zu gönnen, ein großes Stoppschild aufzustellen und dich zurückzuziehen. Niemand anderes als die hochsensible Person (HSP), also du selbst, kann erkennen, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist und niemand als du selbst kann die Initiative ergreifen, um sich Ruhe zu verschaffen. Der Rückzug in eine Oase der Harmonie und Geborgenheit, ganz nach deinem eigenen Geschmack, ist jetzt die einzige Lösung.

Alle Türen dürfen und müssen geschlossen werden für eine kleine Weile, die inneren und die äußeren und zwar mit aller Konsequenz.

Das gibt der Seele neue Kraft und auch die Umwelt wird nach einigem Kopfschütteln merken, wie gut diese Auszeit der Mutter, dem Vater, der Schwester oder dem Kollegen getan hat und sich dessen bewusst werden, dass es Menschen gibt die anders als sie sind. Sie werden mit der Zeit begreifen, dass Anderssein Vielfalt und Bereicherung bedeutet.

Wenn du möchtest, kannst du das Thema in meinem Buch vertiefen: „Ich spüre was, was du nicht spürst“.

Hier findest du Übungen und Meditationen für ganz praktische, alltagsnahe Möglichkeiten gegen Reizüberflutung und hier ist mein Werkzeugkasten für dich, mit dessen Hilfe du zu großen Reizen entgegnen kannst.

Lesen allein hilft aber nicht. Du musst üben, üben, üben! 🙂

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Hochsensible Menschen brauchen besondere Lebensstrategien

Feinfühlige Menschen haben besondere Fähigkeiten, brauchen aber auch besondere Bedingungen, um wirklich kraftvoll diese Fähigkeiten und Gaben zu leben.

Um diese Bedingungen schaffen zu können, habe ich dir in meinem E-Book „Hochsensibilität – Dein Anti-Stress-Coaching“ zahlreiche Tipps und Übungen zusammengestellt.

Hochsensibilität Stress Selbstzweifel

Sig